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Wagner schaltet ab: "Mal nicht so viel Basketball gucken"
Noch einmal genüsslich die Highlights der Machtdemonstration gegen Litauen wälzen? Nein, Franz Wagner hatte für den spielfreien Tag nach dem Einzug ins EM-Achtelfinale andere Pläne. "Auch mal nicht so viel Basketball gucken. Einfach normal leben", habe der NBA-Jungstar am Sonntag vor. Denn der Doppelpack mit zwei klaren Siegen gegen Schweden und die Balten sei "echt schwierig für den Körper" gewesen.
Nach dem tollen 107:88 gegen die Litauer am Samstag hat der Weltmeister zwar das Ticket für die Finalrunde in der lettischen Hauptstadt Riga sicher, aber der Auftrag im finnischen Tampere ist noch nicht erfüllt. "Es ist gut, mit drei Siegen dazustehen. Aber jetzt haben wir noch zwei Spiele, die wir auch gewinnen wollen", sagte Wagner vor dem vorletzten Gruppenspiel am Montag (15.30 Uhr/RTL und MagentaSport) gegen Außenseiter Großbritannien.
Mit Erfolgen gegen die Briten und am Mittwoch (19.30 Uhr) zum Abschluss gegen den Gastgeber wollen die Deutschen Platz eins in Gruppe B klarmachen. Das wäre wichtig, um den schwersten Gegnern aus der Überkreuzgruppe A um Serbien und die Türkei aus dem Weg zu gehen. "Der Job ist noch nicht vorbei", sagte Interimsbundestrainer Alan Ibrahimagic, der in den ersten drei Vorrundenspielen den erkrankten Chefcoach Àlex Mumbrú vertreten hatte.
Viel Lob erhielt derweil Center Daniel Theis, der mit 23 Punkten und sechs Rebounds gegen Litauen sein bisher stärkstes Spiel des Sommers gemacht hatte. Sein Jugendfreund habe "offensiv sehr stark gespielt" und sei "defensiv unser Anker", sagte Kapitän Dennis Schröder. Wagner fügte an: "Wenn er mit dieser Energie spielt, sind wir sehr schwer zu schlagen."