Indianapolis Colts
NFL: Mehrere Überdosen - Offenbar Enthüllungen um verstorbenen Colts Owner Jim Irsay
- Veröffentlicht: 29.08.2025
- 11:54 Uhr
- ran.de
Nach dem Tod von Colts-Owner Jim Irsay berichtet eine renommierte US-Zeitung von mehreren Überdosen im Leben des Milliardärs.
Im Mai verstarb der Besitzer der Indianapolis Colts, Jim Irsay, im Alter von 65 Jahren. Laut "Washington Post" verbrachte der Milliardär die letzten Jahre seines Lebens damit, gegen einen Rückfall in den Opioidkonsum (stark schmerzlindernde Wirkstoffe, Anm.d.Red.) anzukämpfen – was der Öffentlichkeit weitgehend verborgen blieb.
In den Bericht werden fünf Personen zitiert, die behaupten, Zeugen von Irsays Drogenkonsum gewesen zu sein. Zudem werden medizinische und polizeiliche Unterlagen aufgeführt.
Trotz seines öffentlichen Engagements für psychische Gesundheit und Suchterkrankungen hatte er demnach in den vergangenen fünf Jahren mindestens drei Überdosierungen, eine davon soll zu einem fast viermonatigen Krankenhausaufenthalt geführt haben.
Die Colts erklärten die längere Abwesenheit ihres Eigentümers Anfang 2024 mit den Folgen einer Behandlung wegen einer "schweren Atemwegserkrankung". Irsay selbst gab in der Folge an, sich von einer Operation erholt zu haben. Laut "Washington Post" war aber eine Überdosis ursächlich.
Das Wichtigste in Kürze
Die Enthüllungen stehen im Gegensatz zu Irsays öffentlichkeitswirksamer Kampagne "Kicking the Stigma", die sich für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen stark macht.
Colts-Owner kämpfte mit Überdosierungen
Irsay hatte zwar öffentlich durchaus über eigene Probleme mit der Thematik gesprochen, die Ausführungen wichen dem Bericht zufolge aber stark von dem ab, was sich privat wirklich abspielte.
So schreibt das Medium unter anderem, dass der inzwischen Verstorbene zwei Tage vor einer Überdosis Ende 2023 eine Krankenschwester feuerte, nachdem sie versucht hatte, seine Tabletten zu verstecken, weil sie befürchtete, dass er sie zu schnell konsumieren würde. Im Anschluss an die Überdosis folgten die besagten vier Monate Krankenhaus.
Im Mittelpunkt des Berichts steht zudem ein in Kalifornien ansässiger Suchtspezialist. Dieser soll Irsay alleine vor jener Überdosis 200 Opioid-Tabletten verschrieben haben. Dosen, die die Angehörigen alarmierten.
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Töchter verteidigen Irsay
Jener Arzt war es demnach auch, der die Sterbeurkunde des Team-Owners nach dessen Ableben unterschrieb und als Todesursache einen Herzstillstand aufgrund einer Lungenentzündung und einer Herzerkrankung festlegte.
Übrigens: Irsays drei Töchter – Carlie Irsay-Gordon, Casey Foyt und Kalen Jackson – die inzwischen als Miteigentümerinnen fungieren, verteidigen in einer Erklärung gegenüber der Zeitung das Vermächtnis ihres Vaters.
"Unser Vater ging offen mit seinen Problemen mit Sucht und psychischer Gesundheit um. Er hat nie behauptet, perfekt zu sein. Die Medien sind nicht der richtige Ort, um Fragen zu Informationen zu beantworten, die umstritten sind, denen der wesentliche Kontext fehlt oder die private medizinische Angelegenheiten betreffen."