NFL - Die ran-Midseason-Awards nach Woche 9: Indianapolis Colts räumen dreifach ab
Aktualisiert: 07.11.2025
12:41 Uhr
Kai Esser/Redaktion
Die Hälfte der Saison ist vorbei, Zeit also für die Midseason Awards! ran kürt unter anderem den MVP und den Offensive Player of the Year zur Saisonhalbzeit.
Neun Wochen sind in der NFL rum, neun noch zu gehen. Wer hat bisher am meisten überzeugt?
ran vergibt die Awards MVP, Offensive Player of the Year und weitere Auszeichnungen zur Saisonhalbzeit.
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Most Valuable Player: Matthew Stafford (Los Angeles Rams)
In der Preseason gab es große Sorgen um Matthew Stafford. Der 37-Jährige hatte Probleme mit der Bandscheibe. Es gab sogar Befürchtungen, er würde die Saison ganz aussetzen müssen.
Und jetzt? Nach neun Wochen ist Stafford auf jedem MVP Ballot. Mit 2.147 Passing Yards, 21 Touchdowns (Ligahöchstwert) und lediglich zwei Interceptions spielt der Super-Bowl-Champion von 2021 eine überragende Saison bei den Los Angeles Rams. Ein No-Look-Pass hier, tiefe Bomben da - mit einer Auszeichnung als Most Valuable Player würde er seinen Einzug in die Hall of Fame endgültig fixieren.
Offensive Player of the Year: Jonathan Taylor (Indianapolis Colts)
2021 spielte Jonathan Taylor von den Indianapolis Colts schon einmal eine Fabelsaison. Seinerzeit jedoch holte sich Wide Receiver Cooper Kupp, der die sogenannte Triple Crown aus den meisten Receiving Yards, den meisten Receptions und den meisten Receiving Touchdowns gewann, die Auszeichnung.
In diesem Jahr führt jedoch kaum ein Weg an Taylor vorbei. Der Running Back führt die Liga in Yards pro Lauf, Rushing Yards insgesamt, First Downs und Rushing Touchdowns an. Er ist der Hauptgrund, warum die Offense der Colts in manchen Metriken sogar zu den Besten des Jahrtausends gehört. Ihm den Award nicht zu geben, würde keinen Sinn machen.
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NFL-Gerüchte: Indianapolis Colts wollen Philip Rivers aus dem Ruhestand zurückholen
Philip Rivers (Karriereende) Kommt es zum spektakulärsten Comeback der jüngeren NFL-Geschichte? Wie Insider Ian Rapoport berichtet, testen die Indianapolis Colts aktuell den Fitnesszustand von Philip Rivers. Der langjährige Chargers Quarterback spielte ein Jahr für die Colts, bevor er nach der Saison 2020 in den Ruhestand ging. Jetzt könnte der 44-Jährige Backup von Rookie Riley Leonard werden, der für den verletzten Daniel Jones nach dessen Achillessehnenriss einspringen muss.
George Pickens (Dallas Cowboys) Erst vor der Saison war George Pickens per Trade bei den Dallas Cowboys gelandet. Sein bei den Pittsburgh Steelers unterschriebener Rookie-Vertrag läuft nach dieser Spielzeit aus. Wie NFL-Insider Ian Rapoport berichtet, haben noch keine Gespräche über eine Verlängerung stattgefunden. Demnach ist die wahrscheinlichste Option, ihn über den Franchise Tag für ungefähr 28 Millionen US-Dollar zu halten. Dann könnte versucht werden, sich auf einen langfristigen Deal zu einigen.
Matt Nagy (Kansas City Chiefs) Die New York Giants suchen bekanntlich einen neuen Head Coach und haben für diesen Posten offenbar auch Matt Nagy ins Auge gefasst. Laut NFL-Insider Jay Glazer ist der aktuelle Offensive Coordinator der Kansas City Chiefs ein Kandidat. Nagy war von 2018 bis 2021 bereits Head Coach der Chicago Bears, aktuell ist er die rechte Hand von Andy Reid in Kansas City. Doch Nagy ist wohl nicht der einzige Chiefs-Coach auf der Liste ...
Steve Spagnuolo (Kansas City Chiefs) Auch Defensive Coordinator Steve Spagnuolo gehöre demnach zu den Kandidaten. Der 65-Jährige hat eine Giants-Vergangenheit, von 2007 bis 2008 war er erstmals Defensive Coordinator der G-Men und gewann den Super Bowl. 2015 kehrte er in gleicher Funktion zurück, am Ende der Saison 2017 war er interimistisch als Chefcoach tätig. Seit Januar 2019 ist er der Defensivkoordinator der Chiefs und gewann drei weitere Super Bowls.
Jaylen Waddle (Miami Dolphins) Beinahe hätte es einen weiteren Blockbuster-Trade in der NFL gegeben: Wie NFL-Insider Cameron Wolfe berichtet, standen die Miami Dolphins und Denver Broncos kurz vor einem Trade von Wide Receiver Jaylen Waddle. Demnach waren die Gespräche fortgeschritten, scheiterten letztendlich aber am Preis. Die Dolphins verlangten wohl mehrere Top-Picks, darunter mindestens einen in der ersten Runde.
