Ski-Rennläufer Linus Straßer darf zu Olympia - Bildquelle: AFPSIDFABRICE COFFRINISki-Rennläufer Linus Straßer darf zu Olympia © AFPSIDFABRICE COFFRINI

Wengen (SID) - Ski-Rennläufer Linus Straßer hat nach langem Anlauf das Ticket für die Olympischen Spiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) gelöst. Der Münchner nutzte als Neunter in Wengen mit seinem zweitbesten Weltcup-Slalom die drittletzte Qualifikationsmöglichkeit.

Von Weltmeister Marcel Hirscher (Österreich), der den traditionsreichen Slalom am Männlichen erstmals gewann, trennten Straßer 3,44 Sekunden. Zweiter wurde der Norweger Henrik Kristoffersen (+0,93), Andre Myhrer aus Schweden fuhr auf Rang drei (+1,72). 

Mit 53 Weltcupsiegen fehlt Hirscher noch ein Erfolg, um seinen legendären Landsmann Hermann Maier auf Rang zwei der "ewigen" Bestenliste einzuholen. Einsam an der Spitze thront Ingemar Stenmark (Schweden/86 Siege).

"Wengen-Sieger klingt schon sehr gut", sagte Hirscher im ORF, "aber wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber in Kitzbühel gewinnen." Dort peilt der 28-Jährige am Sonntag seinen sechsten Slalom-Sieg im Weltcup nacheinander an. "Unschlagbar ist für mich ein Unwort, das gibt es im Skisport nicht", sagte er, "ich hatte im zweiten Lauf schon auch ein paar Zauberer drin."

Sebastian Holzmann (Oberstdorf/4,57) erreichte mit Rang 18 seine beste Weltcup-Platzierung. Fritz Dopfer (Garmisch) hatte den zweiten Durchgang verpasst.

"Ich habe Wengen noch nie so schwer erlebt. Oben war es extrem eisig, unten weicher. Das war sehr schwierig vom Kopf her", sagte Straßer. Er war "nicht wirklich zufrieden" mit seiner Vorstellung, "beim Fahren habe ich gemerkt, dass mehr drin war".