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Zusätzlicher Schiedsrichter in der neuen Saison?

Schiedsrichter-Debatte: NFL prüft Option des "Sky Judge"

  • Aktualisiert: 02.03.2019
  • 22:22 Uhr
  • ran.de / Daniel Kugler
Article Image Media
© 2018 Getty Images
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Die nicht geahndete Strafe wegen Pass Interference im NFC Championship Game der New Orleans Saints gegen die Los Angeles Rams sorgte für den regeltechnischen Aufreger der abgelaufenen Saison. Um derartige Fehler in Zukunft vermeiden zu können, prüft die NFL die Ergänzung des Schiedsrichterstabs um einen "Sky Judge". 

München / Indianapolis - Die NFL diskutiert derzeit die Einführung eines zusätzlichen Schiedsrichters. Wie NFL-Vizepräsident Troy Vincent in einem Statement erklärt, hat der Wettbewerbsausschuss der Liga im Rahmen des derzeit stattfindenden Scouting Combine den Beschluss gefasst, das Konzept eines sogenannten "Sky Judge" zu prüfen und zu entwickeln.

Damit reagiert die Liga auf die harsche Kritik an der spielentscheidenden, weil nicht geahndeten Pass Interference im diesjährigen NFC Championship Game zwischen den New Orleans Saints und den Los Angeles Rams, die seit Wochen auf die Verantwortlichen einprasselt.

Konkrete Details über die genaue Rolle und Funktion eines achten Schiedsrichters sind bisher nicht bekannt. Einigkeit herrscht im zuständigen Kommitee laut Informationen von "ESPN" bisher lediglich bei der Handlungsmaxime, durch die Regelergänzung die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen zu reduzieren und offensichtliche Versäumnisse der Unparteiischen in Zukunft revidieren zu können.

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Canadian Football League als Vorbild

Für die Umsetzung des Vorhabens kann die NFL die Canadian Football League als Vergleichsgrundlage nutzen, die seit Jahren auf besagtes Verfahren setzt. Der "Sky Judge" sitzt dort im Pressebereich und ist autorisiert, die Schiedsrichter auf dem Platz zu unterstützen.

Vincent sieht drei Kernkriterien als ausschlaggebend für eine Sinnhaftigkeit eines "Sky Judges" in der NFL: Zunächst sei zu klären, ob der zusätzliche Schiedsrichter in der gesamten Partie eingreifen dürfe oder nur in den letzten fünf Minuten eines Spiels.

Darüber hinaus müsse festgelegt werden, bei welchen Entscheidungen eingegriffen werden darf. Vincent sieht dabei Pass Interferences und Regeln betreffend der Sicherheit der Spieler als am bedeutendsten an.

Abschließend stelle sich die Frage, ob außerhalb der NFL ausreichend qualifizierte Kandidaten für die neue Position verfügbar sind.

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NFL prüft Handlungsspielraum für Regelergänzung

Vincent beschrieb die Überlegungen hinter dem neuen Konzept wie folgt: "Nach dem Abschluss der letzten Saison, die aus sportlicher Sicht phänomenal war, bleibt ein Championship Game in Erinnerung, das den Wettkampf überschattet hat. Ist es an der Zeit? Wie schützen wir uns? Wir müssen verstehen, dass Schiedsrichter auch Fehler machen. Aber wie können wir diese reduzieren?"

Dem zuständigen Komitee gab er folgende Denkanstöße mit auf den Weg: "Ist die Zeit ausschlaggebend? Sagt uns, müssen wir bei der Weiterentwicklung des professionellen Footballs die Mechanismen überprüfen. Befinden sich die Offiziellen am richtigen Platz? Brauchen wir einen Sky Judge? Brauchen wir einen achten oder gar neunten Schiedsrichter? Muss New York (Sitz der NFL-Zentrale, Anm. d. Red.) mehr involviert werden?"

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Franchise-Owner reagieren mit Skepsis

Für die Einführung des zusätzlichen Schiedsrichters bedarf es der Zustimmung von mindestens 24 Teambesitzern der NFL. John Mara, Miteigentümer der New York Giants, sieht die Unterstützung des Vorhabens durch die Owner skeptisch, aber nicht ausgeschlossen: "Das kann sich ändern. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist", wird Mara von "ESPN" zitiert.

Von 24. bis 27. März findet das nächste Treffen der Teambesitzer in Phoenix statt. Nach aktuellem Stand gilt es als unwahrscheinlich, dass bei diesem Termin die mögliche Regeländerung bereits auf der Liste der Tagesordnungspunkte steht. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass über derartig schwerwiegende Regeländerungen zumeist erst im Rahmen der Meetings Ende Mai abgestimmt wird.

Daniel Kugler

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