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Bundesliga

Shkodran Mustafi über Kroos-Comeback beim DFB, FC Bayern, Thomas Tuchel und das Aus von Christian Streich

  • Aktualisiert: 18.03.2024
  • 17:51 Uhr
  • ran.de
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Shkodran Mustafi war am Montag zu Gast in der ran Bundesliga Webshow. Dabei äußerte sich der Weltmeister von 2014 über die Kroos-Rückkehr beim DFB, das Tuchel-Aus beim FC Bayern und die Lücke durch das Aus von Christian Streich beim SC Freiburg.

Vor wenigen Tagen gab Bundestrainer Julian Nagelsmann den Kader für die Länderspiele gegen Frankreich und die Niederlande bekannt. Mit Toni Kroos feiert dabei ein Routinier sein Comeback.

Auch in der Bundesliga ist zuletzt viel los. Der FC Bayern München eilt nach dem bereits feststehenden Aus von Trainer Thomas Tuchel im Sommer derzeit von einem torreichen Sieg zum nächsten.

Und auch ein weiteres langjähriges Trainergesicht der deutschen Eliteklasse ist in wenigen Monaten nicht mehr da: Christian Streich wird den SC Freiburg verlassen.

Wir haben die wichtigsten Aussagen von Shkodran Mustafi aus der ran Bundesliga Webshow zu den aktuellen Geschehnissen im deutschen Fußball zusammengefasst.

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Das Wichtigste in Kürze

Shkodran Mustafi ...

... über die DFB-Rückkehr von Toni Kroos:

"Ich finde ihn als Spieler natürlich hervorragend, und ich glaube, er tut jeder Mannschaft gut. Er hat Real Madrid in den letzten Jahren sehr gut getan und auch der Nationalmannschaft in der Vergangenheit. Ich kann es verstehen, dass der Bundestrainer ihn in der Mannschaft haben wollte."

"Aber ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von kurzfristigen Entscheidungen. Es ist aber eine Situation, die ein bisschen schwierig ist, weil auch der Bundestrainer selbst nicht genau weiß, wie es nach der EM weitergeht - zumindest nach außen hin, ob er geht oder bleibt. Es ist vielleicht zu spät, um jetzt ein Projekt zu starten mit jungen Spielern und zu gucken, dass sich da eine Mannschaft entwickelt. Vielleicht muss man jetzt eben die besten Spieler zusammenbekommen, um eine erfolgreiche EM zu spielen, weil sie im eigenen Land ist und viel entfachen kann."

... über Kai Havertz als Option im Sturmzentrum der Nationalmannschaft:

"Ich bin kein großer Fan von einem Stürmer, der nur auf seiner Position bleibt. Ich glaube wir sehen das gerade in der Bundesliga gut, wie es ist, mit Harry Kane ein flexiblen Stürmer zu haben, der sich auch in den Zwischenräumen bewegt, der das Spiel lesen kann und genau weiß, wo er eine Überzahl erzeugen kann.

"Es ist einfach. als Abwehrspieler gegen einen Stürmer zu spielen, der sich nur in einer bestimmten Zone wohlfühlt als gegen einen Spieler zu spielen, der überall auf dem Platz sein und dir Schwierigkeiten bereiten kann. Ich glaube, dass Havertz das bei Arsenal gerade super macht, dass er sich das ein oder andere Mal fallen lässt, mal auf die Außen geht und Überzahl schafft. Das könnte dem Offensivspiel der Nationalmannschaft sehr gut tun, ein bisschen kreativ zu sein."

Tuchel-Aus bei Bayern: Mustafi "hätte anders entschieden"

... über den bevorstehenden Abschied von Thomas Tuchel beim FC Bayern:

"Ich tue mich schwer, zu sagen, dass es eine super Entscheidung war. Ich hätte vielleicht einfach anders entschieden. Aus meiner Sicht hätte eine Entscheidung sofort fallen müssen: Es geht weiter oder es geht nicht weiter. Bis Sommer ist eine sehr komische Konstellation. Wenn ich darüber nachdenke, jetzt in der Kabine des FC Bayern zu sein, hätte ich meine Schwierigkeiten zu verstehen, was da gerade passiert: Muss ich jetzt so spielen, wie sich der Trainer das wünscht, oder wie die Vereinsphilosophie ist?"

... über Abschied von Christian Streich beim SC Freiburg:

"Ich bin ein sehr großer Fan von ihm als Trainer. Ich habe ja auch das Glück gehabt, unter Arsene Wenger zu spielen. Wenn sich ein Trainer so mit dem Verein identifiziert, dass dieser mehr oder weniger sein Leben ist - das wird immer seltener. Das gab es früher mit Sir Alex Ferguson, eben mit Wenger und in Deutschland mit Christian Streich. Man wünscht sich, diese Typen für immer in der Liga zu halten, aber ich kann ihn verstehen. Ich glaube, dass heutzutage das Trainergeschäft immer mehr Energie braucht, um seine Spieler auch zu überzeugen und das Spiel entwickelt sich ja auch weiter."

"Ich finde es sehr fair von ihm, dass er jetzt den Platz frei machen will für einen neuen jungen Trainer, damit der seine Karriere starten kann. Wenn jeder bis zum 80. Lebensjahr auf der Bank sitzen würde, hätten Trainer wie Xabi Alonso oder Mikel Arteta bei Arsenal auch keinen Platz mehr. Streich ist ein hervorragender Typ - ich kenne ihn leider nicht persönlich - aber das, was man von ihm hört und sieht, wird der Bundesliga und auch europäisch fehlen."

