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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke über das verlorene Meisterschaftsfinale, Edin Terzic und Uli Hoeneß

  • Aktualisiert: 04.06.2023
  • 10:52 Uhr
  • ran.de
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Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat in einem Interview über die verlorene Meisterschaft gegen den FC Bayern gesprochen. Zudem äußerte sich der 63-Jährige zum Thema DFL-Investor und berichtet von einem Gespräch mit FCB-Patron Uli Hoeneß.

Das dramatische Saisonfinale am 34. Bundesliga-Spieltag der kürzlich beendeten Saison hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mächtig zugesetzt, wie er im Interview mit der "Bild am Sonntag" preisgab.

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"Ich glaube, ich habe mich gar nicht wahrgenommen. Am Sonntagmorgen war ich einfach nur dankbar, dass es wieder hell wurde. In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen", erinnert sich Watzke.

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Watzke: Verlorene Meisterschaft "schlimmer" als Wembley 2013

Die verlorene Meisterschaft sei noch "schlimmer" gewesen als die 1:2-Pleite gegen den FC Bayern im Champions-League-Finale 2013: "Natürlich wollten wir damals auch in London gewinnen, aber wir wussten, dass Bayern Favorit ist. Letzte Woche hatten wir hingegen eine Hand schon an der Schale, wir waren Millimeter vorm Ziel, dann...", so der 63-Jährige.

Das 2:1 des FC Bayern in der 89. Minute habe sich angefühlt, "als ob mir jemand ein Messer ins Herz rammt". An den Fans, die die Mannschaft bedingungslos unterstützen, lag es definitiv nicht. "Am Ende hätte ich mich am liebsten bei jedem per Handschlag bedankt", zollt Watzke der Unterstützung im Stadion Respekt: "Das gibt unserer Mannschaft in den nächsten Monaten wieder Kraft."

Uli Hoeneß grinst
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Ein Interview wie die Satzung: Der FC Uli Hoeneß ist zurück

Uli Hoeneß hat sich zu den Ereignissen beim FC Bayern München geäußert und dabei vor allem eines gezeigt: Der Rekordmeister dreht sich weiterhin um seinen Patriarchen. In einem Interview unterstreicht Hoeneß clever seine eigene Bedeutung für den FCB. Doch was bedeutet das für die Zukunft?

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Seine Vermutung, warum es letztlich doch nicht klappte mit dem heiß ersehnten Titel? "Es wurde - natürlich unbewusst - ein unfassbarer Erwartungsdruck von allen Seiten aufgebaut. Offensichtlich konnten einige Spieler, speziell die, die noch nie Meister waren, am Ende mit diesem Druck nicht umgehen. Für sie war das am Ende des Tages vielleicht zu viel. Noch zu viel...", spekuliert der BVB-Boss.

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BVB: Watzke sprach kurz nach verlorener Meisterschaft mit Uli Hoeneß

Auch wenn der Stachel tief saß, erwies sich Watzke nach Abpfiff offenbar als fairer Verlierer. Seine Gratulationen erreichten sowohl Uli Hoeneß, deren Verhältnis sich "in den letzten Jahren deutlich verbessert" habe, als auch Oliver Kahn. Hoeneß habe ihn kurz nach Abpfiff kontaktiert, die Geste empfand er als "sehr wertschätzend".

Zudem habe sich Liverpool-Trainer Jürgen Klopp bei ihm gemeldet: "Vor und nach dem Spiel. Kurz und knackig. Kein 20-minütiges Beileidsgewinsel, weil er genau weiß, wie wir uns fühlen. Und dass man damit am Ende alleine klarkommen muss."

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BVB: Watzke optimistisch für Saison 2023/24

Im Hinblick auf die Saison 2023/24 sieht Watzke seinen BVB gut aufgestellt, spricht von "begründetem Optimismus" für eine erfolgreiche Spielzeit. Eine "überragende Rolle in unserem Gesamtgefüge" nehme dabei Edin Terzic ein. "Er ist ein außergewöhnlicher Trainer, ein wunderbarer Typ und ein absoluter Borusse. Das neue BVB-Gemeinschaftsgefühl hat ganz viel mit ihm zu tun", schwärmt der gebürtige Marsberger.

Eine klare Zielvorgabe schloss Watzke zu diesem frühen Zeitpunkt noch aus, machte aber klar: "Gehen Sie mal davon aus, dass es unser Ziel ist, um den Titel mitzuspielen." Ein "sportlicher Selbstläufer" werde das aber keinesfalls, vielmehr habe Watzke "Respekt vor Mitbewerbern wie Bayern oder Leipzig".

Auch auf den möglichen Einstieg eines Investors in die DFL, über den die Vereine der 1. und 2. Bundesliga kürzlich abstimmten, wurde Watzke angesprochen. Nach dem Votum sorgte er auf einer Pressekonferenz für Aufsehen, stellte seine Aussagen aber nun nochmals klar.

"Ich habe gesagt: Bayern und Dortmund waren in dieser Phase bereit, einen ganz großen Beitrag zur Solidarität in der Liga zu leisten. Und zwar zweifach: Auslandsrechte hätten wir in die zentrale Auslandsvermarktung reingepackt. Unsere Experten beim BVB haben ausgerechnet, dass uns das 10 Mio. Euro gekostet hätte, für Bayern wären es sicher noch mehr gewesen. Wäre es zur Einigung mit einem Investor gekommen, hätten wir uns darauf verständigt, 20 Jahre lang zentral zu vermarkten. Mehr Solidarität geht nicht", verdeutlichte Watzke.

Watzke über Söder: "Beim BVB immer herzlich willkommen"

Und weiter: "Und in diesem Kontext habe ich gesagt: Die Solidaritätsfrage, die muss mir die nächsten Jahre niemand mehr unter die Nase reiben! Das heißt, dass man nicht sagen kann, in der Bundesliga ist es nicht solidarisch. Das war meine Kernaussage - wer das nicht verstanden hat, dem fehlt es entweder an Verständnis, oder er sieht es zu ideologisch."

Neben der Suche nach einem Investor ist auch die Besetzung des Geschäftsführer-Postens in der DFL ein großes Thema. Dass Jan-Christian Dreesen, der beim FC Bayern auf Oliver Kahn folgt, die Stelle nicht bekleiden würde, war Watzke schon länger bekannt. Nun hofft er, die Stelle "im Juli erstklassig nachbesetzen" zu können.

Und auch zu Bayerns-Ministerpräsident Markus Söder, der sich vor einigen Wochen eine Spitze gegen den BVB erlaubte und anschließend zurückruderte, gab Watzke noch ein Statement ab: "Er hat mich sofort nach seinem Spruch angerufen. Politiker sind noch eher in der Versuchung als Fußballer, mal schnell einen Spruch rauszuhauen. [...] Er ist beim BVB immer willkommen."


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