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Leichtathletik

Leichtathletik - Führungsauto biegt falsch ab: Kurz vor dem Ziel kostet es Jessica McClain den Sieg

  • Veröffentlicht: 03.03.2026
  • 11:56 Uhr
  • Anne Malin

Jessica McClain führt bei den US-Halbmarathon-Meisterschaften in Atlanta mit Abstand, doch drei Kilometer vor dem Ziel ereignet sich der Super-GAU: Sie biegt unverschuldet falsch ab und verliert nicht nur Gold und damit 20.000 US-Dollar, sondern gefährdet auch ihre WM-Qualifikation.

Das Ziel war für die amerikanische Mittelstreckenläuferin Jessica McClain schon fast in Sicht, als das Halbmarathon-Führungsfahrzeug an einer Kreuzung falsch abbog. Auch das Verfolgerduo, bestehend aus Emma Grace Hurley und Ednah Kurgat, wurde somit auf den falschen Weg geleitet. Neben einem Preisgeld von 20.000 US-Dollar diente das Rennen zudem als Qualifikation für die Straßenlauf-Weltmeisterschaften 2026.

Molly Born, die davor über eine Minute hinter den Top drei zurücklag, gewann daraufhin das Rennen, während McClain, Hurley und Kurgat jeweils auf Platz neun, zwölf und dreizehn ins Ziel kamen.

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Wie kann sowas einem Lauf-Routinier passieren?

Laut Regelwerk des Rennens ist jede Läuferin selbst dafür verantwortlich, die Route richtig zu kennen. Der ehemalige britische Langstreckenläufer Tim Hutchings erklärte, wie es zu so einem Fehler kommen kann: "Wenn man mitten im Wettkampfgeschehen ist, sieht man nichts, man hat den Kopf gesenkt und konzentriert sich voll und ganz auf die anstehende Aufgabe. Man hört nicht unbedingt auf Leute, die einen von hinten anschreien. Man überprüft nicht, ob man noch auf Kurs ist. Man folgt einfach dem Führungsfahrzeug."

Der nationale Dachverband äußerte sich in einem Statement: "Die Berufungsjury stellte fest, dass die Strecke an der Stelle der Fehlleitung nicht ausreichend markiert war. Dieser Verstoß trug dazu bei, dass die Athleten, die zum Zeitpunkt der Fehlleitung unter den ersten vier lagen, eine falsche Richtung einschlugen."

Trotzdem seien die Platzierungen final und würden so verbleiben. In Bezug auf die Qualifikation für die Straßenlauf-Weltmeisterschaften werde die Fehlleitung allerdings berücksichtigt werden.

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McCain muss die Folgen tragen

"Das ist für alle Beteiligten echt Mist. Ich finde es einfach nur schrecklich, dass immer die Sportler die Zeche zahlen müssen", schrieb Jessica McClain nach dem Rennen auf Instagram. Online vermerkten einige User, dass Profis den Weg eben auswendig kennen müssten.

Viele andere verteidigten die Sportlerinnen allerdings: "Der Halbmarathon hat mehr als 30 Kurven und Kreuzungen. Herzlichen Glückwunsch an den, der sich das alles merken kann."

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