Australian Open
Australian Open: "Anhängerin eines brutalen Diktators" - schwere Vorwürfe gegen Aryna Sabalenka
- Veröffentlicht: 25.01.2026
- 22:29 Uhr
- ran.de
Erneut attackiert die ukrainische Tennisspielerin Oleksandra Oliynikova die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka.
Sportlich läuft es bei Aryna Sabalenka nach wie vor prächtig.
Die Belarussin ist überlegene Weltranglistenerste und auch bei den Australian Open nach dem 6:1, 7:6 gegen den kanadischen Shooting-Star Victoria Mboko (19) bereits im Viertelfinale.
Doch die moralischen Vorwürfe gegen Sabalenka wegen ihrer Rolle rund um den Ukraine-Krieg reißen nicht ab. Wieder ist es die Ukrainerin Oleksandra Oliynikova, die mit dem Verhalten der 27-Jährigen nicht einverstanden ist.
Australian Open: Das ist die Kritik an Sabalenka
Anlass ist ein neuer Sponsoring-Vertrag Sabalenkas mit der Modemarke Gucci, der Oliynikova zur Weißglut bringt.
"Eine Anhängerin eines blutrünstigen Diktators wird zur Markenbotschafterin einer Topmarke. Was ist nur los mit dieser Welt? Und ab welchem Zeitpunkt begannen die Menschen, kraftvolle Aufschläge und Vorhände höher zu bewerten als zerstörte Leben?", schreibt die 25-Jährige auf Instagram.
Oliynikova wünscht sich eine glaubwürdige Distanzierung Sabalenkas vom belarusisschen Diktator Alexander Lukaschenko.
Sie selbst spricht regelmäßig über den Ukraine-Krieg. "Ich habe weder Strom, noch Wasser und Heizung. In der Nacht vor der Abreise nach Australien war ich zu Hause, da schlug in der Nachbarschaft eine Rakete ein. Meine ganze Wohnung wackelte“, beschrieb sie am Dienstag emotional die furchtbaren Verhältnisse in Kiew.
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Was ist an dem Vorwurf von Oliynikova dran?
Angesprochen auf die Vorwürfe der Ukrainerin, bleibt Sabalenka sehr vage: "Ich respektiere, dass jeder seine Meinung haben und seine Plattformen nutzen darf. Ich habe bereits deutlich gemacht, dass ich für Frieden bin. Daran hat sich nichts geändert. Mehr kann ich dazu nicht sagen“, so die viermalige Grand-Slam-Siegerin.
Das reicht Oliynikova nicht. Was fehlt ist eine konkrete Kritik an den Taten Lukaschenkos, der mit Putin in der Ukraine gemeinsame Sache macht. Zumal Sabalenka 2020, also zumindest vor dem Ukraine-Krieg, noch einen Aufruf des belarussischen Diktators Lukaschenko unterschrieben hatte - eine Distanzierung wäre also umso nötiger.
Doch Sabalenka will sich nicht zu Lukaschenko äußern , das stellte sie nach ihrem Erstrundenerfolg bei den Australian Open selbst klar: "Wenn ich etwas ändern könnte, würde ich das auf jeden Fall tun. Ich bin aber wegen Tennis hier und will nicht über Politik reden.“