DTM 2020: Kann HWA helfen? - Bildquelle: imago images/HochZweiDTM 2020: Kann HWA helfen? © imago images/HochZwei

München - Die Zukunft der DTM ist nach dem Aus von Aston Martin mal wieder eine Baustelle. Doch das soll nicht lange so bleiben: DTM-Chef Gerhard Berger arbeitet fleißig an Lösungen, um bereits in der Saison 2020 mehr Hersteller und Autos in der Startaufstellung zu haben. 

Die gute Nachricht: Als Zugpferd des deutschen Motorsports versuchen auch alte Wegbegleiter, zu helfen.

HWA zum Beispiel. Genau, das erfolgreichste Team in der Geschichte der Serie, jahrelang mit dem Mercedes-Stern unterwegs und 2019 Partner von R-Motorsport, mischt bei den Zukunftsplänen mit.

Ein konkretes Angebot von Ex-DTM-Chef und HWA-Gründer Hans Werner Aufrecht gibt es bereits. "Wir haben mit der ITR - allen voran Gerhard Berger - einen konstruktiven und sehr offenen Dialog zur Zukunft der DTM. Logischerweise diskutiert man in diesem Kontext auch, ob HWA und unter welchen Voraussetzungen HWA gegebenenfalls weiter ein Teil dieser Serie sein kann", sagte HWA-CEO Ulrich Fritz ran.de.

Nicht unkompliziert

Die Lage ist aber nicht ganz unkompliziert. Insgesamt fünf Aston Martin Vantage DTM aus dem DTM-Projekt mit R-Motorsport stehen nach der Trennung von den Schweizern zwar noch in Affalterbach, vier Einsatzautos und ein Testträger. Eigentlich war der Verkauf der Autos nach Hongkong geplant. 

"Aufgrund der Lage dort gestaltet sich das jedoch aktuell schwieriger als erwartet.  Das ist der Grund, warum wir gesagt haben, dass wir auch einen anderweitigen Verkauf der Autos prüfen werden. Da gibt es Interesse, und das sieht auch ganz ordentlich aus - das verfolgen wir aktuell weiter", sagte er. 

Doch die Autos in dem aktuellen Zustand für eine DTM Saison einzusetzen, funktioniert in der Form nicht wirklich. "Die Restlaufzeiten der Motoren sind nicht mehr ausreichend für eine komplette DTM Saison gemäß Reglement. Daher sind sie für Sammler oder als Track Cars sicher super aber für den Renneinsatz in dieser Form nicht mehr geeignet", so Fritz. 

Nach der Trennung von R-Motorsport nach der vergangenen Saison wurde zudem nicht weiter an der Technik und auch nicht an beschaffungslogistischen Themen gearbeitet. Fritz: "Von daher gäbe es sicherlich größere Herausforderungen zu meistern. Aktuell stellt sich diese Frage aber nicht konkret."

Finanzierung das größte Problem

Heißt: Es müsste Geld in die Hand genommen werden. Was ein großes, aber nicht das einzige Problem ist. "Die Finanzierung eines solchen Projektes muss zunächst mal sichergestellt sein – das ist die allererste Grundvoraussetzung", betonte Fritz.  

Abgesehen davon liegt die Lizenz für den Einsatz der Aston Martin Fahrzeuge bei R-Motorsport. Ob es dahin gehend eine Zustimmung von R-Motorsport oder Aston Martin geben würde, ist fraglich. "Hinzu kommt der sehr geringe zeitliche Vorlauf bis zum Start der Saison - alles in allem sehe ich aktuell keine große Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Konstrukt funktionieren könnte", so Fritz.

Er habe gelernt, dass man im Rennsport nie kategorisch NEIN sagen dürfe, so Fritz. Das gilt auch für eine kurzfristige Kooperation mit einem japanischen Hersteller. "Mit etwas Vorlauf sind viele Konstrukte denkbar solange ein solches Projekt nicht mit unseren bestehenden Programmen kollidiert. Konkrete Vorschläge gibt es dazu aber aktuell nicht."

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