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Fußball

Frauen-Bundesliga: Bald wie FC Bayern? Die BVB-Frauen machen Ernst

  • Veröffentlicht: 16.03.2026
  • 14:19 Uhr
  • SID

Der Angriff läuft längst - Borussia Dortmund drängt auch bei den Frauen mit Macht nach oben.

So einfach ist es manchmal dann doch noch nicht. Gerade hat Borussia Dortmund für den Sommer die populärste deutsche Fußballerin der vergangenen zehn Jahre und einen der erfolgreichsten Manager verpflichtet - aber die Drittliga-Gegenwart ist wenig glamourös und bisweilen zäh. "Aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten", teilte der BVB am Sonntag mit, musste der Livestream des Regionalliga-Spiels bei Borussia Mönchengladbach "leider entfallen".

Das allerdings soll und wird den Verein sicherlich nicht aufhalten. Wer mit derartiger Wucht und höherem finanziellen Einsatz nach oben strebt, wird beinahe zwangsläufig in der Bundesliga landen. "Bei uns im Verein haben alle große Lust darauf, das weiter zu entwickeln", sagte BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke dem SID am Montag. Der Fußball der Frauen sei "überall im Aufwind".

Der BVB hat das Potenzial, einen Sturm zu entfachen - in Mönchengladbach gewann er übrigens locker 4:1. Die europaweite Strahlkraft der Marke ist bei allen Plänen ein gewaltiger Wettbewerbsvorteil, bestens zu sehen an der Personalie Alexandra Popp: Die Olympiasiegerin von Rio de Janeiro traf für den VfL Wolfsburg am Sonntag auf der ersten Station ihrer Abschiedstour in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen. Nach derzeitigem Stand wird sie in der kommenden Saison das Trikot ihres Lieblingsvereins in der dritten Liga tragen - denn der BVB liegt sechs Punkte hinter der zweiten Mannschaft des 1. FC Köln und müsste selbst als Meister noch in Playoffs um den Aufstieg.

Der Mehrjahresplan jedoch steht. "Wir wollen schnellstmöglich hoch in die zweite Liga, dann in die Bundesliga - und irgendwann werden wir sicher auch über die Champions League sprechen", sagte Abteilungsleiterin Svenja Schlenker schon vor Monaten. Denn "die Ambition ist Teil der DNA unseres Vereins, sie steht ganz, ganz oben". Popps Verpflichtung nannte sie nun "ein dickes Ausrufezeichen" und "ein starkes Signal für die Bedeutung und Zukunft des Frauenfußballs in Dortmund".

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Borussia Dortmund will mit Alexandra Popp in die Frauen-Bundesliga

Gut möglich also, dass sich in naher Zukunft auch in der Frauen-Bundesliga der BVB und der Dauermeister Bayern München um die Tabellenführung streiten. Denn die Dortmunder stehen "durch den Verein und seine Historie auf jahrzehntelang gewachsenen Strukturen", sagt Schlenker. Fans, Umfeld, Professionalität, alles ist eben schon da: Wo auf dieser Welt kann sich eine Spielerin sonst für ihre Vertragsunterschrift von 80.000 Menschen im Stadion feiern lassen?

Finanziell soll Popp sich beim BVB trotz des sportlichen Abstiegs zumindest nicht verschlechtern. Auch der Wolfsburger Erfolgsmanager Ralf Kellermann und Trainer Markus Högner, der aus der Bundesliga kam, bedeuten eingekaufte Expertise. Weitere Top-Transfers werden gewiss folgen.

Spekulationen gibt es bereits über die langjährige Nationalspielerin Lina Magull: Ihr Vertrag bei Inter Mailand läuft aus - und sie ist in Dortmund geboren.

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