Fußball
2. Bundesliga: SV Darmstadt 98 springt auf Platz zwei - SC Paderborn kassiert Dämpfer
- Aktualisiert: 07.03.2026
- 15:26 Uhr
- SID
Im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga gibt sich der SV Darmstadt 98 keine Blöße. Anders der SC Paderborn, der sich gegen Eintracht Braunschweig mit einem Remis begnügen muss.
Der SV Darmstadt ist dank seiner Heimstärke und langer Überzahl in der 2. Fußball-Bundesliga auf einen direkten Aufstiegsplatz zurückgekehrt. Gegen das abstiegsgefährdete Holstein Kiel setzte sich das Team von Trainer Florian Kohfeldt am 25. Spieltag 2:0 (0:0) durch und kletterte mit dem siebten Heimsieg in Serie auf Rang zwei.
Torjäger Isac Lidberg (48.) und Niklas Schmidt (52.) trafen für die im eigenen Stadion in dieser Saison noch ungeschlagenen Darmstädter. Die Gäste aus Kiel, bei denen sich Marcus Müller (26.) früh mit Gelb-Rot verabschiedete, blieben auch im zweiten Spiel mit Rückkehrer Tim Walter auf der Trainerbank sieglos und rutschten nach nun sieben Ligaspielen ohne Erfolg auf Relegationsplatz 16 ab.
Kiel begann am Böllenfalltor stark, bereits in der vierten Spielminute vergab Andu Yobel Kelati die Riesenchance zur Führung. Danach verschaffte sich Darmstadt aber mehr Zugriff, hatte mehr Vorteile. Der Platzverweis für Müller nach einem harten Einsteigen gegen Luca Marseiler änderte die Voraussetzungen dann grundlegend.
Darmstadt agierte clever, hebelte beim Führungstreffer von Lidberg mit einem schlichten Spielzug die Kieler Defensive aus. Für den Schweden war es das 13. Saisontor, das erste seit dem 18. Januar. Der im Winter aus Toulouse ausgeliehene Schmidt sorgte kurz darauf mit seinem ersten Treffer im Darmstadt-Trikot frühzeitig für die Entscheidung.
Paderborn nur remis gegen Braunschweig
Derweil hat der SC Paderborn im Aufstiegsrennen einen Dämpfer kassiert. Die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann musste sich gegen Eintracht Braunschweig mit einem 1:1 (0:0) begnügen und könnte am Sonntag bis auf Platz fünf zurückfallen.
Sven Michel (90.+8) verhinderte mit seinem späten Ausgleich in Überzahl immerhin eine Heimniederlage. Braunschweig war durch Robin Heußer (52.) in Führung gegangen. In der Schlussphase spielten die Gäste, die seit fünf Spielen auf einen Sieg warten und weiter im Abstiegskampf stecken, nach einer Roten Karte gegen Patrick Nkoa (67., grobes Foulspiel) zu zehnt.
Die Gastgeber dominierten mit viel Ballbesitz die erste Halbzeit. Gegen kompakt stehende Gäste taten sich die Ostwestfalen aber schwer, zu klaren Chancen zu kommen. Die Abschlüsse von Ruben Müller (18.) und Nick Bätzner (36.) sorgten zumindest für etwas Gefahr.
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Paderborn hatte durch Stefano Marino auch die erste Möglichkeit nach dem Wechsel (52.), doch in Führung gingen die Braunschweiger. Nach einem Fehlpass von Felix Götze bediente Johan Gomez den zur zweiten Halbzeit eingewechselten Heußer.
In Überzahl drängte Paderborn auf den Ausgleich, eine Hereingabe von Michel landete am Pfosten (71.). In der Nachspielzeit hatte der Joker mehr Glück.
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Düsseldorf feiert ersten Auswärtssieg seit September
Fortuna Düsseldorf hat unterdessen seine schwarze Auswärtsserie beendet und den nächsten wichtigen Erfolg im Abstiegskampf gefeiert. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen sieben Auswärtsspielen gewann die Mannschaft von Trainer Markus Anfang beim 1. FC Nürnberg mit 1:0 (0:0) und holte erstmals seit September drei Zähler in der Fremde. Nach dem zweiten Sieg in Folge hat die Fortuna vorerst sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.
Shinta Appelkamp (53.) traf für die Düsseldorfer, die in der Tabelle an Nürnberg vorbeizogen. Für das Team von Trainer Miroslav Klose, das mit 30 Zählern einen Punkt weniger auf dem Konto hat als die Fortuna, endete nach acht Heimspielen ohne Niederlage eine starke Serie vor den eigenen Fans.
Nachdem Kapitän und Abwehrchef Fabio Gruber nach nur sieben Minuten verletzt ausgewechselt worden war, kam der Club nur schleppend in die Partie. Düsseldorf übernahm die Kontrolle, nach der besten Chance der ersten Halbzeit durch Satoshi Tanaka (25.) wurden aber auch die Gastgeber wieder aktiver. Große Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware.
Erst nach der Pause erhöhte der FCN die Schlagzahl - und kassierte dann doch den Gegentreffer. Appelkamp vollendete einen Abpraller aus kurzer Distanz und an zwei Nürnbergern vorbei in den linken Winkel. Nürnberg bäumte sich noch einmal auf, wurde aber zu selten gefährlich.