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Nach deutschem EM-Aus

EM-Noten für das DFB-Team: Musiala überragt bei Euro 2024 alle

  • Aktualisiert: 08.07.2024
  • 18:48 Uhr
  • Tobias Hlusiak
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Die deutsche Mannschaft scheitert im Viertelfinale der Heim-EM an Spanien und beendet das Turnier somit frühzeitiger als geplant. ran hat alle Spieler in den Partien gegen Schottland, Ungarn, die Schweiz, Dänemark und Spanien bewertet und zieht Bilanz.

Vom DFB-Team berichten Tobias Hlusiak, Martin Volkmar und Bent Mildner

Aus der Traum vom EM-Titel im eigenen Land.

Trotz teils hervorragender Leistungen scheitert die deutsche Nationalmannschaft in der Runde der letzten acht Teams hauchzart an Titelfavorit Spanien.

Trotzdem kann der DFB auf ein erfolgreiches Turnier und einen Schritt nach vorne zurückblicken.

ran gibt einen Überblick, welche Spieler wie performt haben.

Als Grundlage dienen die Noten aus der Einzelbewertung jedes DFB-Stars, die unsere Reporter vor Ort im Stadion bei jedem einzelnen der Spiele vergeben haben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Alles zur EM

  • Der Spielplan

  • Alle DFB-News im EM-Ticker

Torhüter

Manuel Neuer

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 3, 2, 3, 2, 3 / Durchschnittsnote: 2,6

Der Bayern-Keeper stabilisierte sich rechtzeitig zum Turnier. Kein grober Fehler, wie in den Wochen zuvor im Trikot des Rekordmeisters. Stattdessen meist sicherer Rückhalt. Mit dem Fuß allerdings nicht mehr so außergewöhnlich gut wie früher.

Marc-Andre ter Stegen

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, -, -, -

Ohne EM-Einsatz.

Oliver Baumann

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, -, -, -

Ohne EM-Einsatz.

Externer Inhalt

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Nagelsmann kämpft mit den Tränen - Emotionen pur!

Abwehr

Joshua Kimmich

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 2, 4, 3, 2 / Durchschnittsnote: 2,6

Gutes Turnier des Bayern-Stars. Zwei Assists - darunter die unfassbare Kopfball-Rücklage zum Ausgleich gegen Spanien, defensiv auch meist sicher. Hinten rechts deutlich wertvoller als bei vergangenen Turnieren im Zentrum. Auch neben dem Platz ein echter Faktor. Ging mit guter Laune und als Leader voran. 

Antonio Rüdiger

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 3, 3, 3, 1, 4 / Durchschnittsnote: 2,8

Unumstrittener Boss in der deutschen Defensive. Solide in der Vorrunde. Überragend gegen Dänemark. Leider mit dem entscheidenden Stellungsfehler gegen die Spanier. Auch für die Zukunft ein Eckpfeiler in Nagelsmanns Team.

Jonathan Tah

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 3, 5, -, 5 / Durchschnittsnote: 3,75

Startet gut ins Turnier. Dann aber mit einem schwachen Spiel gegen die Schweiz - samt zweiter gelber Karte. Nach der daraus resultierenden Sperre beim Viertelfinal-Aus nicht mehr im Rhythmus. Die Partien gegen Schottland und Ungarn sollten die Benchmark sein.

Maximilian Mittelstädt

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 2, 5, -, 3 / Durchschnittsnote: 3

Verliert im Laufe des Turniers seinen Stammplatz an David Raum. Defensiv meist gut, lassen seine Flanken in großen Teilen die nötige Genauigkeit vermissen. Trotzdem mit Assist für Gündogan beim Ungarn-Sieg. Hat sich in der Nationalmannschaft festgespielt.

Nico Schlotterbeck

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, 3, 2, - / Durchschnittsnote: 2,5

In der Rolle des Herausforderers gut aufgehoben. Ersetzt den gesperrten Tah gegen Dänemark - zeigt dabei eine starke Leistung, auch wenn er einmal kurz wackelt. Wichtiger Spieler für die Zukunft.

