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Trotz AFC Championship Game

NFL: Denver Broncos ziehen die richtigen Schlüsse aus der Saison - Kommentar

  • Aktualisiert: 28.01.2026
  • 15:38 Uhr
  • Kai Esser

Die Denver Broncos haben sich trotz einer Fabelsaison von ihrem Offensive Coordinator getrennt. Was auf den ersten Blick fragwürdig erscheint, zeigt auf den zweiten Blick: Die Broncos ziehen die richtigen Schlüsse. Ein Kommentar.

Von Kai Esser

Es waren nur vier Punkte, die die Denver Broncos vom Einzug in den Super Bowl trennten. Das letzte offensive Play von Denver war eine Interception von Backup Jarrett Stidham gegen die New England Patriots, die am Ende 10:7 im Empower Field at Mile High gewannen.

Obwohl die Broncos eine höchst erfolgreiche Saison spielten, trennten sie sich von Offensive Coordinator Joe Lombardi.

Was auf den ersten Blick fragwürdig erscheint, zeigt vor allem eins: Die Broncos ziehen die richtigen Schlüsse aus der Saison.

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Denver Broncos: Zu glücklich, um es wiederholen zu können

Freilich, die Broncos haben alle Erwartungen übertroffen. 14 Siege in der Regular Season, kein Team hatte mehr und nur die Patriots und Seattle Seahawks konnten ebenfalls 14 Erfolge einfahren.

Aber wie kamen diese Erfolge zustande?

Inklusive des Playoff-Sieges gegen die Buffalo Bills holten die Broncos zwölf ihrer 15 Saisonsiege in knappen Spielen, also mit acht oder weniger Punkten Differenz. Das ist eine Stärke. "Find a way to win", heißt es in der NFL immer wieder. Problematisch wird es nur, wenn man das wiederholen und konservieren soll.

Denn da gehört eine gehörige Portion Glück dazu. Und Glück zu konservieren oder gar zu patentieren, das ist bisher noch Niemandem gelungen. Dass die Broncos die Ersten wären, denen das gelingt, ist tendenziell also unwahrscheinlich.

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Kansas City Chiefs als schlechtes (oder gutes) Vorbild

Wie es gehen kann, zeigen ausgerechnet die ungeliebten Divisionsrivalen aus Kansas City. Die Chiefs holten in der vergangenen Saison ebenfalls zwölf Siege mit einem Score Unterschied, bevor sie im Super Bowl von den Philadelphia Eagles herumgeschubst wurden.

In dieser Spielzeit sah es dann ganz anders aus. KC gewann nur noch ein enges Spiel statt derer zwölf und beendete die Saison mit einer Bilanz von 6-11.

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NFL: Diese Super-Bowl-Matchups gab es bereits mehrere Male

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<strong>NFL: Diese Super-Bowl-Matchups gab es mehrmals</strong><br>Die beiden Teams für Super Bowl 2026 in San Francisco stehen fest! Die New England Patriots treffen dabei auf die Seattle Seahawks. Das Duell dürfte nicht nur den älteren NFL-Fans bekannt vorkommen, denn vor elf Jahren standen sich beide Teams schon einmal im NFL-Finale gegenüber. Insgesamt ist es schon die neunte Paarung, die es im Super Bowl bereits mehrmals gab.&nbsp;<strong><em>ran</em></strong> gibt den Überblick.
© 2015 Getty Images

NFL: Diese Super-Bowl-Matchups gab es mehrmals
Die beiden Teams für Super Bowl 2026 in San Francisco stehen fest! Die New England Patriots treffen dabei auf die Seattle Seahawks. Das Duell dürfte nicht nur den älteren NFL-Fans bekannt vorkommen, denn vor elf Jahren standen sich beide Teams schon einmal im NFL-Finale gegenüber. Insgesamt ist es schon die neunte Paarung, die es im Super Bowl bereits mehrmals gab. ran gibt den Überblick.

