Videoschiris soll mehr Befugnisse kriegen
NFL erwägt mögliche Änderungen bei Flaggen um Schiedsrichter zu unterstützen
- Veröffentlicht: 24.02.2026
- 06:30 Uhr
- ran.de
Die NFL erwägt in jeder Offseason mögliche Anpassungen im Spielbetrieb - auch im Schiedsrichterwesen. Womöglich könnte es demnächst mehr Macht für Replay Officials geben.
Das NFL Competition Committee diskutiert derzeit eine weitreichende Änderung im Schiedsrichterwesen: Replay-Offizielle (Video-Schiedsrichter) sollen in Zukunft für bestimmte Vergehen selbst Flaggen werfen dürfen.
Das berichtet "ESPN" unter Berufung auf laufende Gespräche beim League-Meeting in Indianapolis.
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Bislang dürfen nur die On-Field-Schiedsrichter auf dem Spielfeld Flaggen werfen. Replay-Offizielle können Plays zwar nach Belieben reviewen und On-Field-Entscheidungen bestätigen oder umstoßen – sie dürfen aber keine neuen Strafen initiieren.
Selbst klare Fouls, die erst im Replay sichtbar werden, bleiben straffrei, wenn kein On-Field-Official die Flagge geworfen hat.
NFL: Änderungen sollen klare Vergehen bestrafen
Die Liga plant, diesen Grundsatz zumindest teilweise aufzuheben. Zunächst soll es um sogenannte "Non-Football Acts" gehen - also Handlungen, die nichts mit dem eigentlichen Spiel zu tun haben (z. B. Schläge, Tritte, unnötige Härte außerhalb des Spielzugs).
NFL Executive Vice President of Football Operations Troy Vincent sagte dazu wörtlich:
"Man will nicht einfach die Büchse der Pandora öffnen, aber bei Dingen wie Non-Football Acts kann man das sehr, sehr eng eingrenzen. Das könnte der erste Schritt sein, um Flags aufs Feld zu bringen."
Vincent nannte auch ein konkretes Beispiel:
Im vierten Viertel des Super Bowls zwischen den Seattle Seahawks und New England Patriots griffen sich Seahawks Cornerback Josh Jobe und Patriots Receiver Stefon Diggs gegenseitig an die Facemask.
Anschließend schlug Jobe Diggs mit der Faust auf den Helm – direkt an der Seitenlinie. Kein On-Field-Official sah es, keine Flagge. Ein Replay-Offizieller hätte die Szene sofort ahnden und Jobe möglicherweise sogar vom Platz stellen können.
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Vincent betonte, dass die League sehr vorsichtig vorgehen wolle. Man wolle die Autorität der On-Field-Officials nicht untergraben.
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Bisher haben NFL-Besitzer solche Vorschläge stets abgelehnt, weil sie befürchteten, dass Off-Field-Entscheidungen die On-Field-Judgment ersetzen könnten. Ob und wann die Regel tatsächlich kommt, ist noch offen - die Gespräche laufen aktuell.
Das Competition Committee wird das Thema in den kommenden Tagen weiter beraten. Eine endgültige Entscheidung könnte bereits in den nächsten Wochen fallen, bevor die Offseason-Regeländerungen offiziell vorgestellt werden.