Olympische Winterspiele 2026
Olympia 2026: Geiger und Co. nach Absturz wieder ohne Medaille in Nordischer Kombination
Die deutschen Kombinierer um Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger sind nach einem Absturz auf der Schanze auch im zweiten Wettkampf der Winterspiele ohne Medaille geblieben.
Vinzenz Geiger stürmte mit Wut im Bauch durch die Loipe, Johannes Rydzek kämpfte wie ein Löwe, aber es half nichts: Nach einem bösen Absturz auf der Schanze haben die deutschen Kombinierer auch im zweiten Wettkampf der Winterspiele die erhoffte Medaille verpasst. "Das ist frustrierend. Auf der Schanze war es einfach zu schlecht", sagte Peking-Olympiasieger Geiger.
Während der Norweger Jens Luraas Oftebro erneut Gold holte, sorgte Geiger als Neunter für das beste deutsche Ergebnis. Zum Podest fehlte aber mehr als eine Minute. Auch Routinier Rydzek (10.) und der viermalige WM-Zweite Julian Schmid (12.) machten im Langlauf Boden gut, doch erstmals seit 2010 blieben die einstigen "Dominierer" bei Winterspielen ohne Einzelmedaille.
Erstmals seit 2010 keine Medaille
Bei perfekten Bedingungen in der Loipe war die Hypothek des verpatzten Springens zu groß. "Die Medaillenplätze sind leider vergeben. Ob ich 30. werde oder Vierter, spielt bei Olympia kein Rolle", sagte Geiger schon vor dem Start. Der 34 Jahre alte Rydzek, 2018 erster deutscher Olympiasieger von der Großschanze, fasste seinen letzten Einzelwettkampf bei Olympia kurz und knapp zusammen: "Schade Marmelade".
Alle drei Oberstdorfer hatten sich mehr als eine Minute Rückstand eingehandelt. "Es war grottenschlecht. Es ist uns nicht gelungen, uns auf die Schanze einzustellen, den anderen aber schon. Jetzt haben wir die saubere Quittung bekommen", sagte Schmid, der nach dem Springen nur auf Rang 16 gelegen hatte.
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Sogar noch dahinter lag Geiger, der nach einem Sprung auf nur 120,5 m 1:43 Minuten aufholen musste. "Ich bin ein positiver Mensch - aber da ist nichts mehr schönzureden", sagte der 28-Jährige. Ein Coup wie in Peking, als Geiger 1:26 Minuten wettmachte und noch zu Gold stürmte, war diesmal nicht drin - auch, weil die Konkurrenz zu stark war.
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DSV-Team: Eine Medaillen-Chance bleibt
Das galt vor allem für Topfavorit Oftebro, der wie in der Vorwoche den Österreicher Johannes Lamparter auf Rang zwei (+5,9 Sekunden) verwies. Bronze ging an Ilkka Herola aus Finnland (+14,8). Oftebro schaffte damit ein seltenes Kunststück: Zwei Einzel-Goldmedaillen in einem Jahr hatte vor ihm nur der Finne Samppa Lajunen (2002) gewonnen.
Auf das Team von Bundestrainer Eric Frenzel wartet am Donnerstag noch eine letzte Medaillenchance. Im Teamsprint ist eine Medaille Pflicht, Winterspiele ohne jedes Edelmetall hatten die DSV-Kombinierer zuletzt 1998 erlebt. Der Wettkampf könnte gleichzeitig ein Abschied für immer werden - noch ist offen, ob die traditionsreiche Sportart 2030 zum Programm gehören wird.