Champions League

Achtelfinale in der Champions League 2017/18

Reals Endspiele gegen PSG: Trainer Zidane bangt um seinen Job

Seit Monaten steckt Real Madrid in der Krise. Im Meisterschaftsrennen sind die "Königlichen" abgeschlagen, nur die erneute Titelverteidigung in der Champions League würde Schadensbegrenzung bedeuten. Schon im Achtelfinale wartet nun Paris Saint-Germain. Zidanes letzte Chance? (Highlights der Partie der spanischen Primera Division zwischen Betis Sevilla und Real Madrid gibt es am Sonntag im TV ab 23:30 Uhr in MAXXsports. ran am Sonntag auf ProSieben MAXX)

14.02.2018 18:50 Uhr / ran.de / Victoria Kunzmann
Zinedine Zidane
Gegen PSG muss Real liefern. Ein Champions-League-Aus könnte Trainer Zinedine Zidane den Job kosten. © 2017 Getty Images

Madrid - Der Henkelpott ist nun die einzige Trophäe, die zählt. Real Madrid steckt tief in der Krise. In der Primera Division liegen die "Königlichen" auf Platz vier, 17 Punkte hinter Tabellenführer Barcelona. Selbst bei einer phänomenale Aufholjagd ist der Meisterschaftstitel unrealistisch. (Highlights der Partie der spanischen Primera Division zwischen Betis Sevilla und Real Madrid gibt es am Sonntag im TV ab 23:30 Uhr in MAXXsports. ran am Sonntag auf ProSieben MAXX)

Der bislang schwärzeste Tag der enttäuschenden Real-Saison war der 24. Januar. Real verlor 1:2 gegen Leganes und flog aus der Copa del Rey. Reals Hausblatt "Marca" schrieb: "Von der besten Mannschaft der Welt zur schlechtesten in der gesamten Geschichte Real Madrids innerhalb von nur sechs Monaten."

Der Schuldige war schnell gefunden. Trainer Zinedine Zidane. "Das ist ein Fiasko. Mein schlimmster Moment als Trainer. Ich fühle mich verantwortlich. Ich muss Lösungen finden", nahm dieser nach dem Spiel alle Schuld auf sich. Schon damals spekulierten spanische Medien über einen Rauswurf des Franzosen.

Er blieb. Doch wie lange noch? Es kann nur eine Lösung geben.

Siege gegen PSG: Zidanes schwierigste Mission

 

Zidane ist der König aller Königlichen. Als Spieler der "Galacticos  - jener legendären Heldenmannschaft, der er ab 2001 angehörte - und als Trainer gewann er mit den spanischen Hauptstädtern jeden Titel, den er gewinnen konnte. Nach seinem Aufstieg zum Cheftrainer der Madrilenen gelang ihm nicht nur der Sieg in der Champions League, sondern 2016/17 sogar die Titelverteidigung. Das schaffte kein anderer vor ihm.

Vom Glanz der Vorsaison ist kaum etwas übrig. Meisterschaft weg. Copa del Rey weg. Einzige Hoffnung: Eine erneute Titelverteidigung in der Königsklasse. Nur so könnte Zinedine Zidane über die aktuelle Saison hinaus seinen Trainerjob behalten. Diese Mission könnte kaum schwieriger sein.

Im Achtelfinale wartet Paris Saint-Germain (ab 20:45 Uhr im Liveticker auf ran.de). Das Starensemble um Rekordeinkauf Neymar, Youngster Kylian Mbappe und Torgarant Edinson Cavani. Der souveräne Tabellenführer der Ligue 1 - PSG hat 13 Punkte Vorsprung auf Monaco. Und Präsident Nasser Al-Khelaifi wird das Double aus Meisterschaft und Pokal wohl kaum genügen. Neymar freut sich auf das Duell: "Wir können sie schlagen. Das sind die Spiele, auf die man das ganze Jahr hinarbeitet. Ich habe große Lust darauf", sagte er.

Real-Stars müssen liefern

Klar ist: Nicht nur Zidane muss liefern, die Mannschaft muss ihre Leistung abrufen. Cristiano Ronaldo sagte über das Aufeinandertreffen: "Das Duell kann über die ganze Saison entscheiden. PSG ist stark - aber wir sind sehr erfahren in dem Wettbewerb." Allen voran der Portugiese, der den Henkelpott insgesamt vier Mal gewann und zu Zidanes Trumpf werden könnte. 

Denn im Vergleich zur Liga trifft CR7 in der Champions League regelmäßig: In jedem der sechs Gruppenspiele erzielte der 33-Jährige mindestens ein Tor, neun waren es insgesamt. In der Primera Division verhält sich Ronaldo in dieser Saison wie eine Diva: In der Hinrunde schoss er nur zwei Tore, im letzten Liga-Spiel gegen Real Sociedad waren es drei Treffer und ein Assist.

Keine Ausreden für Zidane

Zidane gewann mit den "Königlichen" acht von zehn möglichen Titeln. Fehlt der Mannschaft der Titelhunger? Das klare Ziel nach zwei Champions-League-Siegen? Während zu Beginn der Saison noch die Abgänge von James, Pepe und Alvaro Morata und das Verletzungspech (Gareth Bale, Keylor Navas, Dani Carvajal) als Ausrede galten, muss Zidane allmählich eine Idee entwickeln.

Eine Idee, wie seine Stürmerstars Cristiano Ronaldo, Karim Benzema oder auch Gareth Bale wieder regelmäßig einnetzen. Und eine Idee, wie er seine Mannschaft wieder zusammenschweißt. Wie er sein Team auf den nächsten Erfolg einschwört. Die Bewährungsprobe für den erfolgsverwöhnten Coach. "Ich will unter Beweis stellen, dass ich auch ein guter Trainer bin, wenn es schwierig wird", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Gigantenduell.

"Die Champions League und der Rest der Saison müssen dazu dienen, die Mannschaft wieder zusammenzufügen", brachte es Kapitän Sergio Ramos vergangene Woche auf den Punkt. Zidane weiß: Für ihn gilt es jetzt, mit einem eingeschworenen Team PSG zu bezwingen. Sonst ist der König ganz schnell gestürzt.

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