David Raum

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, 2, 2, 3 / Durchschnittsnote: 2,33

Gute-Laune-Bringer im Team-Quartier. Sorgt auch auf dem Platz für Ekstase, als er Füllkrug den Last-Minute-Ausgleich gegen die Schweiz auf den Kopf serviert. Übernimmt danach den Start-Job von Mittelstädt. Ein heimlicher Gewinner des Turniers. Darf wiederkommen!

Waldemar Anton

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, -, -, 3 / Durchschnittsnote: 3

Spielt in beiden K.o.-Spielen. Gegen Spanien sogar die gesamte Verlängerung. Dabei ohne Fehl und Tadel. Wird nach seinem Wechsel zum BVB beweisen dürfen, ob er das gezeigte Niveau langfristig halten kann.

Benjamin Henrichs

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, -, -, -

Bekommt zehn Minuten gegen Dänemark. Ansonsten klarer Ergänzungsspieler. An Kimmich war für den Leipziger kein Weg vorbei.

Robin Koch

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, -, -, -

Blieb als einziger Feldspieler - wie schon bei der paneuropäischen EM vor drei Jahren - ohne EM-Einsatz. Trotzdem zu jeder Zeit positiv und als wichtiger Anpeitscher von der Bank.

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EM 2024: Die Gewinner und Verlierer des Viertelfinales

