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NFL 2023

Saisonvorschau 2023: Wer fordert die Chiefs? Wer tankt am besten? 

  • Aktualisiert: 07.09.2023
  • 22:12 Uhr
  • Kai Esser
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Die NFL-Saison 2023 steht in den Startlöchern. Der amtierende Champion, die Kansas City Chiefs, eröffnen die Spielzeit gegen die Detroit Lions. Doch wer kann Mahomes und Co. Konkurrenz machen? Und wer steigt statt ins Titelrennen um den ersten Pick im nächsten Draft ein? ran wagt eine Prognose.

Von Kai Esser

30 lange Sonntage vergingen seit dem Super Bowl 57. Die schlimmste Durststrecke für NFL-Fans, die man sich nur vorstellen kann. Doch am Donnerstag ist es so weit: Die neue Spielzeit in der besten Football-Liga der Welt beginnt.

Doch wer kann den Champion Kansas City Chiefs herausfordern? Welche Teams müssen sich eher nach unten orientieren? ran versucht sich an einer Prognose.

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AFC: Alles, um die Chiefs zu schlagen

Die in der Breite und auch Spitze besser besetzte Conference der NFL ist zweifelsohne die AFC. Dort sind, so viel sei vorweggenommen, die Chiefs der klare Favorit. Nicht nur, weil sie in der vergangenen Saison den Super Bowl gewannen. Sie holten ihn mit einem Defensive Backfield voller Rookies und junger Spieler. Die einzige potenzielle Schwäche aus der vergangenen Saison kann also - in der Theorie - nur besser werden. Um die Leistungsfähigkeit von MVP Patrick Mahomes muss sich wohl niemand Gedanken machen.

Und die anderen? Die haben nur eine Mission: die Chiefs schlagen. Während die Buffalo Bills bereits seit Jahren stets auf jener Mission sind - und bisher immer scheiterten -, haben auch die Konkurrenten aus Cincinnati und Los Angeles mutmaßlich alle Schwächen ausgemerzt, um endlich den leidigen Siegeszug des Teams aus Missouri zu beenden. Die Bengals, 2022 siegreich gegen die Chiefs, haben etwa ihre Offensive Line ordentlich verstärkt. Mit Orlando Brown holten sie sogar einen Top-Mann von den Chiefs weg.

Die Chargers, die es in jeder Saison ja zweimal mit den Chiefs zu tun bekommen, haben auf dem Papier eigentlich alles, um den Klassenprimus zu schlagen: Einen jungen, talentierten Quarterback, einen Running Back, der ausnahmsweise nicht streikt, einen gefährlichen Pass Rush und eine überragende Passverteidigung. Es haperte bisher stets an der Umsetzung. Wenn die Chargers auf den Platz kriegen, was zweifelsfrei in ihnen steckt, dann können sie die Chiefs stürzen.

Dann wären da noch angesprochene Bills. Die haben, im Gegensatz zu den vorher genannten, wohl eher einen Rückschritt in Sachen Qualität gemacht. Nicht etwa, weil man einen großen personellen Aderlass hatte, sondern weil sich Head Coach Sean McDermott nun auch um die Defense kümmern muss. Der vorherige Defensive Coordinator Leslie Frazier nimmt sich ein Sabbatjahr. Zweifelsohne kann McDermott das, aber wie beeinflusst das die anderen Mannschaftsteile? Nicht jeder kann, wie Bill Belichick, gleich drei operative Rollen übernehmen und damit erfolgreich sein.

New York Jets: Super Bowl or Bust - drei potenzielle Überraschungsteams

Das wohl am stärksten verbesserte Team der Liga sind die New York Jets. Logisch, das Upgrade von Zach Wilson zu Aaron Rodgers könnte kaum größer sein - bei allem Respekt vor Wilson. Dennoch könnte auch die Spanne von potenziellen Endplatzierungen nicht größer sein. Rodgers kommt von der schwächsten Saison seiner Karriere in Green Bay. Dort hat er sich über zu schwache Passempfänger beschwert - nur um in Allen Lazard und Randall Cobb zwei davon mit nach New York zu bringen.

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Die ran-Divisionchecks vor der Saison

Bei den Jets zählt in dieser Spielzeit nur der Super Bowl. Ob der medien- und auch öfter mal wissenschaftskritische Rodgers im Pulverfass New York City die Ruhe bewahren kann, wenn es nicht läuft? Ob die Qualität ausreicht, um die vormals genannten Teams auszustechen? Ob Rodgers sich im Zweifel nicht nur auf seine Kumpels Lazard und Cobb verlässt? Fragen, deren Beantwortung nur im Laufe der Saison erfolgen kann.

Ansonsten befindest sich in der AFC auch viel Mittelmaß, wie etwa die Tennessee Titans oder die Las Vegas Raiders. Drei Teams jedoch könnten die Top-Teams jedoch überraschen. Zum einen haben die Denver Broncos nach einer mehr als enttäuschenden Saison 2022 einiges an Luft nach oben. Wenn die Ehe zwischen Head Coach Sean Payton und Russell Wilson klappt, dann sind die Broncos auf einem guten Weg. Die Defense lieferte auch im vergangenen Jahr bereits Top-Werte.

