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Europameisterschaft in deutschland

EM 2024: Reporter der "New York Times" kritisiert Turnier in Deutschland

  • Aktualisiert: 23.06.2024
  • 19:04 Uhr
  • ran.de
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Ein US-Reporter stellt erstaunt fest, dass das von Effizienz und Verlässlichkeit geprägte Image Deutschlands bei dieser EM dringend auf den Prüfstand gehört.

"Vergessen Sie alles, was Sie zu wissen glauben", titelte die "New York Times" und meinte damit das Klischee über angebliche deutsche Qualitäten, wie Effizienz, Verlässlichkeit, Zweckmäßigkeit - nichts davon sei bei der Euro 2024 zu bemerken.

Reporter Sebastian Stafford-Bloor lässt in seinem Artikel kein gutes Haar an der Organisation in Deutschland. Was läuft aus seiner Sicht alles schief? Es gebe Probleme, die Zuschauer vor den Stadien unter Kontrolle zu halten. Die Fans müssten "miserable Bedingungen" auf dem Weg zum Stadion ertragen. U-Bahn- und Zugverkehr in den Austragungsorten seien unter der zusätzlichen Nachfrage zusammengebrochen.

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Sogar in München, wo der FC Bayern Spiel für Spiel ausverkauft und die Stadt einen derartigen Ansturm eigentlich gewohnt sein müsste. "Die U-Bahnstrecke von München nach Fröttmaning kam zum Erliegen. Die Züge hielten an. Außerhalb der Allianz Arena herrschte - wie bei anderen Spielen in der Folgezeit - Chaos."

Ein vernichtendes Urteil gab er auch über Gelsenkirchen ab. "Die Straßenbahnverbindung vom Bahnhof zur Arena war so verstopft und überfüllt, dass einige Fans den gesamten Weg zu Fuß zurücklegten - etwa anderthalb Stunden vom Hauptbahnhof der Stadt."

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Reporter: Nichts funktioniert bei der Deutschen Bahn 

Und dann natürlich noch die Deutsche Bahn. Verspätungen, spontane Gleisänderungen, Überfüllung. "Einst der Goldstandard des Bahnverkehrs in Europa, ist sie heute weit von diesem Höhepunkt entfernt", schreibt Stafford-Bloor.

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Nun ja. Was Besucher aus aller Welt erstaunen mag, dürfte vielen Bürgern hierzulande nur ein müdes Lächeln entlocken. Nicht umsonst diskutiert die Politik seit Jahren über eine marode Infrastruktur in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Dank der EM weiß es jetzt auch die ganze Welt, wie es um die einstigen deutschen Tugenden bestellt ist.

Auch das hat der Autor der "New York Times" in den vergangenen Tagen erkannt. Er schreibt: "Während Menschen außerhalb Deutschlands über die Verspätungen entsetzt sind, kennen diejenigen, die im Land leben, die Probleme der DB nur zu gut. Züge sind verspätet. Züge kommen nicht an. Anschlüsse werden verpasst und die Menschen sitzen fest."

Die Deutschen würden bei angekündigten Verspätungen nur noch genervt mit den Augen rollen. "Es ist zu einer Pointe geworden", resümiert der Reporter.

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Deutsche sind "wunderbare Gastgeber"

Auch wenn bei der EM die "schlechten Dinge im Vordergrund stehen", immerhin hat Stafford-Bloor für die Bevölkerung nur lobende Worte übrig.

Die deutschen seien "wunderbare Gastgeber". Und die freiwilligen Helfer "geben unter schwierigen Umständen ihr Bestes und arbeiten extrem hart, um den Menschen zu helfen".

Immerhin etwas...

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