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College Football - Fernando Mendoza holt mit Indiana Hoosiers souverän den Titel: Wird er der nächste NFL-Top-Quarterback?
- Veröffentlicht: 20.01.2026
- 21:46 Uhr
- Raman Rooprail
Fernando Mendoza hat Indianas perfekte Saison ohne Niederlage mit der National Championship gekürt. Der Quarterback wurde mit der Heisman Trophy als bester College-Spieler ausgezeichnet und gilt als sicherer Nummer-1-Pick im NFL-Draft 2026. Was kann man im Vergleich zu ehemaligen Top-QB-Prospects erwarten?
von Raman Rooprail
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So viele High-School-Quarterbacks wurden 2022 bei Fernando Mendozas Sprung ans College höher als er geranked.
Mendoza war ein "Zwei-Sterne-Recruit", ein Spieler also, der nicht als zukünftiger NFL-Spieler eingeordnet und selbst im College nicht als sofortiger Starter gesehen wurde.
Der damals 19-Jährige kam bei den California Golden Bears unter und übernahm dennoch schon nach sechs Spielen das Zepter des Starters. Bei Cal blieb Mendoza zwei Jahre und gewann dabei neun von 19 Starts.
Nach holprigem Beginn fand er sich immer besser zurecht und bekam auch landesweit mehr Anerkennung für seine Leistungen. Nichtsdestotrotz entschied er sich vor dieser Saison, Cal zu verlassen.
Fernando Mendoza: Historische Saison bei Indiana Hoosiers
Mendoza hatte das Gefühl, er könne sein volles Potenzial bei den Golden Bears nicht ausschöpfen. In Indiana versprach er sich generell bessere Umstände was Coaching und Mitspieler betrifft - und dieser Move ging voll auf.
Wurde 2024 Mendoza nicht mal erwähnt, wenn es um die besten College-Quarterbacks des Landes ging, ist er heute der unumstrittene Top-Favorit auf den Nummer-1-Pick im kommenden Draft.
Das ist auf die historische Saison mit Indiana zurückzuführen. Die Hoosiers gewannen alle 16 Spiele und holten ihren erste National Championship überhaupt, Mendoza warf im Schnitt für 221 Yards pro Spiel und insgesamt 41 Touchdowns bei nur sechs Interceptions.
Für seine bärenstarken Leistungen wurde der 22-Jährige mit der Heisman Trophy als bester College-Spieler ausgezeichnet.
Seine Entwicklung ist bemerkenswert. So steigerte Mendoza vor allem seine Effizienz im Vergleich zu seiner Zeit bei Cal. Dort kam er in 19 Starts auf nur 30 Touchdown-Pässe bei 16 Interceptions.
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Fernando Mendoza: Nicht das Potenzial eines Caleb Williams oder Drake Maye
Dass die Las Vegas Raiders, die auf Quarterback-Suche sind und im kommenden Draft den ersten Pick inne haben, Mendoza auswählen werden, gilt als so gut wie sicher. Aber kann der 19-Jährige sich auch in der NFL etablieren?
Ganz so leicht wird das nicht sein. Mendoza ist kein Caleb Williams, Drake Maye oder Trevor Lawrence, die als sichere Picks in die Liga kamen und sofort das Potenzial hatten, die Liga mit ihrem Arm zu erobern. Mendozas Arm gilt als limitiert, der 22-Jährige überzeugt eher mit schnellen Entscheidungen und starkem Timing beim Wurf.
Bei Indiana zeigte er sich zudem besonders stark, wenn er keinen Druck bekam - unabhängig davon, ob er geblitzt wurde. Allerdings waren Schwächen erkennbar, wenn sein erster Read mal nicht offen war, dann wurde auch seine Fußarbeit schwächer und er lief teilweise ohne Not in den Druck hinein.
Fernando Mendoza: Umstände werden entscheidend sein
Im Gegensatz zu Cam Ward, der im vergangenen Jahr an Nummer eins in die Liga kam, gilt Mendoza eher als "Pro ready". Sein Spiel als Pocket Passer, der zwar durchaus auch mobil sein kann, aber eher selten selbst die Beine in die Hand nimmt, ist leichter in der NFL umsetzbar, als das von Ward. Allerdings hat Mendoza aktuell nicht das Potenzial, was Ward vor seinem Draft attestiert wurde - nämlich einer der Top-Quarterbacks der Liga zu werden.
Viel wird bei Mendoza auch auf die Umstände ankommen. Noch haben die Raiders keinen Head Coach, dementsprechend schwer ist dieser Punkt vorherzusehen. Im Idealfall sollte Mendoza zumindest zu Beginn seiner Karriere in einem System spielen, dass auf das Kurzpassspiel setzt und in dem er mit Timing sowie präzisen Pässen glänzen kann. Ähnlich wie es Tua Tagovailoa unter Mike McDaniel 2022 und 2023 bei den Miami Dolphins gezeigt hat.
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Auf welchem Level Mendoza seine Fähigkeiten auch in der NFL ausspielen kann, steht selbstredend noch in den Sternen. Wichtig wäre es aber, dass die Raiders, sollten sie Mendoza letztlich verpflichten, von Anfang an die bestmöglichen Umstände bieten. Der erste Schritt wäre dabei die Verpflichtung eines Head Coaches, der Mendoza konsequent weiterentwickeln kann und dessen Stärken fördert.
McDaniel wäre übrigens noch frei.