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BundeslIGA

FC Bayern München: Vorstands-Boss Jan-Christian Dreesen über Transfer-Deadline: "Möchte ich so nicht noch einmal erleben"

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Vorstands-Boss Jan-Christian Dreesen stellte der Transfer-Taskforce des FC Bayern München grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus, sieht aber auch ein großes Manko.

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen vom FC Bayern München fordert von Trainer Thomas Tuchel in personellen Dingen gerne "Kreativität". Und diesen Ideenreichtum sieht der CEO auch beim Versuch gefordert, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Fußball-Rekordmeisters zu erhalten.

SV Darmstadt 98 vs. FC Bayern München: Alle Informationen zum nächsten Bundesligaspiel hier.

"Wir müssen uns heute noch mehr anstrengen, um ganz oben mitzuspielen", sagte Dreesen dem Münchner "Merkur"/"tz": "Dabei ist Einfallsreichtum gefragt, um in diesem internationalen Wettbewerb, bei dem Geld eine gewichtige Rolle spielt, weiter Bestand haben zu können." Er warnte: "Wir müssen aktiv sein, Partner finden, selber über mediale Vermarktungspotenziale nachdenken. Denn sonst verlieren wir den Anschluss."

In Sachen Transfers stellte der 56-Jährige dem Rekordmeister für den Sommer ein gutes Zeugnis aus. Nach der Freistellung von Vorstandschef Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic nach dem 34. Spieltag der vergangenen Saison hatte der Klub eine Taskforce eingerichtet.

"Diese Taskforce hat sehr viele sehr gute Sachen gemacht, beim Kaufen und beim Verkaufen. Sie wurde in einer Situation geschaffen, als wir keinen Sportdirektor hatten", betonte Dreesen.

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Das siebenköpfige Gremium bestand aus Trainer Tuchel, Ehrenpräsident Uli Hoeneß, Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Herbert Hainer, Kader-Planer Marco Neppe, Finanz-Vorstand Dr. Michael Diederich und Dreesen selbst und gestalte kommissarisch den Münchner Kader für die neue Saison.

Alles erhoffte sollte der Taskforce dann aber doch nicht gelingen.

Dreesen kritisiert Münchner Transfer-Chaos zur Deadline

"Es ist klar, dass ich die letzten zwei Tage vor Transferschluss so nicht noch einmal erleben möchte. Das war nicht vergnügungssteuerpflichtig und es war vor allem sehr ärgerlich. Trotzdem müssen wir jetzt damit umgehen", schränkte Dreesen ein.

Damit spricht der Vorstands-Boss den gescheiterten Versuch an, mit Transferschluss auf Trainerwunsch noch einen flexibel einsetzbaren Verteidiger sowie einen defensiven Mittelfeldspieler zu verpflichten. Mit Ablauf der Transferfrist scheiterte etwa der Transfer von Sechser Joao Palhinha vom FC Fulham.

Der Portugiese hatte sogar schon den Medizincheck bei den Münchnern absolviert. Allerdings fanden die Londoner kurzfristig keinen Ersatz mehr für den 28-Jährigen und ließen den Transfer auf der Zielgeraden noch platzen.

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"Absoluter Quatsch!" Tuchel äußert sich zu schlimmen Vorwürfen

Dreesen kann der Situation, dass Tuchel durch die ausgebliebenen Verstärkungen mit seinem zur Verfügung stehenden Kader kreativ werden muss, aber durchaus etwas Positives abgewinnen: "Wenn wir uns mal zurückerinnern an Louis van Gaal: Da sind junge Talente rausgekommen. Den Bogen sollte man also genau von da aus spannen – Thomas und ich tauschen uns in einem wirklich guten Miteinander aus, wir haben eine stabile Vertrauensbasis."

Und weiter: "Wir haben im Moment in der Abwehr eine Sondersituation, die nicht vorhersehbar war. Natürlich stößt der Kader im Falle von Verletzungen an gewisse Grenzen. Aber solche Situationen sind gemacht für die jungen Talente. Erinnern wir uns an Alphonso Davies, der David Alaba auf links ersetzte! Erinnern wir uns an Jamal Musiala, der reinkam, als Philippe Coutinho, Thiago und Serge Gnabry verletzt waren! Jetzt bekommen Frans Krätzig und Aleksandar Pavlovic ihre Chancen, und das sind auch die Geschichten, die wir als Klub schreiben wollen."

Erst kürzlich debütierte der 19-jährige defensive Mittelfeldspieler Pavlovic im Bundesligaspiel gegen SV Darmstadt 98 und konnte im Spitzenspiel gegen den BVB nach Einwechslung einen Treffer vorbereiten. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (ab 15:30 Uhr im Liveticker) soll der Youngster wohl sein Startelfdebüt feiern.

FC Bayern muss laut Dreesen neue Wege gehen

Aktuell sieht Dreesen den FC Bayern im Kreis der "europäischen Top-Fünf – und ich glaube, das gilt auch noch in zehn Jahren". Egal, mit wem man aus dem Weltfußball rede: "Jeder spricht mit großem Respekt über den FC Bayern. Das ist ein Verdienst, den sich der Verein über Generationen aufgebaut und an dem jeder seinen Beitrag hat."

Allerdings müsse der Klub seinen internationalen Einfluss auch weiter ausüben. "Wir wollen unsere Idee, unser Selbstverständnis nutzen für einen Fußball, der auch in Zukunft nicht ausschließlich investoren- oder kommerzbestimmt ist. Da geht es um finanzielle Solidität und Unabhängigkeit", sagte Dreesen.

Weil die Bundesliga im Allgemeinen und der FC Bayern im Besonderen im Vergleich etwa zur englischen Premier League und den dortigen Größen aber wenig TV-Geld einnehme, "müssen wir eben neue Wege finden", sagte Dreesen. Hier sei das Feld "klein".

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