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TV-Gelder: Sechs Bundesliga-Klubs gehen Bündnis für Neuverteilung ein

  • Aktualisiert: 30.03.2016
  • 15:46 Uhr
  • ran.de / SID
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© 2016 Getty Images
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Sechs Bundesliga-Klubs schließen sich zu einem Bündnis zusammen und wollen mehr Gerechtigkeit in der Verteilung der TV-Gelder. Damit soll es Klubs wie Wolfsburg an den Kragen gehen.

Hamburg - Vierter gegen Sechster, es geht um Platz drei, die direkte Champions-League-Qualifikation. Topspiel am Samstagabend. Und dann?

Dann ist das Stadion nicht einmal ausverkauft. 30.000 Plätze fasst die Volkswagen Arena, zum Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen am 11. Spieltag finden sich aber gerade einmal etwas mehr als 28.000 Fans ein.

Wolfsburg und Leverkusen - beide Klubs leiden unter ihrem Image. Keine Traditionsvereine, fehlendes Fan-Interesse. Im Vergleich mit den Bundesliga-Urgesteinen fallen sie ab.

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Traditionsklubs vereinen sich

Und dies wollen die Traditionsklubs nutzen. Sechs dieser Vereine haben sich nun zu einem Bündnis zusammengeschlossen und wollen mehr Gerechtigkeit in der Verteilung der Fußball-TV-Gelder erreichen.

Nach Informationen der "Sport Bild" organisieren sich Bundesliga-Dino Hamburger SV, der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Werder Bremen, der VfB Stuttgart und Hertha BSC künftig im "Team Marktwert".

Das Bündnis will offenbar auf Bitten der Deutschen Fußball Liga (DFL) objektive Kriterien erarbeiten, die ausdrücken, welche Klubs am meisten zur Marke Bundesliga beitragen. Bereits seit einigen Monaten wird in der Liga über eine Profifußball-Reform speziell bei der Verteilung der TV-Gelder diskutiert.

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Mehr Geld für höhere Quoten

"Die Tabellenposition ist nur ein Kriterium von vielen, das eine Rolle dafür spielt, wie attraktiv ein Spiel für Fans und damit TV-Sender ist", sagte VfB-Präsident Bernd Wahler. Er setzt sich dafür ein, dass die Traditionsklubs höhere TV-Quoten und Zuschauerzahlen erzielen als Vereine wie eben Wolfsburg und Leverkusen. Dafür soll eine Belohnung erfolgen. 

"Wer den Wert eines Produktes steigert, weil er viel mehr Fans und Anhänger hat - der sollte bei der Verteilung der Einnahmen auch entsprechend berücksichtigt werden. Alles andere wäre ungerecht", betonte Wahler. Der Marktwert soll durch Faktoren wie TV-Reichweite, Social-Media-Relevanz, Mitgliederzahlen oder Zahl der Auswärtsfans ermittelt werden. 

Bisher gibt der sportliche Erfolg den Ausschlag, wie viel Geld jeder Klub aus 35 Prozent der TV-Einnahmen erhält. 65 Prozent werden paritätisch unter den 18 Mannschaften gesplittet. Nach Saisonende will die Gruppe ihre Kriterien vorstellen.

Nächstes Beispiel am Freitag

Am Freitag kann sich das Sextett wieder von der Attraktivität von Wolfsburg und Leverkusen überzeugen. Dann empfängt Bayer die Wolfsburger zum Rückrundenspiel.

Die Traditionsklubs werden genauestens auf die Zuschauerzahlen im Stadion und die TV-Quote achten. Und die Zahlen der DFL präsentieren.


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