Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien auf der Kippe
Formel 1: Iran-Krieg wird zum Problem - kommt es zu einem spektakulären Comeback?
- Veröffentlicht: 03.03.2026
- 20:51 Uhr
- ran.de
Der Krieg im Mittleren Osten wird auch für die Königsklasse des Motorsports mehr und mehr zum Problem.
Am kommenden Wochenende startet im australischen Melbourne die neue Formel-1-Saison (Sonntag, ab 05:00 Uhr im Liveticker). Nach dem Großen Preis von China und dem Japan-GP soll die Königsklasse des Motorsports im April eigentlich gleich zweimal im Mittleren Osten gastieren – am 12. April in Bahrain und am 19. April in Saudi-Arabien.
Der Krieg im arabischen Raum bringt nun aber Unruhe in den F1-Kalender. Noch im Februar hatte die Formel 1 unbehelligt in Bahrain getestet, seitdem hat sich viel verändert.
Seit den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran werden im Zuge der Vergeltungsschläge mehrere Golfstaaten angegriffen.
Formel 1: Iran-Krieg wird zum Problem
Zwar sind es bis zum Bahrain-Grand-Prix noch knapp fünf Wochen, nach Aussagen von US-Präsident Trump und politischen Beobachtern könnte der Konflikt aber noch Wochen andauern. Eine Austragung von großen Sportevents wäre in diesem Zuge ausgeschlossen.
Dazu kommt: Auch der Luftverkehr wird zum Problem. Flughäfen in Katar, Dubai und Abu Dhabi sind eigentlich wichtige Drehkreuze für das F1-Personal, bereits die Anreise nach Australien ist massiv erschwert.
Unzählige der rund 1.000 Teammitglieder mussten kurzfristig umbuchen, auf längere und teurere Routen ausweichen. Immerhin die Formel-1-Fracht ist inzwischen sicher in Melbourne angekommen.
Ersatzorte für Formel-1-Rennen?
Unabhängig von den geplanten Rennen hat der Iran-Konflikt bereits jetzt Auswirkungen auf die Königsklasse. So wurden die Reifentests von Pirelli in Bahrain abgesagt, Teammitglieder saßen unlängst in der Region fest.
Die Formel-1-Bosse halten sich mit Aussagen derweil zurück, über Ersatz-Austragungsorte wird aber bereits diskutiert. So heißt es aus Insiderkreisen, dass unter anderem über Portimao (Portugal), Imola (Italien) und Le Castellet (Frankreich) nachgedacht wird.
Imola wurde für die Saison 2026 eigentlich aus dem Kalender gestrichen, Portimao diente derweil während der Corona-Pandemie aus Ersatzort.