<strong>Dallas Cowboys - Pittsburgh Steelers</strong><br>Dieses Duell gab es sogar bereits dreimal im Super Bowl. 1976 und 1979 konnten die Steelers jeweils knapp gewinnen. 1996 hab es im goldenen Cowboys-Jahrzehnt die Revanche der Texaner. Danach lief es diesbezüglich allerdings nur noch für die Steelers gut, die Cowboys haben eine lange Super-Bowl-Durststrecke. 1995 kämpfte Dallas zuletzt um die "Superschüssel", welche die Cowboys auch gewannen.
© UPI Photo

Dallas Cowboys - Pittsburgh Steelers
Dieses Duell gab es sogar bereits dreimal im Super Bowl. 1976 und 1979 konnten die Steelers jeweils knapp gewinnen. 1996 hab es im goldenen Cowboys-Jahrzehnt die Revanche der Texaner. Danach lief es diesbezüglich allerdings nur noch für die Steelers gut, die Cowboys haben eine lange Super-Bowl-Durststrecke. 1995 kämpfte Dallas zuletzt um die "Superschüssel", welche die Cowboys auch gewannen.

<strong>Washington Redskins - Miami Dolphins</strong><br>Dieses Super-Bowl-Duell ist schon ein paar Jahrzehnte alt. 1973 konnten sich die Dolphins mit 14:7 durchsetzen, 1983 dann die Redskins mit 27:17. Im Jahr 2020 wurden die Redskins nach anhaltenden Protesten der indigenen Bevölkerung wegen rassistischer Implikationen der Bezeichnung umbenannt. Unter dem neuen Namen "Washington Commenders" wartet die Franchise noch auf eine Super-Bowl-Teilnahme.
© USA TODAY Network

Washington Redskins - Miami Dolphins
Dieses Super-Bowl-Duell ist schon ein paar Jahrzehnte alt. 1973 konnten sich die Dolphins mit 14:7 durchsetzen, 1983 dann die Redskins mit 27:17. Im Jahr 2020 wurden die Redskins nach anhaltenden Protesten der indigenen Bevölkerung wegen rassistischer Implikationen der Bezeichnung umbenannt. Unter dem neuen Namen "Washington Commenders" wartet die Franchise noch auf eine Super-Bowl-Teilnahme.

<strong>San Francisco 49ers - Cincinnati Bengals</strong><br>Auch dieses Duell ist schon etwas her. Die Bengals und die 49ers trafen sich zum ersten Mal 1982. Mit MVP Joe Montana konnten sich die 49ers mit 26:21 durchsetzen. Auch 1989 kam der Sieger aus San Francisco. Der MVP war dieses Mal Receiver-Legende Jerry Rice.
© USA TODAY Network

San Francisco 49ers - Cincinnati Bengals
Auch dieses Duell ist schon etwas her. Die Bengals und die 49ers trafen sich zum ersten Mal 1982. Mit MVP Joe Montana konnten sich die 49ers mit 26:21 durchsetzen. Auch 1989 kam der Sieger aus San Francisco. Der MVP war dieses Mal Receiver-Legende Jerry Rice.

<strong>Dallas Cowboys - Buffalo Bills</strong><br>Dieses Spiel gab es sogar in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Sowohl 1993 (52:17) als auch 1994 (30:13) gab es von Troy Aikman und Co. eine ziemliche Abreibung für die Bills, die bis heute ohne Titel geblieben sind im Super Bowl.
© USA TODAY Network

Dallas Cowboys - Buffalo Bills
Dieses Spiel gab es sogar in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Sowohl 1993 (52:17) als auch 1994 (30:13) gab es von Troy Aikman und Co. eine ziemliche Abreibung für die Bills, die bis heute ohne Titel geblieben sind im Super Bowl.

<strong>New England Patriots - New York Giants</strong><br>Das wohl traumatischste Duell für Tom Brady. Denn sowohl 2008 als auch 2012 konnten sich Eli Manning und die Giants gegen Brady und die Patriots durchsetzen. 2008 waren die Patriots mit bis dahin 18 Siegen noch ungeschlagen.
© UPI Photo

New England Patriots - New York Giants
Das wohl traumatischste Duell für Tom Brady. Denn sowohl 2008 als auch 2012 konnten sich Eli Manning und die Giants gegen Brady und die Patriots durchsetzen. 2008 waren die Patriots mit bis dahin 18 Siegen noch ungeschlagen.

<strong>New England Patriots - Philadelphia Eagles</strong><br>Auch gegen die Eagles spielte Brady zweimal im Super Bowl - etwas erfolgreicher. 2005 setzten sich die Patriots mit 24:21 durch. 2018 gab es von Nick Foles aber die Revanche beim 41:33-Erfolg der Eagles.
© Getty Images

New England Patriots - Philadelphia Eagles
Auch gegen die Eagles spielte Brady zweimal im Super Bowl - etwas erfolgreicher. 2005 setzten sich die Patriots mit 24:21 durch. 2018 gab es von Nick Foles aber die Revanche beim 41:33-Erfolg der Eagles.