<strong>Gewinner und Verlierer des EM-Viertelfinales</strong><br>Hat Harry Kane vielleicht einen weniger talentierten Zwillingsbruder, der für ihn die EM spielt? Und wie konnte Anthony Taylor nicht sehen, was ein ganzes Stadion gesehen hat? Wurde die Rolle der Elfmetertrottel von den Engländern an die Schweizer weitergegeben? Die Antworten gibt <em><strong>ran</strong></em> in den Gewinnern und Verlierern des Viertelfinales der Europameisterschaft.
Gewinner und Verlierer des EM-Viertelfinales
Hat Harry Kane vielleicht einen weniger talentierten Zwillingsbruder, der für ihn die EM spielt? Und wie konnte Anthony Taylor nicht sehen, was ein ganzes Stadion gesehen hat? Wurde die Rolle der Elfmetertrottel von den Engländern an die Schweizer weitergegeben? Die Antworten gibt ran in den Gewinnern und Verlierern des Viertelfinales der Europameisterschaft.
© Imago Images
<strong>Gewinner: Bundestrainer Julian Nagelsmann</strong> <br>Das atemberaubende Viertelfinale der DFB-Elf gegen Spanien hat nochmal unterstrichen, dass Julian Nagelsmann die deutsche Mannschaft in nur neun Monaten wieder auf Augenhöhe mit der Weltspitze geführt hat. Nach der Pleite fand der Bundestrainer dann genau die richtigen Worte. Nicht nur sportlich, er sprach sich auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Das war großartig!
Gewinner: Bundestrainer Julian Nagelsmann
Das atemberaubende Viertelfinale der DFB-Elf gegen Spanien hat nochmal unterstrichen, dass Julian Nagelsmann die deutsche Mannschaft in nur neun Monaten wieder auf Augenhöhe mit der Weltspitze geführt hat. Nach der Pleite fand der Bundestrainer dann genau die richtigen Worte. Nicht nur sportlich, er sprach sich auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Das war großartig!
© Pressefoto Baumann
<strong>Gewinner: Elfmeterheld Jordan Pickford</strong> <br>Engländer und Elfmeterschießen, das war viele Jahre lang ein Running Gag. Jetzt stehen die "Three Lions" im Halbfinale dank eines Sieges im Elfmeterschießen gegen die Schweiz. Torwart Jordan Pickford – der auch schon oft genug in der Kritik stand – hält gleich den ersten Elfer von Manuel Akanji und wird zum Helden.
Gewinner: Elfmeterheld Jordan Pickford
Engländer und Elfmeterschießen, das war viele Jahre lang ein Running Gag. Jetzt stehen die "Three Lions" im Halbfinale dank eines Sieges im Elfmeterschießen gegen die Schweiz. Torwart Jordan Pickford – der auch schon oft genug in der Kritik stand – hält gleich den ersten Elfer von Manuel Akanji und wird zum Helden.
© Laci Perenyi
<strong>Gewinner: Mikel Merino und sein Siegestanz</strong> <br>Mikel Merino köpfte Spanien in der 119. Minute zum Sieg gegen Deutschland und tanzte dann um die Eckfahne. Was zunächst seltsam aussah, hatte eine Vorgeschichte. Merinos Vater hatte 33 Jahre zuvor im gleichen Stadion einen Treffer für Osasuna gegen den VfB Stuttgart erzielt und den gleichen Tanz aufgeführt. Was für eine Geschichte!
Gewinner: Mikel Merino und sein Siegestanz
Mikel Merino köpfte Spanien in der 119. Minute zum Sieg gegen Deutschland und tanzte dann um die Eckfahne. Was zunächst seltsam aussah, hatte eine Vorgeschichte. Merinos Vater hatte 33 Jahre zuvor im gleichen Stadion einen Treffer für Osasuna gegen den VfB Stuttgart erzielt und den gleichen Tanz aufgeführt. Was für eine Geschichte!
© 2024 Getty Images
<strong>Gewinner: Publikumsliebling Niclas Füllkrug</strong> <br>Viele Jahre sah es nicht unbedingt danach aus, als ob Füllkrug eine wirklich große Karriere vergönnt wäre. Mittlerweile ist er Publikumsliebling im DFB-Team und zeigte gegen Spanien erneut, dass er auch auf diesem Niveau ein Top-Stürmer sein kann. Beim Interview nach dem Spiel sprach Füllkrug direkt in die Kamera zu den Fans und sorgte für einen Gänsehautmoment.
Gewinner: Publikumsliebling Niclas Füllkrug