Apropos Top-Werte in der Defense, die haben auch die New England Patriots. Die Patriots haben auf jeder Position dort viel Qualität, das beinhaltet auch die des Playcallers Belichick. Nur in der Offense hat es schwer gehapert. Das Missverständnis namens Matt Patricia wurde ad acta gelegt und mit Bill O'Brien ein fähiger Offensive Coordinator geholt. Mac Jones zeigte in seiner Rookie-Saison, dass er unter den richtigen Umständen gewinnen kann. Im Schatten der drei anderen Teams in der AFC East könnte sich etwas zusammenbrauen.

In einer ganz ähnlichen Situation sind die Pittsburgh Steelers. Die Defense ist über jeden Zweifel erhaben, vorne mit T.J. Watt und hinten mit Minkah Fitzpatrick. Und das sind nur die beiden Stars dieser Einheit. Auch hier ist die Offense das Fragezeichen. Kann George Pickens mehr als nur Zirkus-Catches alle paar Wochen? Kann Pat Freiermuth seine steile Entwicklung fortsetzen? Die wichtigste Frage jedoch: Kann Kenny Pickett den nächsten Schritt als Quarterback machen? Wenn alle Fragen mit Ja beantwortet werden, sind die Steelers ein schwer zu schlagendes Team.

NFC: 49ers a.k.a "Brock und Freunde" - Cowboys melden Ansprüche an

Und in der NFC? Da versammeln sich nur wenige KC-Herausforderer. Allen voran natürlich der letztjährige NFC-Champion, die Philadelphia Eagles. Die haben sich in der Defense, auch wenn das fast gar nicht ging, noch einmal verstärkt. In Philly soll ein weiterer tiefer Run in die Playoffs gelingen. Schafft Quarterback Jalen Hurts eine weitere Saison auf MVP-Niveau, dann führt der Weg nach Las Vegas, dem Austragungsort des Endspiels, nur über die Eagles.

Gleichwertiger Herausforderer sind die San Francisco 49ers. Zufällig die Teams, die sich im NFC Championship Game gegenüber standen. Zufall ist davon jedoch gar nichts, sondern das Ergebnis von überragender Arbeit über die letzten Jahre. Allerdings: Während das Super-Bowl-Fenster der Eagles sich eher weiter öffnet, geht es bei den 49ers eher zu. Viele Chancen hat man nicht mehr, um mit den vorhandenen Stars unter dem Salary Cap zu bleiben. Dass mit Nick Bosa der erste bereits im Holdout saß, gibt zu denken.

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Die ran-Divisionchecks vor der Saison

Mit Brock Purdy haben die 49ers ihren vom Talent her wohl schwächsten Spieler auf der wichtigsten Position. Dass das kein Hindernis sein muss, zeigte sich bereits 2022. Wer weiß, wie das Championship Game ausgegangen wäre, hätte er sich nicht verletzt. Der Rest des Teams wird den Sophomore QB tragen müssen, wenn es zum großen Wurf reichen soll. Frei nach dem Motto "Brock und seine Freunde" - oder eher "Seine Freunde und Brock ist auch dabei".

Dahinter sind die Dallas Cowboys in Lauerstellung. Ja, das sind sie eigentlich jedes Jahr und gefühlt finden sie jedes Jahr einen neuen Weg, zum Internet-Gespött zu werden, wenn es in die Playoffs geht. Der Weg ist geebnet, aus dem Teufelskreis auszubrechen und erstmals seit 1996 einen Super Bowl zu erreichen. Im Gegensatz zu den anderen Teams dürfte das größte Fragezeichen eher auf der Coaching-Seite sein: Kann Mike McCarthy zum ersten Mal seit etlichen Jahren wieder eine fehlerfreie Saison coachen? Wenn ja, dann sind die Cowboys ein Contender. An Talent auf dem Platz wird es nicht scheitern.

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NFC West im Rennen um den ersten Pick

Während neben den drei Top-Teams und möglichen Überraschungsmannschaften, wie den Detroit Lions oder New Orleans Saints, viel (im Ligavergleich) Mittelmaß in der NFC vorherrscht, gilt es auch die spannendste Frage im Hinblick auf den Draft 2024 zu beantworten: Wer ist das schwächste Team der Saison und erhält somit den ersten Pick im Draft? Zwei heiße Bewerber kommen aus der NFC West.

Namentlich die Arizona Cardinals und Los Angeles Rams. Erstere sorgten mit einem Play aus dem Training Camp, bei dem wirklich alles schief ging, für Lacher im Netz. Auch wenn man das nicht überbewerten sollte: Die Cardinals haben, die Verletzung von Kyler Murray mit eingerechnet, nun einmal den schlechtesten Kader der Liga derzeit. Dazu ein Rookie Head Coach. Die Voraussetzungen könnten nicht schlechter sein.

Oder vielleicht könnten sie nicht besser sein? Mit dem ersten Pick im Draft würde USC-Quarterback Caleb Williams winken, den bereits jetzt einige als nächsten Trevor Lawrence ansehen. Dahingehend mitmischen werden jedoch auch die Los Angeles Rams. Die haben zwar mit Aaron Donald, Cooper Kupp und Matthew Stafford viel individuelle Qualität, doch hier stellt sich die Frage der Gesundheit. Alle plag(t)en sich (zuletzt) mit Wehwehchen rum. Ohne diese drei Spieler hat das Team von Sean McVay zu viele Lücken im Kader, um nach oben hin konkurrenzfähig zu sein.

Doch auch diese Saisonprognose ist, wie alle anderen unzähligen Prognosen, mutmaßlich in ein paar Wochen Schall und Rauch. Die NFL ist so unberechenbar wie keine andere professionelle Sportliga der Welt.

Und genau das macht sie am Ende auch zur Besten.

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