- Bildquelle: 2018 Getty Images © 2018 Getty Images

München - Bayern München hat dank Doppelpacker Robert Lewandowski einen Riesenschritt in Richtung Achtelfinale der Champions League gemacht und Trainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund eine kleine Atempause verschafft. Das mühevolle und glanzlose 2:0 (1:0) des deutschen Fußball-Rekordmeisters gegen AEK Athen reichte zwar für Platz eins in Gruppe E, machte aber angesichts erneuter Schwächen wenig Hoffnung auf eine Leistungsexplosion am Samstag.

Torjäger Lewandowski erlöste die lange Zeit behäbigen und spielerisch abermals kaum überzeugenden Münchner mit seinen Toren Nummer drei und vier in der Königsklasse (31., Foulelfmeter und 71.). In der zweiten Halbzeit verdienten sich die Bayern den ersten Heimsieg nach vier enttäuschenden Auftritten vor eigenem Publikum mit etwas zielstrebigerem Spiel. 

Spielwitz und Esprit fehlen

Vor 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena zeigten die Kovac-Elf vor allem in der ersten halben Stunde erneut große Schwächen. Keine Geistesblitze, kein Spielwitz oder Esprit, dazu Fehler im Stellungsspiel und in der Rückwärtsbewegung - kurz: Fußball zum Abgewöhnen.

Da passte es ins Bild, dass die mit ihrer Fünferkette hauptsächlich auf defensive Absicherung bedachten Gäste die erste Gelegenheit hatten. Vasilis Lampropoulos köpfte nach einer Ecke knapp neben das Tor (5.). Die Bayern antworteten mit einem Kopfball von Leon Goretzka (7.). Der Nationalspieler war einer von fünf Neuen in der Startelf, auch Thomas Müller durfte trotz Instagram-Affäre beginnen.

Bayern-Spiel leicht zu durchschauen

Doch die Veränderungen brachten nicht den erhofften Schwung. Auch die von Kovac vor dem Spiel bei "Sky" ausgegebene Marschroute, sein Team müsse mehr Spieler in den gegnerischen Strafraum bringen, wurde viel zu selten umgesetzt. Das Bayern-Spiel war viel zu leicht zu durchschauen, die AEK-Abwehr kam kaum in Verlegenheit.

Und so benötigten die Münchner griechische Hilfe zur Führung. Abwehrspieler Uros Cosic hielt Lewandowski bei einer Ecke fest, Schiedsrichter Matej Jug (Slowenien) zeigte nach einem Hinweis des Torrichters auf den Punkt. Lewandowski verwandelte sicher rechts oben. Doch das 1:0 gab den Bayern kaum Auftrieb. Bis zur Pause gab es lediglich noch einen gelungenen Angriff, doch Müllers Schuss wurde abgeblockt (37.).

Chancen durch Athener Unkonzentriertheiten

Wer zu Wiederbeginn als Reaktion auf die dürftige Leistung einen Wechsel von Kovac erwartet hatte, sah sich getäuscht. Und auch am Spiel des Rekordmeisters änderte sich wenig. Weil sich jedoch bei Athen mit zunehmender Dauer Unkonzentriertheiten einschlichen, kamen die Bayern jetzt endlich zu Chancen.

Goretzka (55.) vergab nach guter Flanke von Joshua Kimmich, der nach seiner schwachen Darbietung als Sechser gegen Freiburg wieder rechts hinten spielte. Lewandowski (61.) schoss freistehend Torwart Vassilis Barkas an, der auch einen Freistoß von David Alaba (65.) parierte. Machtlos war Barkas nach einer Kimmich-Ecke gegen Lewandowski, der am langen Pfosten zum 2:0 vollstreckte.

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