Viele Jahre sah es nicht unbedingt danach aus, als ob Füllkrug eine wirklich große Karriere vergönnt wäre. Mittlerweile ist er Publikumsliebling im DFB-Team und zeigte gegen Spanien erneut, dass er auch auf diesem Niveau ein Top-Stürmer sein kann. Beim Interview nach dem Spiel sprach Füllkrug direkt in die Kamera zu den Fans und sorgte für einen Gänsehautmoment.
© Pressefoto Baumann
<strong>Gewinner: Die DFB-Reservisten und der Teamgeist</strong><br>Generell hatten auch die Spieler aus der zweiten Reihe großen Anteil daran, dass das DFB-Team bei der Heim-EM einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Ob Deniz Undav oder Robin Koch, niemand meckerte, alle unterstützten das Team und fieberten an der Außenlinie mit. So geht Teamgeist.
Gewinner: Die DFB-Reservisten und der Teamgeist
Generell hatten auch die Spieler aus der zweiten Reihe großen Anteil daran, dass das DFB-Team bei der Heim-EM einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Ob Deniz Undav oder Robin Koch, niemand meckerte, alle unterstützten das Team und fieberten an der Außenlinie mit. So geht Teamgeist.
© Pressefoto Baumann
<strong>Gewinner: Die unterschätzten Niederländer</strong> <br>So richtig hatte Oranje niemand auf dem Zettel, nun stehen nur noch die schwachen Engländer zwischen der Mannschaft von Trainer Ronald Koeman und dem Finaleinzug. Das Team scheint mit jedem Spiel zu wachsen, auch ein Rückstand wie im Viertelfinale gegen die Türkei oder eine Niederlage wie in der Gruppenphase gegen Österreich bringt sie nicht aus dem Konzept.
Gewinner: Die unterschätzten Niederländer
So richtig hatte Oranje niemand auf dem Zettel, nun stehen nur noch die schwachen Engländer zwischen der Mannschaft von Trainer Ronald Koeman und dem Finaleinzug. Das Team scheint mit jedem Spiel zu wachsen, auch ein Rückstand wie im Viertelfinale gegen die Türkei oder eine Niederlage wie in der Gruppenphase gegen Österreich bringt sie nicht aus dem Konzept.
© Action Plus
<strong>Gewinner: Dayot Upamecano</strong> <br>Beim FC Bayern ist Dayot Upamecano ein Wackelkandidat, bei der EM ist er ein nicht wegzudenkender Teil der französischen Beton-Abwehr. Während er in München immer wieder in der Kritik steht, machte er im Viertelfinale gegen Portugal erneut ein starkes Spiel und hatte seinen Anteil, dass bei den Franzosen wieder die Null stand. Upamecano macht bei der EM definitiv Werbung für sich.
Gewinner: Dayot Upamecano
Beim FC Bayern ist Dayot Upamecano ein Wackelkandidat, bei der EM ist er ein nicht wegzudenkender Teil der französischen Beton-Abwehr. Während er in München immer wieder in der Kritik steht, machte er im Viertelfinale gegen Portugal erneut ein starkes Spiel und hatte seinen Anteil, dass bei den Franzosen wieder die Null stand. Upamecano macht bei der EM definitiv Werbung für sich.
© AFLOSPORT
<strong>Verlierer: Anthony Taylor und der VAR</strong> <br>Ein ganzes Stadion brüllt "Hand!", deutsche Spieler reklamieren, Spaniens Cucurella lässt den Kopf hängen, weil er glaubt, einen Elfer verursacht zu haben. Nur Referee Taylor sieht nichts und lässt weiterspielen, der VAR greift nicht ein. Wenn bei einem klaren Handspiel die Regel Ermessenspielraum lässt, ist die Regel schlecht. Und wenn der VAR nicht eingreift, kann er auch weg.
Verlierer: Anthony Taylor und der VAR
Ein ganzes Stadion brüllt "Hand!", deutsche Spieler reklamieren, Spaniens Cucurella lässt den Kopf hängen, weil er glaubt, einen Elfer verursacht zu haben. Nur Referee Taylor sieht nichts und lässt weiterspielen, der VAR greift nicht ein. Wenn bei einem klaren Handspiel die Regel Ermessenspielraum lässt, ist die Regel schlecht. Und wenn der VAR nicht eingreift, kann er auch weg.
© Bildbyran
