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Wintersport

Olympia 2026: Lindsey Vonn in Crans-Montana schwer gestürzt - Olympia-Teilnahme nicht ausgeschlossen

  • Aktualisiert: 30.01.2026
  • 23:36 Uhr
  • SID

Lindsey Vonn stürzt bei der Generalprobe neun Tage vor der Olympia-Abfahrt schwer, das Rennen endet im Eklat. Anschließend meldet sie sich aus dem Krankenhaus bei ihren Fans.

Speed Queen Lindsey Vonn hat nach ihrem schweren Sturz bei der Abfahrt in Crans-Montana die Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme noch nicht aufgegeben. "Das ist ein sehr bitteres Ergebnis, so kurz vor den Olympischen Spielen. Aber wenn ich eines kann, dann ist es zurückkommen. Mein Olympiatraum ist noch nicht ausgeträumt", schrieb die Skirennläuferin aus den USA wenige Stunden nach dem Sturz bei Instagram.

Vonn hatte nach dem ersten Sprung das Gleichgewicht verloren, geriet in Rückenlage und schlug schließlich im Fangnetz ein. "Ich habe mir das linke Knie verletzt. Ich bespreche die Situation mit meinen Ärzten und meinem Team und werde mich weiteren Untersuchungen unterziehen", schrieb sie weiter: "Ich werde weitere Informationen geben, sobald ich sie habe."

Die US-Amerikanerin blieb anfangs schwer atmend im Schnee liegen, konnte nach einigen Minuten Behandlungszeit aber selbstständig zu Tal fahren. Unterwegs blieb sie jedoch mehrmals stehen und hielt sich ihr linkes Knie.

Die Teilprothese, die ihr die erfolgreiche Rückkehr in den Weltcup ermöglicht hatte, hat sie rechts. Im Ziel winkte Vonn ins Publikum, ehe sie von Jacqueline Wiles getröstet wurde und sich zur Untersuchung begab. Mittels Helikopter wurde sie in die Klinik geflogen.

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Crans-Montana: Zwei weitere Athletinnen schwer gestürzt

Vor Vonn, die mit der Startnummer sechs auf die anspruchsvolle Piste "Mont Lachaux" gegangen war, stürzten bereits zwei weitere Athletinnen. Die Österreicherin Nina Ortlieb kam mit einem "blauen Fleck am Kinn" davon, wie sie erzählte. Marte Monsen (Norwegen) musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.

Weil die Sicht auf die unruhige Piste wegen Schneefalls immer schlechter wurde, wurde das Rennen nach Vonns Sturz abgebrochen. Die Athletinnen im Startbereich, darunter die beiden Deutschen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann, reagierten mit großem Unverständnis. "Alle haben gesagt: Wir verstehen die Absage nicht so hundertprozentig", meinte Athletensprecherin Cornelia Hütter aus Österreich. Renndirektor Peter Gerdol hielt dem entgegen: "Wir wollen keine Verletzungen haben."

Die Piste, meinte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier im "ZDF", "war schon immer eine schwierige Abfahrt, die ein gewisses Limit von den Frauen fordert". Wegen der unregelmäßigen Verhältnisse sprach er von einer "extremen Herausforderung", die Stürze führte er auf "individuelle skifahrerische Fehler" zurück.

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Weltcup im Zeichen der Brandkatastrophe

Wiles, die zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung gelegen hatte, berichtete: "Es hat sich nicht wie irgendetwas Verrücktes angefühlt." Dennoch zeigte sie Verständnis für die Jury: "Es ist ein harter Tag. Man sollte jede schützen."

Über dem Rennwochenende liegt ein Schatten, der Weltcup steht ganz im Zeichen der Brandkatastrophe von Crans-Montana am 1. Januar. Der Zielbogen ist in Schwarz gefärbt, es gibt keine Partys, die Sponsoren verzichten auf ihre Werbeflächen, auf den Banden wird der Opfer gedacht: "Unsere Gedanken sind bei euch."

Weidle-Winkelmann fand es "trotzdem gut, dass wir Rennen fahren können". Das gilt für sie nun erst am Samstag. Dann ist ein Super-G angesetzt, am Sonntag (jeweils 11 Uhr) soll als letztes Rennen vor Olympia eine Männer-Abfahrt stattfinden.

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