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New England Patriots - Marcus Jones: Shooting Star auf den Spuren von Deion Sanders

  • Aktualisiert: 27.12.2022
  • 16:47 Uhr
  • ran.de
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© Imago

Die New England Patriots sind zwar noch mitten im Playoff-Rennen, allerdings stimmt beim Rekordchampion der NFL aktuell wenig. Einen Hoffnungsschimmer haben die Patriots jedoch. Rookie Cornerback Marcus Jones. Der kann so viel so gut, dass seine Coaches kaum wissen wohin mit ihm.

Von Kai Esser

Die 18:22-Pleite der New England Patriots gegen die Cincinnati Bengals in Woche 16 war auf mehreren Ebenen bemerkenswert.

Nicht etwa, weil die so schwache Offense um Mac Jones tatsächlich den Ball bewegen konnte oder weil die Bengals zum ersten Mal seit 1986 in Foxborough gewinnen konnten. Es lag an einem Spieler, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Nicht etwa Quarterback-Star Joe Burrow oder Receiver Ja'Marr Chase, sondern ein Cornerback, der im jüngsten Draft in Runde drei erst ausgewählt worden war: Marcus Jones.

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Marcus Jones, die eierlegende Wollmilchsau aus Boston auf den Spuren von Deion Sanders

Die Statistiken von Jones lesen sich trotz Niederlage hervorragend: Zwölf Solo Tackles, ein runtergeschlagener Pass, ein Catch für 15 Yards, 76 Yards bei Kick Returns und, die Kirsche auf der Sahne der starken Leistung: Ein Pick Six gegen Burrow für 69 Yards. Hätten die Patriots gewonnen, was am Ende mehr als möglich war, würde er wohl den Titel Defensive Player of the Week einheimsen.

Alleine diese Statistiken zeigen: Jones ist eine Allzweckwaffe. "Ich liebe den Kerl", so sein Namensvetter Mac Jones, auf Marcus angesprochen. "Er geht in jedem Spielzug volles Tempo, egal ob Offense, Defense, Special Teams, er ist verrückt", lobte sein Quarterback.

Die Verwechslungsgefahr auf dem Trainingsgelände ist groß, ruft man dort nämlich "Jones" in die Menge, dann drehen sich mit Jonathan, Jack, Mac und Marcus gleich vier Leute um. Sie alle sind wichtige Spieler.

Mit seinem Pick-Six gegen die Bengals hat der Cornerback von der University of Houston nun einen Touchdown in der Defense, Offense (Woche 13 gegen die Buffalo Bills) und im Special Team (Woche neun gegen die New York Jets) angehäuft. Alle über 40 Yards. Der bisher einzige Spieler in der NFL, dem das gelang, war Deion Sanders.

Dafür brauchte "Prime Time" allerdings eine ganze Hall-of-Fame-Karriere. In einer einzigen Saison, auch noch der Rookie-Saison, ist Jones der Erste. Das zeigt, wie vielseitig und vor allem, wie talentiert der 24-Jährige ist.

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Scorigami bei Bengals at Pats
News

Nummer 1075! Scorigami-Alert bei Bengals at Patriots

Das 18:22 zwischen den New England Patriots und den Cincinnati Bengals ist eines der wildesten Spiele des 16. Spieltags - außerdem bringt das Spiel auch etwas Historisches hervor: Ein Scorigami.

  • 27.12.2022
  • 11:30 Uhr

In einer lethargischen Offense, der schon in der gesamten Saison das Tempo fehlt, bringt der junge Cornerback etwas Schwung rein. Wieso spielt er also nicht öfter auf der anderen Seite des Balls? "Er kann nicht alles machen. Er geht schon in Extra-Meetings", sagte sein Coach Bill Belichick bei "WEEI". "Seine Rollen in der Defense und im Special Teams haben Priorität." Jones kommt aktuell auf vier Catches für 78 Yards und eben jenen Touchdown.

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Marcus Jones: Der nächste große Belichick-Corner?

Der passionierte Golfer, der sich selbst nur selten äußert und eher als bescheiden gilt, dürfte seinem Coach jedoch gefallen. Versatilität und der Wille, auch hart neben dem Feld zu arbeiten, sind Dinge, die der große Bill Belichick schätzt.

Auch deshalb könnte Marcus Jones in ganz große Fußstapfen treten. J.C. Jackson, Stephon Gilmore, Malcolm Butler, Kyle Arrington und Ty Law sind nur einige der großartigen Cornerbacks, die der 70-Jährige in seiner nun 22-Jährigen Ära als Head Coach der Patriots trainieren durfte. Sie alle glänzten mit Plays der Extraklasse, denen man regelrecht angesehen hat, dass sie durch intensives Filmstudium entstanden sind.

Allerdings kann der nur 1,73-große Passverteidiger die Saison des sechsfachen Super-Bowl-Siegers nicht alleine retten. Es sind wohl zu viele Probleme bei den Patriots um irgendeine relevante Rolle in den Playoffs zu spielen.

Allerdings ist die Position Cornerback dank des Rookies aus Houston keines dieser Probleme in der kommenden Offseason. Und man wird das Gefühl nicht los, Marcus Jones kann nur besser werden, je länger seine NFL-Karriere geht.