<strong>Verlierer: Der schwächelnde Harry Kane</strong> <br>Hat Harry Kane einen weniger talentierten Zwillingsbruder, der bei der EM für England aufläuft? Kanes Auftritte bei der EM haben mit dem aus München bekannten Torjäger wenig gemeinsam. Im Viertelfinale gegen die Schweiz brachte es Kane in 109 Minuten nur auf 26 Ballkontakte. Der Angreifer wirkt träge und müde und wird zum Sinnbild der biederen Auftritte des englischen Teams.
Verlierer: Der schwächelnde Harry Kane
Hat Harry Kane einen weniger talentierten Zwillingsbruder, der bei der EM für England aufläuft? Kanes Auftritte bei der EM haben mit dem aus München bekannten Torjäger wenig gemeinsam. Im Viertelfinale gegen die Schweiz brachte es Kane in 109 Minuten nur auf 26 Ballkontakte. Der Angreifer wirkt träge und müde und wird zum Sinnbild der biederen Auftritte des englischen Teams.
© 2024 Getty Images
<strong>Verlierer: Schweizer Elfmetertrottel</strong> <br>Nachdem die Engländer ihren Elfmeterfluch besiegen konnten, bewirbt sich nun die Schweiz für die Rolle der Elfmetertrottel. Bei der EM 2021 schieden sie im Elferschießen gegen Spanien aus, nun wieder im Viertelfinale gegen England. Dabei wäre der Shootout vermeidbar gewesen, mit etwas mehr Herz hätte die Schweiz die Engländer sicherlich nach 90 oder 120 Minuten bezwingen können.
Verlierer: Schweizer Elfmetertrottel
Nachdem die Engländer ihren Elfmeterfluch besiegen konnten, bewirbt sich nun die Schweiz für die Rolle der Elfmetertrottel. Bei der EM 2021 schieden sie im Elferschießen gegen Spanien aus, nun wieder im Viertelfinale gegen England. Dabei wäre der Shootout vermeidbar gewesen, mit etwas mehr Herz hätte die Schweiz die Engländer sicherlich nach 90 oder 120 Minuten bezwingen können.
© 2024 Getty Images
<strong>Verlierer: Kylian Mbappe und die französische Ladehemmung</strong> <br>Auch die Franzosen erweisen sich als Minimalisten. Kein einziges Tor aus dem Spiel heraus hat die Elf bislang erzi elt und steht trotzdem im Halbfinale. Angesichts der auf dem Papier herausragenden Offensive ist das fast schon ein Witz. Stellvertretend dafür steht Kylian Mbappe, der Superstar mit der gebrochenen Nase ist bisher nur ein Schatten seiner selbst.
Verlierer: Kylian Mbappe und die französische Ladehemmung
Auch die Franzosen erweisen sich als Minimalisten. Kein einziges Tor aus dem Spiel heraus hat die Elf bislang erzi elt und steht trotzdem im Halbfinale. Angesichts der auf dem Papier herausragenden Offensive ist das fast schon ein Witz. Stellvertretend dafür steht Kylian Mbappe, der Superstar mit der gebrochenen Nase ist bisher nur ein Schatten seiner selbst.
© AFLOSPORT
<strong>Verlierer: Türkei und die Wolfsgruß-Fans</strong> <br>Die türkische Mannschaft verspielt trotz großartiger Unterstützung ihrer Fans eine Führung gegen die Niederlande. Und Teile der Fans verspielen Sympathien, weil sie im Berliner Olympiastadion den Wolfsgruß zeigen. Der ist in Deutschland zwar nicht verboten, gilt aber als Solidarisierungsgeste mit den rechtsextremen "Grauen Wölfen". Das hätte es nun wirklich nicht gebraucht.
Verlierer: Türkei und die Wolfsgruß-Fans
Die türkische Mannschaft verspielt trotz großartiger Unterstützung ihrer Fans eine Führung gegen die Niederlande. Und Teile der Fans verspielen Sympathien, weil sie im Berliner Olympiastadion den Wolfsgruß zeigen. Der ist in Deutschland zwar nicht verboten, gilt aber als Solidarisierungsgeste mit den rechtsextremen "Grauen Wölfen". Das hätte es nun wirklich nicht gebraucht.
© 2024 Getty Images
<strong>Verlierer: Ronaldo</strong> <br>Es gibt eine Menge legendärer Sportler, die den richtigen Zeitpunkt für ihr Karriereende verpasst haben. Muhammad Ali oder Michael Jordan könnten hier genannt werden und vielleicht bald auch Cristiano Ronaldo. Es ist jedenfalls schlimm zu sehen, wie CR7 mittlerweile eher eine Belastung als eine Hilfe für Portugals Mannschaft ist. Auch wenn er im Elfmeterschießen gegen Frankreich traf.
Verlierer: Ronaldo