... über die Hertzjagd von Schalker Fans nach dem Abstieg 2021:

"Es ist ein Sport, in dem sehr viele Emotionen stecken. Die Schalker Fans geben ihr Leben für diesen Verein und es ist eben schwierig, weil man genau weiß, dass es Situationen sind, wo eben Emotionen hochkochen. Ich denke, dass sich höchstwahrscheinlich der ein oder andere, der damals dabei war, danach auch gedacht hat: Damit hab ich meinen Verein jetzt keinen Gefallen getan, weil es eigentlich nur negative Schlagzeilen gegeben hat und für die Spieler war das auch nicht schön."

"Letztendlich wissen das die meisten Fans auch, man sollte aber immer mehr im Austausch sein. Ich weiß nicht, wie sehr man im Austausch ist zwischen Spielern und Fans bei jedem Verein. Man sollte den Fans aber klar machen, dass das für uns genauso unser Leben ist, man widmet von klein auf alles dem Fußball."

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Mustafis EM-Aufstellung: Überraschung im Sturm

... über seine Zukunft:

"Ich hatte in den letzten einenhalb Jahren leider die ein oder andere Verletzung, habe ein paar OPs und Rehas hinter mir. Leider kamen die Verletzungen direkt hintereinander, sodass ich kaum auf dem Platz stand und mich immer in der Reha befunden habe. Ich bin 31 Jahre alt, werde bald 32 und habe noch die Hoffnung, dass sich noch etwas ergibt, wo ich noch weiterspielen könnte."

"Ich war jetzt das ein oder andere Mal als Experte im Stadion und es kribbelt halt, wenn du neben dem Platz stehst und siehst, wie die Mannschafen rauslaufen zum Warmmachen oder wie das Spiel gespielt wird. Ich kann damit noch nicht ganz abschließen. Von daher hoffe ich natürlich, dass sich da noch etwas ergibt."

"Wenn nicht, muss man das so annehmen und dann müsste man gucken. Ich habe aber jetzt sehr viel Gutes gesehen als Experte, es hat extrem viel Spaß gemacht, den Fußball mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich hätte aber auch extrem Lust, irgendwann den Weg des Trainers einzuschlagen."

"Aber solange ich noch nicht mit der aktiven Karriere abgeschlossen habe, macht es noch keinen Sinn, darüber nachzudenken. Mit dem Tag, an dem das dann passiert, werde ich mich intensiver damit beschäftigen, wo die Reise hingeht."

...die mentalen Auswirkungen einer Nicht-Nominierung:

"Es ist nicht einfach, wenn du nicht nominiert wirst, so kurz vor der EM. Ich glaube, dass du im ersten Moment sehr sauer bist, vor allem auch auf dich selbst und dir selbst Vorwürfe machst. Doch mit ein bisschen Abstand motiviert dich das. Es gibt auf jeden Fall noch genügend Chancen, sich ein EM-Ticket zu erspielen. Und wenn es die Spieler, die im Moment nicht nominiert sind, schaffen, in den nächsten Monaten zu überzeugen, glaube ich, dass der Bundestrainer sich auch nicht davor scheuen wird, den einen oder anderen wieder zurückzuholen."

...den Weltmeister von 2014, der auch heute helfen könnte:

"Philipp Lahm. Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der jeder Mannschaft helfen kann, weil er das Spiel sehr gut liest und genau weiß, was auf dem Platz zu tun ist. Er strahlt auch Ruhe aus. Wenn man das erste Spiel gewinnt, ist man in einem Flow. Sollte man aber das erste Spiel nicht gewinnen oder vielleicht nicht so performen, wie man sich das wünscht, glaube ich, dass so ein Spieler wie er mit der Ruhe, die er ausstrahlt, ganz viel Druck wegnimmt. Deswegen fand ich es immer sehr schön, neben ihm zu spielen."

....Bayerns CL-Gegner FC Arsenal:

"Für mich ist das im Moment die Mannschaft, die am besten performt in Europa. Sie haben eine ganz klare Idee, wie sie Fußball spielen. Sie haben das, was Bayern in der Bundesliga in den letzten zwei, drei Spielen gemacht hat, in der Premier League über zwei Monate gemacht: Dass sie die Gegner teilweise mit fünf, sechs Toren vom Platz geschickt haben. Ich glaube nicht, dass Bayern sich verstecken muss. Sie haben die Spieler, sie haben die Qualitäten. Aber dann muss nicht nur Musiala einen guten Tag erwischen, sondern so einige Bayern-Spieler, um gegen diese Arsenal-Mannschaft, die im Moment meiner Meinung nach den attraktivsten Fußball spielt in Europa, sowohl mit dem Ball als auch ohne Ball, zu bestehen. Es ist eine Einheit, sie marschieren, sie geben alles. Es ist kein Zufall, dass sie da stehen, wo sie stehen. Es gibt ein Hin- und Rückspiel, das muss man natürlich auch beachten bei der Champions League. Aber ich glaube, dass es für den FC Bayern sehr schwierig wird."

...über die Kritik von Max Kruse an Niko Kovac:

"Es muss jeder für sich entscheiden, wie er mit bestimmten Situationen umgeht. Ich persönlich denke, dass das keinen Platz hat. Wenn ich mit meinem Trainer ein Problem habe, mit einer Entscheidung, die der Trainer getroffen hat, dann kann ich das unter vier Augen besprechen. Wenn das ein junger Spieler gemacht hätte, hätte man vielleicht sagen können, dass der noch jung ist und daraus lernen wird. Aber Max ist alt genug. Und ich finde, dass man nach außen immer eine professionelle Art an den Tag legen sollte in diesem Geschäft. Dass so nach außen zu tragen ist keine gute Idee."

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