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NFL: Playoff-Aus mit Los Angeles Rams - bleibt Davante Adams für immer "der Unvollendete"?
- Veröffentlicht: 27.01.2026
- 14:23 Uhr
- Kai Esser
Auch im fünften Anlauf im NFC Championship Game gelang es Davante Adams nicht, den Super Bowl zu erreichen. Damit droht dem Star-Receiver ein Makel in seiner Hall-of-Fame-Karriere.
von Kai Esser
An Davante Adams lag es sicher nicht, dass die Los Angeles Rams im NFC Championship Game gegen die Seattle Seahawks den Kürzeren zogen. Mit 89 Receiving Yards und einem Touchdown erledigte der Star-Wide-Receiver seine Aufgabe mit Bravour.
Getröstet hat ihn das nach der 27:31-Pleite jedoch nicht. "Es fällt mir gerade schwer, Worte zu finden", sagte der 33-Jährige mit Tränen in den Augen.
Der Edel-Passempfänger dürfte wissen, dass es womöglich seine letzte Chance war. Nicht nur, einen Super Bowl zu gewinnen, sondern ihn überhaupt erst einmal zu erreichen.
Davante Adams in NFC-Finals: Defense loses Championships
Zum fünften Mal stand Adams bereits in einem NFC Championship Game. Vier Mal mit den Green Bay Packers, nun mit den Rams. "Es tut mir unfassbar Leid. Er gibt dem Team so viel Energie, er ist unglaublich", sagte Head Coach Sean McVay nach dem verpassten Einzug ins Endspiel der NFL.
Es ist beinahe schon traumatisch für Adams. 2014 gegen die Seahawks, 2016 gegen die Atlanta Falcons, 2019 gegen die San Francisco 49ers und 2020 gegen die Tampa Bay Buccaneers. Stets stand Adams am schlechteren Ende eines NFC Title Games.
Dabei lesen sich seine Statistiken stark: Gerade 2019, als er 138 Receiving Yards sammelte. In den fünf Spielen gelangen ihm insgesamt drei Touchdowns.
Weniger gut lesen sich die Statistiken der jeweiligen Defenses, auf die Adams sich zwangsläufig verlassen musste. Satte 34,2 Punkte im Schnitt ließen die jeweiligen Defensivreihen zu.
Ja, es ist ein Teamspiel. Aber so viel Pech kann man eigentlich fast nicht haben. Nur allzu verständlich, dass ihm nach dem jüngsten Ausscheiden buchstäblich zum Heulen zumute war.
Davante Adams: Hall of Fame mit einem Makel?
Es dürfte Adams wenig trösten, aber da bei Nicht-Quarterbacks andere Regeln für die Hall of Fame gelten und Super-Bowl-Siege kein so großes Gewicht haben, dürfte der 33-Jährige eine sichere Wahl für die Ruhmeshalle in Canton sein.
178 Spiele in der Regular Season mit 12.633 Receiving Yards und 117 Touchdowns sprechen eine klare Sprache. Dass diese famose Karriere jedoch womöglich nicht mit einem Ring vollendet werden wird, der Schmerz dürfte noch lange sitzen.
Vor allem, nachdem nur wenige Stunden zuvor in der AFC ein anderer vermeintlich unvollendeter Receiver sein Happy End feierte. Receiver Stefon Diggs verlor drei Conference Finals in Serie, ehe er mit den New England Patriots endlich den Super-Bowl-Einzug fixieren konnte. Diggs ist nur ein Jahr jünger, wie auch Adams ebenfalls im Herbst seiner Karriere.
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Apropos - wie es mit seiner Karriere weitergeht, das wollte (oder konnte) Adams so kurz nach dem Spiel nicht sagen. "Es ist schwer, mich darauf zu konzentrieren, gerade jetzt. Es ist ein harter Moment, in dem wir gerade sind. Also verarbeite ich erst mal diese Emotionen und denke dann darüber nach."
Die Bilder von Adams, den Tränen nahe, werden in Erinnerung bleiben. Sie sind ein Sinnbild für die Tragik einer Karriere, die neben den individuellen Erfolgen und Statistiken wohl ohne Ring zu Ende gehen wird. Ein Super Bowl hätte dieser Laufbahn die Krone aufgesetzt.
Doch auch ohne diesen Titel bleibt Adams ein Ausnahmespieler. Einer der besten Receiver seiner Generation.
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