Es gibt eine Menge legendärer Sportler, die den richtigen Zeitpunkt für ihr Karriereende verpasst haben. Muhammad Ali oder Michael Jordan könnten hier genannt werden und vielleicht bald auch Cristiano Ronaldo. Es ist jedenfalls schlimm zu sehen, wie CR7 mittlerweile eher eine Belastung als eine Hilfe für Portugals Mannschaft ist. Auch wenn er im Elfmeterschießen gegen Frankreich traf.
© ZUMA Press
<strong>Verlierer: Der Fußball und die Fans</strong> <br>Mit Ausnahme des Schlagabtauschs zwischen Deutschland und Spanien gab es in den Viertelfinals viel Leerlauf und die Halbfinals versprechen auch nicht sonderlich guten Fußball. Sollten die angeschlagenen Spanier gegen Frankreich verlieren und England sich gegen die Niederlande durchwursteln, droht das Minimalisten-Finale. Das Niveau der EM ist ähnlich trist wie der deutsche Sommer.
Verlierer: Der Fußball und die Fans
Mit Ausnahme des Schlagabtauschs zwischen Deutschland und Spanien gab es in den Viertelfinals viel Leerlauf und die Halbfinals versprechen auch nicht sonderlich guten Fußball. Sollten die angeschlagenen Spanier gegen Frankreich verlieren und England sich gegen die Niederlande durchwursteln, droht das Minimalisten-Finale. Das Niveau der EM ist ähnlich trist wie der deutsche Sommer.
© Pressefoto Baumann
<strong>Gewinner und Verlierer des EM-Viertelfinales</strong><br>Hat Harry Kane vielleicht einen weniger talentierten Zwillingsbruder, der für ihn die EM spielt? Und wie konnte Anthony Taylor nicht sehen, was ein ganzes Stadion gesehen hat? Wurde die Rolle der Elfmetertrottel von den Engländern an die Schweizer weitergegeben? Die Antworten gibt <em><strong>ran</strong></em> in den Gewinnern und Verlierern des Viertelfinales der Europameisterschaft.
<strong>Gewinner: Bundestrainer Julian Nagelsmann</strong> <br>Das atemberaubende Viertelfinale der DFB-Elf gegen Spanien hat nochmal unterstrichen, dass Julian Nagelsmann die deutsche Mannschaft in nur neun Monaten wieder auf Augenhöhe mit der Weltspitze geführt hat. Nach der Pleite fand der Bundestrainer dann genau die richtigen Worte. Nicht nur sportlich, er sprach sich auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt aus. Das war großartig!
<strong>Gewinner: Elfmeterheld Jordan Pickford</strong> <br>Engländer und Elfmeterschießen, das war viele Jahre lang ein Running Gag. Jetzt stehen die "Three Lions" im Halbfinale dank eines Sieges im Elfmeterschießen gegen die Schweiz. Torwart Jordan Pickford – der auch schon oft genug in der Kritik stand – hält gleich den ersten Elfer von Manuel Akanji und wird zum Helden.
<strong>Gewinner: Mikel Merino und sein Siegestanz</strong> <br>Mikel Merino köpfte Spanien in der 119. Minute zum Sieg gegen Deutschland und tanzte dann um die Eckfahne. Was zunächst seltsam aussah, hatte eine Vorgeschichte. Merinos Vater hatte 33 Jahre zuvor im gleichen Stadion einen Treffer für Osasuna gegen den VfB Stuttgart erzielt und den gleichen Tanz aufgeführt. Was für eine Geschichte!
<strong>Gewinner: Publikumsliebling Niclas Füllkrug</strong> <br>Viele Jahre sah es nicht unbedingt danach aus, als ob Füllkrug eine wirklich große Karriere vergönnt wäre. Mittlerweile ist er Publikumsliebling im DFB-Team und zeigte gegen Spanien erneut, dass er auch auf diesem Niveau ein Top-Stürmer sein kann. Beim Interview nach dem Spiel sprach Füllkrug direkt in die Kamera zu den Fans und sorgte für einen Gänsehautmoment.
<strong>Gewinner: Die DFB-Reservisten und der Teamgeist</strong><br>Generell hatten auch die Spieler aus der zweiten Reihe großen Anteil daran, dass das DFB-Team bei der Heim-EM einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Ob Deniz Undav oder Robin Koch, niemand meckerte, alle unterstützten das Team und fieberten an der Außenlinie mit. So geht Teamgeist.