<strong>Los Angeles Rams - New England Patriots</strong><br>Bradys erster Super-Bowl-Erfolg gelang 2002 gegen die Rams mit Kurt Warner. Auch 2019 konnten sich die Patriots durchsetzen - der bis dato letzte Erfolg der Patriots.
© ZUMA Wire

Los Angeles Rams - New England Patriots
Bradys erster Super-Bowl-Erfolg gelang 2002 gegen die Rams mit Kurt Warner. Auch 2019 konnten sich die Patriots durchsetzen - der bis dato letzte Erfolg der Patriots.

<strong>San Francisco 49ers - Kansas City Chiefs</strong><br>Vor zwei Jahren kam es zum bislang letzten Rematch im Super Bowl. Damals wollten die 49ers sich an den Chiefs rächen, die 2020 mit 31:20 gewannen. Doch auch vier Jahre später kamen die Sieger aus Kansas City, auch wenn der Triumph von Patrick Mahomes und Co. mit 25:22 deutlich knapper ausfiel.
© USA TODAY Network

San Francisco 49ers - Kansas City Chiefs
Vor zwei Jahren kam es zum bislang letzten Rematch im Super Bowl. Damals wollten die 49ers sich an den Chiefs rächen, die 2020 mit 31:20 gewannen. Doch auch vier Jahre später kamen die Sieger aus Kansas City, auch wenn der Triumph von Patrick Mahomes und Co. mit 25:22 deutlich knapper ausfiel.

<strong>New England Patriots - Seattle Seahawks</strong> <br>Unglaublich, aber wahr. Die Patriots stehen nun schon zum vierten Mal gegen ein Team im Super Bowl, auf das sie im NFL-Finale schon einmal getroffen sind. 2015 führte Tom Brady die Pats beim 28:24 zum Triumph. Das bislang letzte Duell der beiden Teams konnten aber die Seahawks für sich entscheiden. 2024 gewannen sie mit Starting Quarterback Geno Smith mit 23:20 nach Overtime.
© Icon Sportswire

New England Patriots - Seattle Seahawks
Unglaublich, aber wahr. Die Patriots stehen nun schon zum vierten Mal gegen ein Team im Super Bowl, auf das sie im NFL-Finale schon einmal getroffen sind. 2015 führte Tom Brady die Pats beim 28:24 zum Triumph. Das bislang letzte Duell der beiden Teams konnten aber die Seahawks für sich entscheiden. 2024 gewannen sie mit Starting Quarterback Geno Smith mit 23:20 nach Overtime.

Ja, Patrick Mahomes stand am Ende verletzungsbedingt nicht mehr zur Verfügung, aber auch mit ihm sah es nur bedingt besser aus.

Denver Broncos: Sean Payton will und muss Entwicklung von Bo Nix vorantreiben

Hinzu kommt: So gut die Saison der Broncos war, sie wurde mehrheitlich von der Defense getragen. Der Pass Rush in Denver ist nach Sacks und Pressures der beste der Liga. Im Backfield treibt der noch amtierende Defensive Player of the Year Patrick Surtain sein Unwesen.

Und in der Offense? Die Wide-Receiver-Gruppe gehört zu den schwächsten der Liga, auch das Laufspiel befindet sich nur auf Platz 16 - mittelmäßig also. Schlechter als mittelmäßig war das Quarterback-Spiel von Bo Nix. Ein Passer Rating von 87,8, Platz 26 ligaweit. Hinter Spielern wie Tua Tagovailoa oder Justin Fields.

Was Nix bereits mit Bravour drauf hat, ist die "clutchness", wie es US-Amerikaner nennen, wenn ein Spieler im absolut wichtigsten Moment seine Bestleistung abrufen kann. Das kann man nicht coachen. Genau deshalb war es richtig, einen neuen Offensive Coordinator zu installieren und Nix die Chance zu geben, neu zu wachsen.

Wohin der Weg der Broncos führt, ist genauso offen wie der Nachfolger von Lombardi. Allerdings ruht sich Denver nicht auf dem Erfolg aus - und legt den Grundstein dafür, nicht etwa das Glück zu konservieren, sondern den nachhaltigen Erfolg.

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