Aaron Donkor kämpft um einen Platz in der NFL. - Bildquelle: Instagram @aarondonkorAaron Donkor kämpft um einen Platz in der NFL. © Instagram @aarondonkor

München - Aaron Donkor klopft an die Tür der NFL. Der 26-Jährige ist 2021 einer von elf Spielern aus aller Welt, die sich über das International Pathway Program ihren Traum von der größten aller Football-Bühnen erfüllen wollen.

In einer Presserunde, an der auch ran teilnahm, spricht der Linebacker über sein Lieblingsteam, Tipps von Jakob Johnson und Chris Ezeala und ein mögliches NFL-Spiel in Deutschland.

Aaron Donkor über ...

... die kommenden Wochen: "Wir werden am 10. April in die USA fliegen. Ich persönlich gehe nach Arkansas State, dort habe ich eine Gastfamilie, die mir sehr nahe steht. Im Mai, nach dem Draft, werden wir auf die Teams verteilt. Und eine Woche später fangen dann die OTAs an, da will ich mich empfehlen."

... seine Position: "Ich bin mittlerweile als Linebacker unterwegs, aber ich bringe trotzdem die Pass-Rush-Voraussetzungen zum Blitzen mit - und die will ich im Team auch einbringen."

... seine deutschen "Vorgänger" im IPP: "Ich bin in Kontakt mit Jakob und Chris. Die haben mir sofort geschrieben, als sie herausgefunden haben, dass ich in diesem Programm bin. In den Gesprächen mit ihnen versuche ich, so viel wie möglich an Insider-Infos zu bekommen. Sie haben mir sehr geholfen, ich lerne aus ihrem Weg. Und eines Tages hoffe ich, dass ich für die, die hinter mir kommen, eine Ressource sein kann. Für diese Kultur des gegenseitigen Helfens bin ich sehr dankbar."

... sein Vorbild: "Man kann sich natürlich von jedem ein bisschen was abgucken - wer ist gut in der Passverteidigung, wer gegen den Lauf? Wen ich wirklich sehr mag, ist Devin White von den Buccaneers. Er ist extrem gut im Pass Rush, super schnell von Seitenlinie zu Seitenlinie. Wir sind gleich groß - und ich würde fast behaupten, auch gleich schnell. Von ihm schaue ich mir sehr viel ab."

... sein favorisiertes Team: "Die Bucs haben natürlich ein krasses Team, ein Championship-Team, da könnte ich mir von Devin etwas abgucken (lacht). Aber ich weiß nicht, warum - ich finde die Rams ganz schön. Aber das liegt nicht in meinen Händen. Ich vertraue da Gott, dass er mich an den richtigen Ort bringt und dass es funktioniert."

... seinen sportlichen Werdegang: "Ich habe - wie jeder Junge in Deutschland - auch mal Fußball gespielt (lacht), bis ich so 13, 14 war. Aber ich war halt einfach nur schnell, das hat dann nur bis zu einem gewissen Alter gereicht. Mein Bruder ist auch schnell, aber der kann auch noch Fußball spielen (Aarons Bruder Anton ist Profi beim SV Waldhof Mannheim, Anm. d. Red.).

Meine Heimatstadt Göttingen ist aber auch sehr Basketball-affin, also habe ich damit angefangen und wollte irgendwann ans College. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass meine athletischen Fähigkeiten viel besser zum Football passen. Ich bin von 85 Kilo auf 105 Kilo rauf, habe sehr viel trainiert, und hier bin ich."

... ein mögliches NFL-Spiel in Deutschland: "Das wäre echt super, wenn das klappt. Ich habe mich mit meinen IPP-Kollegen aus Österreich unterhalten, die wünschen sich das Spiel natürlich in München, weil da der Weg nicht so weit ist (lacht). Es wäre ein Traum, wenn ich da dabei sein könnte. Aber auch für die deutsche Fankultur, für den deutschen Football wäre das extrem schön. Ich freue mich darauf, ich glaube, das wird bald passieren."

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