<strong>Gewinner: Die unterschätzten Niederländer</strong> <br>So richtig hatte Oranje niemand auf dem Zettel, nun stehen nur noch die schwachen Engländer zwischen der Mannschaft von Trainer Ronald Koeman und dem Finaleinzug. Das Team scheint mit jedem Spiel zu wachsen, auch ein Rückstand wie im Viertelfinale gegen die Türkei oder eine Niederlage wie in der Gruppenphase gegen Österreich bringt sie nicht aus dem Konzept.
<strong>Gewinner: Dayot Upamecano</strong> <br>Beim FC Bayern ist Dayot Upamecano ein Wackelkandidat, bei der EM ist er ein nicht wegzudenkender Teil der französischen Beton-Abwehr. Während er in München immer wieder in der Kritik steht, machte er im Viertelfinale gegen Portugal erneut ein starkes Spiel und hatte seinen Anteil, dass bei den Franzosen wieder die Null stand. Upamecano macht bei der EM definitiv Werbung für sich.
<strong>Verlierer: Anthony Taylor und der VAR</strong> <br>Ein ganzes Stadion brüllt "Hand!", deutsche Spieler reklamieren, Spaniens Cucurella lässt den Kopf hängen, weil er glaubt, einen Elfer verursacht zu haben. Nur Referee Taylor sieht nichts und lässt weiterspielen, der VAR greift nicht ein. Wenn bei einem klaren Handspiel die Regel Ermessenspielraum lässt, ist die Regel schlecht. Und wenn der VAR nicht eingreift, kann er auch weg.
<strong>Verlierer: Der schwächelnde Harry Kane</strong> <br>Hat Harry Kane einen weniger talentierten Zwillingsbruder, der bei der EM für England aufläuft? Kanes Auftritte bei der EM haben mit dem aus München bekannten Torjäger wenig gemeinsam. Im Viertelfinale gegen die Schweiz brachte es Kane in 109 Minuten nur auf 26 Ballkontakte. Der Angreifer wirkt träge und müde und wird zum Sinnbild der biederen Auftritte des englischen Teams.
<strong>Verlierer: Schweizer Elfmetertrottel</strong> <br>Nachdem die Engländer ihren Elfmeterfluch besiegen konnten, bewirbt sich nun die Schweiz für die Rolle der Elfmetertrottel. Bei der EM 2021 schieden sie im Elferschießen gegen Spanien aus, nun wieder im Viertelfinale gegen England. Dabei wäre der Shootout vermeidbar gewesen, mit etwas mehr Herz hätte die Schweiz die Engländer sicherlich nach 90 oder 120 Minuten bezwingen können.
<strong>Verlierer: Kylian Mbappe und die französische Ladehemmung</strong> <br>Auch die Franzosen erweisen sich als Minimalisten. Kein einziges Tor aus dem Spiel heraus hat die Elf bislang erzi elt und steht trotzdem im Halbfinale. Angesichts der auf dem Papier herausragenden Offensive ist das fast schon ein Witz. Stellvertretend dafür steht Kylian Mbappe, der Superstar mit der gebrochenen Nase ist bisher nur ein Schatten seiner selbst.
<strong>Verlierer: Türkei und die Wolfsgruß-Fans</strong> <br>Die türkische Mannschaft verspielt trotz großartiger Unterstützung ihrer Fans eine Führung gegen die Niederlande. Und Teile der Fans verspielen Sympathien, weil sie im Berliner Olympiastadion den Wolfsgruß zeigen. Der ist in Deutschland zwar nicht verboten, gilt aber als Solidarisierungsgeste mit den rechtsextremen "Grauen Wölfen". Das hätte es nun wirklich nicht gebraucht.
<strong>Verlierer: Ronaldo</strong> <br>Es gibt eine Menge legendärer Sportler, die den richtigen Zeitpunkt für ihr Karriereende verpasst haben. Muhammad Ali oder Michael Jordan könnten hier genannt werden und vielleicht bald auch Cristiano Ronaldo. Es ist jedenfalls schlimm zu sehen, wie CR7 mittlerweile eher eine Belastung als eine Hilfe für Portugals Mannschaft ist. Auch wenn er im Elfmeterschießen gegen Frankreich traf.
<strong>Verlierer: Der Fußball und die Fans</strong> <br>Mit Ausnahme des Schlagabtauschs zwischen Deutschland und Spanien gab es in den Viertelfinals viel Leerlauf und die Halbfinals versprechen auch nicht sonderlich guten Fußball. Sollten die angeschlagenen Spanier gegen Frankreich verlieren und England sich gegen die Niederlande durchwursteln, droht das Minimalisten-Finale. Das Niveau der EM ist ähnlich trist wie der deutsche Sommer.
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Mittelfeld

