Roglic gewinnt das Auftakt-Zeitfahren des Giro d'Italia - Bildquelle: AFPSIDLUK BENIESRoglic gewinnt das Auftakt-Zeitfahren des Giro d'Italia © AFPSIDLUK BENIES

Bologna (SID) - Topfavorit Primoz Roglic hat bereits zum Auftakt des 102. Giro d'Italia die Muskeln spielen lassen und ist mit einer beeindruckenden Vorstellung ins Rosa Trikot gefahren. Der slowenische Radprofi vom Team Jumbo-Visma gewann das schwierige Auftaktzeitfahren über acht Kilometer in Bologna mit 19 Sekunden Vorsprung auf den britischen Vuelta-Sieger Simon Yates (Mitchelton-Scott) und unterstrich seine Ambitionen auf seinen ersten großen Rundfahrt-Sieg.

"Ich hatte keine besondere Taktik, außer so schnell wie möglich zu fahren. Ich bin von den Abständen überrascht", sagte Roglic: "Das Wichtigste ist, am letzten Tag in Verona in Rosa zu sein."

Der 29 Jahre alte Roglic, einst Junioren-Weltmeister im Skispringen, legte die selektive Strecke mit dem harten, 2,1 km langen und im Schnitt neun Prozent steilen Schlussanstieg in 12:54 Minuten zurück und fuhr einen beachtlichen Vorsprung auf seine vermeintlich größten Kontrahenten heraus.

Der zweimalige Giro-Sieger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida) kam auf Platz drei (+0:23 Minuten), der Kolumbianer Miguel Angel Lopez (Astana) wurde Vierter (+0:28 Minuten), der Niederländer Tom Dumoulin (Sunweb), Giro-Sieger 2018, kam zeitgleich auf Rang vier. Der Russe Ilnur Sakarin, Kapitän des Teams Katusha-Alpecin, kassierte als 53. 1:20 Minuten Rückstand.

Roglic, im Vorjahr Vierter der Tour de France, hatte zuletzt die Giro-Generalprobe bei der Tour de Romandie gewonnen und startete nun erstmals als Kapitän in ein großes Rundrennen. Vorjahressieger Christopher Froome (Großbritannien/Ineos) verzichtet 2019 auf den Giro.

Deutsche Profis waren beim Zeitfahren erwartungsgemäß nicht im vorderen Teil des Klassements zu finden, als bester kam Jasha Sütterlin (Freiburg/Movistar) auf Platz 95 (+1:41).

Anders als üblich hatten die meisten Topfavoriten frühe Startnummern gewählt, da für den Abend Regen prognostiziert war. Dumoulin war als erster Fahrer auf die Strecke gegangen, Roglic startete als Zwölfter. Lediglich Yates, im Vorjahr beim Giro lange in Rosa, spielte auf Risiko und ging als drittletzter Starter ins Rennen - bei bestem Wetter.

Die zweite Etappe führt am Sonntag über 205 km von Bologna nach Fucecchio und hat im letzten Rennviertel zwei Bergwertungen zu bieten. Ob es danach zur ersten Chance für die Sprinter um den deutschen Meister Pascal Ackermann (Kandel/Bora-hansgrohe) kommt, ist fraglich. Die Italien-Rundfahrt endet am 2. Juni mit einem Zeitfahren in Verona.

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