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Walter übernahm im Sommer 2021

Hamburger SV stellt Trainer Tim Walter frei - Steffen Baumgart als Nachfolger gehandelt

  • Aktualisiert: 14.02.2024
  • 10:22 Uhr
  • ran
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Das Kapitel Tim Walter ist beim Hamburger SV Geschichte. Nach dem nächsten Rückschlag im Aufstiegsrennen zog der Klub die Reißleine, als potenzieller Nachfolger gilt Steffen Baumgart.

Rätselhafte Rückschläge, das Ziel Bundesliga erneut in großer Gefahr: Der Hamburger SV hat auf die Achterbahnfahrt im Aufstiegsrennen reagiert und sich von Trainer Tim Walter getrennt.

Dies teilte der HSV drei Tage nach der nächsten spektakulären Heimpleite (3:4 gegen Hannover 96) mit - es war die dritte Niederlage im Volkspark nacheinander.

"Wir sind zur Entscheidung gekommen, dass wir eine Veränderung vollziehen müssen, um unsere Saisonziele nicht zu gefährden", begründete HSV-Sportvorstand Jonas Boldt das Ziehen der Notbremse: "Unsere Leistungsschwankungen in den zurückliegenden Spielen waren zu groß und uns fehlt die volle Überzeugung, dass wir die nötige Balance und Stabilität in unserem Spiel in dieser Konstellation nachhaltig in den nächsten Wochen erreichen werden."

Als Kandidat für die Walter-Nachfolge gilt nach Medienberichten Steffen Baumgart. Der 52-Jährige, der bis Ende 2023 den 1. FC Köln trainierte, ist dem Vernehmen nach bereit für ein Engagement in Hamburg. Schon 2021 galt Baumgart als potenzieller HSV-Trainer, er hatte damals allerdings schon in Köln zugesagt.

"Jeder, der mich kennt, der weiß, dass ich nicht ein halbes Jahr Urlaub machen möchte", sagte Baumgart kürzlich im Podcast "Sechzehner": "Es sei denn, ich werde dazu gezwungen, aber das hoffe ich nicht."

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Nun wird in der Hansestadt zunächst Merlin Polzin das Sagen haben. Der bisherige Co-Trainer soll die Mannschaft auf das Auswärtsspiel am Samstag beim FC Hansa Rostock vorbereiten. Unabhängig von der endgültigen Personalentscheidung ist der Auftrag an den neuen HSV-Coach klar umrissen.

Ob Baumgart, Polzin oder Mister X: Der Neue soll den früheren Bundesliga-Dino im sechsten Anlauf endlich zurück ins deutsche Fußball-Oberhaus führen.

Walter, der seit Frank Pagelsdorf zwischen 1997 und 2001 die längste Zeit auf dem HSV-Schleudersitz "aushielt", wurde genau das nicht mehr zugetraut. Der Baden-Württemberger hatte den Klub im Sommer 2021 übernommen und seitdem zwei Mal den erhofften Aufstieg in der Relegation verpasst.

Walter "hätte gerne weitergemacht"

Nun wurde ihm die erneute Achterbahnfahrt zum Verhängnis. "Ich hätte gerne weiter dazu beigetragen, gemeinsam unser Saisonziel zu erreichen", sagte Walter, der in 103 Spielen im Schnitt 1,82 Punkte pro Partie mit dem HSV holte, geknickt.

Noch in der Winterpause hatte Sportchef Boldt trotz wachsender Kritik an Walter festgehalten. Klub und Trainer verabredeten damals vor dem Rückrundenstart einen "mit verschiedenen Einzelmaßnahmen und konkreten Veränderungen vereinbarten Plan", der allerdings nicht zu signifikanten Verbesserungen führte.

Die Bilanz aus bisher zwei Heimpleiten und zwei Auswärtssiegen 2024 war der HSV-Führung zu wenig, auch die Fans waren nach dem Hannover-Rückschlag auf Distanz zu Walter gegangen.

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HSV: Ein Rückschlag zu viel

Vor allem die Art und Weise der Rückschläge sorgte für Aufsehen. Schon vor dem wilden und ungeordneten Auftritt gegen Hannover hatte der HSV bei seinem ersten Heimspiel in der Rückrunde eine denkwürdige 3:4-Niederlage gegen Karlsruhe kassiert.

Ein 2:1-Sieg in Berlin schien den HSV dann wieder auf Kurs zu bringen. Nun ärgerten sich Boldt und Direktor Profifußball Claus Costa über den erneut fahrigen Aufritt vor den eigenen Fans - und zogen die Reißleine.

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