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Olympia 2026 in Mailand und Cortina

Olympia: "Rekord-Tobis" rasen zu Gold mit der Teamstaffel

  • Aktualisiert: 12.02.2026
  • 19:21 Uhr
  • SID

Die deutschen Rennrodler haben ihre Festspiele in Cortina mit dem dritten Olympiasieg gekrönt. Tobias Wendl und Tobias Arlt schreiben Geschichte.

Nach ihrer Triumphfahrt in die Geschichtsbücher gaben Tobias Wendl und Tobias Arlt siegestrunken den Startschuss für eine Nacht im Goldrausch. "Unvorstellbar, einfach geil", sagte Wendl dem "SID".

"Alles für das Team, richtig geil. Jetzt geht es ans Feiern!" Und wie: "Heute nur Bier", rief Max Langenhan, "heute nur Aperol", fügte Julia Taubitz glückselig hinzu und schrie in die Kamera des "ZDF": "Wir nehmen heute das Deutsche Haus auseinander, jaaaa!"

Gemeinsam waren sie in der Teamstaffel zum dritten deutschen Olympiasieg der Rodelwettbewerbe von Cortina gerast, gemeinsam lauschten sie auf dem Podium ergriffen den Klängen der Nationalhymne.

Für Wendl/Arlt, die "Rekord-Tobis", war es das siebte Gold ihrer Karriere, mit der Bronzemedaille vom Doppelsitzer-Wettbewerb am Mittwoch stiegen sie zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken auf.

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Felix Loch: "Einfach sensationell. Hut ab"

"Was für eine grandiose Leistung! Herzlichen Glückwunsch an Tobi Wendl und Tobi Arlt zu dieser Lebensleistung", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: "Die gesamte Mannschaft verneigt sich vor euch."

Auch Ski-Ass Emma Aicher, die an den Eiskanal gekommen war, um die Schlitten-Legenden zu ehren, und Felix Loch. "Einfach sensationell. Hut ab", sagte der Rodel-Altmeister.

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Olympia-Aus für Ukrainer: IOC-Chefin bricht in Tränen aus

Dajana Eitberger und Magdalena Matschina, die Silber bei der Premiere des Frauendoppels gewonnen hatten, schlugen zum finalen Triumph an. Wendl/Arlt, die sich zuvor gemeinsam mit Natalie Geisenberger (6xGold, 1xBronze) an die Spitze der Rekordliste gesetzt hatten, lassen ihre frühere Teamkollegin nun hinter sich.

"Sie haben noch einmal vier Jahre lang hart gearbeitet und wieder performt. Bei Olympischen Spielen sind die Tobis halt da. Das ist anscheinend ein Gesetz", sagte Geisenberger bei Eurosport.

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Wendl und Arlt bei allen vier Teamstaffel-Erfolgen dabei

"Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist", hatte Arlt vor der Staffel gesagt - und dann Vollgas gegeben.

In einem packenden Rennen setzten sich die deutschen Rodler souverän vor Österreich (+0,542 Sekunden) und Italien (+0,849) durch und unterstrichen ihre Ausnahmestellung als Medaillenlieferant für das Team Deutschland: Im fünften Rennen konnten sich die BSD-Athleten über die fünfte Medaille freuen.

In den kommenden Tagen sollen die Skeletonis und die traditionell ebenfalls starken Bob-Pilotinnen und Bob-Piloten nachlegen.

Olympia 2026: Schuhplattler! Magdalena Matschina feiert wilde Silber-Party

Stunden nach den aufwühlenden Ereignissen um den disqualifizierten ukrainischen Skeletonsportler Wladyslaw Heraskewytsch spielte die Sportpolitik noch immer eine Rolle im Cortina Sliding Centre. Heraskewytschs Landsleute knieten vor ihrer Staffel nieder und reckten ihre Helme in den Himmel. Eine Geste der Solidarität und ein Zeichen an das IOC.

Die deutschen Rodler hingegen durften feiern, nachdem sie ihre Euphorie mit Blick auf die Staffel in den vergangenen Tagen gebremst hatten. Taubitz gab nach ihrem emotionalen Olympiasieg am Dienstag nur "ein bisschen Halbgas", kündigte die große Sause aber schon an.

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Wendl und Arlt bei allen Teamstaffel-Erfolgen dabei

Auch Einsitzer-König Langenhan und Eitberger/Matschina, Silbermedaillengewinnerinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer, können die Party-Handbremse nun lösen.

Das gilt natürlich auch für Wendl und Arlt. Die 38-Jährigen gehören spätestens jetzt zu den ganz Großen des deutschen Sports, auch wenn sie am Mittwoch bei Olympia erstmals geschlagen wurden.

Das Duo war bei allen vier Teamstaffel-Erfolgen dabei, holte zudem Gold im Doppel in Sotschi, Pyeongchang und Peking. Für Langenhan und Taubitz ist es jeweils die zweite Goldmedaille bei Olympischen Spielen, für Eitberger und Matschina eine Premiere.

Und auch die Zukunft des deutschen Rodelns erscheint golden, obwohl die Konkurrenz aus Österreich und Italien aufgeholt hat: Langenhan ist mit 26 Jahren im besten Sportleralter, Taubitz will "noch ein paar Jahre" dranhängen. Und auch die zwei "Tobis" hatten zuletzt noch keinen Gedanken an ein Karriereende verschwendet.

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