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Mirko Bortolotti: Der Zlatan Ibrahimovic der DTM

  • Aktualisiert: 23.08.2023
  • 15:43 Uhr
  • Mike Stiefelhagen
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Mirko Bortolotti polarisiert. Der SSR-Pilot spaltet das Fahrerlager, so wie die DTM-Fans. Doch der aktuelle Erfolg des Meisterschaftsführenden sorgt für einen positiven Trend. Der Ibrahimovic-Effekt beginnt.

von Mike Stiefelhagen

Mirko Bortolotti ist kontrovers. Und spaltet die DTM (live auf ProSieben, Joyn, ran.de und in der ran-App).

"Nächste Frage" antwortete Audi-Pilot Kelvin van der Linde, auf Mirko Bortolotti angesprochen, "Bad Boy" entgegnete hingegen Porsche-Fahrer Tim Heinemann, "mein größter Rivale", sagte Manthey-Fahrer Thomas Preining.

"Unsympathischster Fahrer" kommentierten einige ran__racing-Fans unter den Beiträgen mit dem Italiener. "Viele," war Bortolottis prägnante Antwort auf die Fragen nach "Hatern".

Der Fahrer von SSR Performance ist in seinem zweiten DTM-Jahr und bereits in aller Munde.

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Warum ist Bortolotti so unbeliebt?

Aber was macht Bortolotti so unbeliebt? In Interviews gibt er sich gerne kurz angebunden, antwortet knapp und lächelt wirklich nur, wenn es einen Grund gibt. Reporter laufen Gefahr, bei ihm aufzulaufen.

Seine Außendarstellung sorgt nicht bei jedem auf Freude. Viele werfen ihm vor, ein Image vorgeben zu wollen.

Angesprochen auf sein Duell mit Kelvin van der Linde am Samstag, über den er sich am Funk laut beschwerte, sagte er in sämtliche Kameras: "Kein Kommentar".

Und wenn Bortolotti etwas kommentiert, dann auch gerne mit einem scharfen Spruch: "Andere reden bei Social Media, ich gebe die Antwort auf der Strecke," sagte er bei ran-Reporter Mike Stiefelhagen in der Mixed Zone nach seiner fantastischen Pole Position im Qualifying am Sonntag.

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Mirko Bortolotti und der Ibrahimovic-Effekt

Doch es ist ein Wandel zu erkennen. Der Ibrahimovic-Effekt tritt ein. Der schwedische Fußballer hatte es zu Beginn seiner Karriere mit vielen Kritikern zu tun und zeigte sich ebenfalls oft schroff. Doch mit dem sich einstellenden Erfolg und tollen Spielen, stieg die Anzahl seiner Fans und seine Sprüche und seine Art wurden kultig. 

Es sind Parallelen zu Mirko Bortolotti zu erkennen. Was wäre ein Bortolotti oder Ibrahimovic, wenn beide Phrasen ohne Ende posaunen, aber keine Leistung dahintersteht? 

Mit 138 Punkten führt er nach einem erfolgreichen Lausitzring-Wochenende die Fahrerwertung an. Er sammelte 50 Punkte, so eine gute Ausbeute konnte noch kein Fahrer an einem Wochenende vorweisen. 

Und sofort werden die Aussagen über ihn positiver: "Mirko Bortolotti ist mein Favorit", sagte unter anderem Formel1-Kommentator Sascha Roos über seinen Meisterschaftstipp. "Ehrenmann," "mein Lieblingsfahrer,", "ich liebe diesen Typen, kurz mal die Hater mundtot gemacht," "er ist ein Racer und keiner der Reden schwingt," "sau geil der Typ, andere jammern rum und er schlägt sie mit den eigenen Waffen," sind mehrere Kommentare der DTM-Fans im Netz. 

"Warmduscher" Bortolotti bleibt eiskalt

Abt-Pilot Kelvin van der Linde nannte Bortolotti einen "Warmduscher". Doch egal, wie man Bortolotti nennt oder ob man ihn mag oder nicht mag. Er liefert ab.

Viele behaupten, er würde unfreundlich in Interviews wirken. Auf der anderen Seite vergessen viele, dass er nie ein schlechtes Wort über sein Team verliert, auch wenn mal ein Boxenstopp daneben geht. Die Leute, die er mag, behandelt Bortolotti gut, die Anderen behandelt er gleichgültig oder desinteressiert. Seinen Respekt verliert er dabei nie. Das kann man gut oder schlecht finden.

Aber im Paddock zeigt er sich fannah, macht Fotos und nimmt sich auch die Zeit, ohne Kamera mit Menschen zu sprechen. Vor der Kamera mag er ab und zu speziell sein, aber auch das ist jedem selbst überlassen.

Was am Ende zählt, ist die Leistung. Und momentan ist der Ibrahimovic der DTM auf dem ersten Platz. Beim nächsten Rennen am Sachsenring (live auf ProSieben, Joyn und ran.de) ist er dann mal der Gejagte.

Aber was mag ein zlatanesker Bortolotti mehr, als wenn alle Scheinwerfer auf ihn gerichtet sind?

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