Robert Andrich

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 3, 4, 3, 3 / Durchschnittsnote: 3

Am Ende bleibt das Bild seiner pinken Haare. Machte aber vor allem mit starken Leistungen von sich reden. Gutes Verständnis mit Kroos und aggressives Aushängeschild des Teams. Dürfte seinen Platz bis zur WM in zwei Jahren sicher haben.

Toni Kroos

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 1, 1, 4, 3, 4 / Durchschnittsnote: 2,6

Muss seine Karriere ohne den fehlenden EM-Titel beenden. Sorgt mit seinem Comeback aber dafür, dass das Team überhaupt in die Nähe des Favoritenkreises kommt. Agiert - besonders zu Turnierbeginn - wie ein Quarterback und lenkt jeden Angriff. Toni wird fehlen!

Jamal Musiala

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 1, 1, 4, 2, 3 / Durchschnittsnote: 2,2

Bester deutscher Spieler bei dieser Heim-EM. Macht mit der Zehn auf dem Rücken den nächsten Schritt. Bester Torschütze ist er mit seinen drei Treffern ebenfalls. Wenn er fit bleibt, der kommende Superstar des deutschen Fußballs.

Florian Wirtz

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 1, 3, 5, -, 1 / Durchschnittsnote: 2,5

Leichter Durchhänger nach superstarkem Auftakt ins Turnier. Immer dann am besten, wenn er im Duett mit Musiala in Kombinationsrhythmus kommt. Dreht das Spiel gegen Spanien fast im Alleingang. Nach einer langen und sehr erfolgreichen Saison jetzt im wohlverdienten Urlaub.

Ilkay Gündogan

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 1, 4, 3, 4 / Durchschnittsnote: 2,8

Vor der EM in der Kritik, stabilisiert sich der Kapitän und geht mit starken Leistungen voran. Herausragend in der Vorrunde. Stiller Leader. Der Bundestrainer kämpft darum, dass der Barca-Regisseur weiterhin für Deutschland spielt. Entscheidung offen!

Emre Can

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 3, -, 2, 5 / Durchschnittsnote: 3

Von der Gartenliege mitten rein in die EM - und vier mal auf dem Platz. Gegen Spanien leider überfordert und zur Halbzeit ausgewechselt. Dennoch: Ein völlig unverhoffter Gewinner des Turniers.

Pascal Groß

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, -, -, -, - / Durchschnittsnote: 2

Klarer Backup. Verlor durch die Nachnominierung von Can einen Rang und hatte weniger Einsatzzeit als erwartet. Nur im Eröffnungsspiel auf dem Platz, dort solide. Wenn man so will: einer der wenigen sportlichen Verlierer.

Leroy Sané

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 3, 3, -, 4, 4 / Durchschnittsnote: 3,5

In jedem Spiel von Nagelsmann berücksichtigt. In keinem aber überzeugt der Bayern-Star, der allerdings seine Schambein-Probleme mit durchs Turnier schleppt und so nie völlig frei aufspielen kann. Trotzdem so etwas wie die Enttäuschung des DFB-Teams. Ein gesunder und selbstbewusster Sane hätte Deutschland sehr gut getan. Sofort nach EM-Aus auf den OP-Tisch. Nicht sein Turnier.

Chris Führich

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, 3, -, -, - / Durchschnittsnote: 3

In der Vorbereitung oft Joker Nummer eins. Im Turnier dann nur mit einem Kurzeinsatz. Wenn er die Form der vergangenen VfB-Saison bestätigt, ein Spieler, der auch in Zukunft beim DFB mit dabei sein dürfte.

Thomas Müller

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, -, -, -, 2 / Durchschnittsnote: 2

In seinem - voraussichtlich - letzten Turnier für Deutschland nochmal wichtig. Oft aber "nur" neben dem Platz als Connector. Das Viertelfinale drehte er dann zusammen mit Wirtz fast um, bis das bittere Aus kam.

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Vorbild EM: Nagelsmann mit Motivationsrede für die Nation

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Sturm

Kai Havertz

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 2, 3, 4, 2, 3 / Durchschnittsnote: 2,8

Immer bemüht. Immer fleißig. Oft aber glücklos. Überzeugte den Bundestrainer durch Laufwege und Kombinationsstärke. Muss aber dringend seinen Torabschluss verbessern.

Niclas Füllkrug

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: 1, 3, 2, 3, 2 / Durchschnittsnote: 2,2

Wieder einer der Gewinner bei einem Turnier der DFB-Elf. Kam von der Bank und machte immer Alarm. Zwei Tore und einige Chancen auf mehr. Verbindungsstück zwischen Tribüne und der Mannschaft auf dem Platz. So ganz wichtig.

Deniz Undav

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, -, -, -

Bekam den erwarteten Kurzeinsatz beim "Heimspiel" in Stuttgart. Hochmotiviert und Stimmungskanone im Kader. In Zukunft dürfte er mehr Chancen bekommen.

Maximilian Beier

ran-Noten in den fünf EM-Spielen: -, -, 3, -, - / Durchschnittsnote: 3

Mit einem Kurzeinsatz gegen die Schweiz. Brachte Schwung und strahlte Gefährlichkeit aus. Sammelte Erfahrung bei seinem ersten Turnier. Seine Zeit wird kommen!

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