Shilo Sanders (Free Agent) Cornerback Shilo Sanders hat eine weitere Chance bekommen, ein NFL-Team von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Wie "Pro Football Talk" berichtet, haben die San Francisco 49ers den 25-Jährigen zu einem Probetraining eingeladen. Der Bruder von Browns-Quarterback Shedeur Sanders wurde in diesem Jahr zunächst nicht gedraftet und im August von den Tampa Bay Buccaneers im Rahmen der Roster Cuts entlassen. Demnach gibt es derzeit aber keine Anzeichen dafür, dass die 49ers ihn unter Vertrag nehmen würden.
Odell Beckham Jr. (Free Agent) Wer dachte, die NFL-Karriere von Wide Receiver Odell Beckham Jr. sei zu Ende, der hat sich getäuscht. Wie Insider Tom Pelissero berichtet, hat "OBJ" das Interesse von mehreren Teams auf sich gezogen. Zuletzt antwortete der Passempfänger, der zuletzt bei den Miami Dolphins unter Vertrag stand, auf Social Media einem Bericht, der besagte, er sei zurückgetreten und betitelte ihn als "Fake". Und er hat auch schon ein favorisiertes Ziel ...
Odell Beckham Jr. (Free Agent) Im Gespräch mit Host Bill Maher bei "Club Random" wurde der Vorschlag erbracht, OBJ könne ja bei den Pittsburgh Steelers unterkommen. Die Antwort des Receivers: "Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist. Ich sage auch nicht, dass es nicht bereits Gespräche gab". Zudem ist Beckham mit Quarterback Aaron Rodgers befreundet: "Ich liebe ihn, wir hatten bereits Konversationen".
Defensive Player of the Year: Nik Bonitto (Denver Broncos)
Wäre sein Teamkollege Patrick Surtain als Cornerback nicht noch ein kleines bisschen besser gewesen, hätte Pass Rusher Nik Bonitto in 2024 eigentlich schon Defensive Player of the Year werden können.
Auch deshalb geht die Auszeichnung von uns an ihn. Er ist mit acht Sacks der gefährlichste Quarterback-Jäger der Denver Broncos, die die beste Defense der Liga nach Sacks stellen. Aber zu einem Defensive End gehören mehr als Sacks: Konstanter Druck auf den Quarterback muss her, um als Defense erfolgreich zu sein. Und das macht Bonitto auch in 2025 wie kaum ein Zweiter.
Platz 2: Brian Burns (New York Giants) Platz 3: Myles Garrett (Cleveland Browns)
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Offensive Rookie of the Year: Tyler Warren (Indianapolis Colts)
Erst ein einziges Mal wurde ein Tight End zum Offensive Rookie of the Year gewählt: 1961 gewann ein gewisser Mike Ditka die Auszeichnung. Weder Tony Gonzalez, noch Rob Gronkowski oder Travis Kelce wurde diese Ehre zuteil.
2025 kann sich das aber durchaus ändern: Tyler Warren spielt im Passing Game der Colts eine wichtige Rolle, ist für kurze Anspiele über die Mitte stets zu haben und überzeugt vor allem mit Yards after Catch. Neben seinen 518 Receiving Yards und drei Touchdowns ist Warren auch ein zuverlässiger Blocker.
Defensive Rookie of the Year: Abdul Carter (New York Giants)
Zugegeben: Die Werte von Abdul Carter sind alles andere als herausragend. Ein halber Sack, elf Tackles, eine Fumble Recovery. Spricht nicht unbedingt für einen tollen Output des an Stelle drei gedrafteten Outside Linebackers.
Allerdings ist seine Leistung auf den zweiten Blick trotzdem stark: Carter hat schon 16 Quarterback Pressures zustande bekommen - und zwar allein er! Das sind fünf mehr als jeder andere Rookie und auch mehr als beispielsweise Byron Young von den Rams, der bei elf Sacks steht. Carter ist eine gute Verstärkung für die New York Giants, daran gibt es gar keine Zweifel.
Platz 2: Jihaad Campbell (Philadelphia Eagles) Platz 3: Carson Schwesinger (Cleveland Browns)
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NFL Power Ranking vor den Playoffs: Top-Seeds Denver Broncos und Seattle Seahawks nicht ganz vorne dabei
NFL Power Ranking vor der Wild Card Round 18 Teams haben Ferien, nur noch 14 sind übrig und kämpfen im Playoff-Turnier um den Einzug in den Super Bowl. Aber wer hat dabei die besten Karten? ran präsentiert das Power Ranking vor dem ersten Playoff-Spieltag.
Platz 14: Carolina Panthers (Vorwoche: 19) Die Panthers springen fünf Plätze nach oben - und damit auf den letzten Platz. Klingt paradox, ist aber so. Trotz Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers mogelte sich Carolina in die Postseason, trotz negativer Bilanz. Sie gehen zwar als Außenseiter ins Rennen, aber die Rams haben sie in der Regular Season Zuhause geschlagen.
Platz 13: Pittsburgh Steelers (Vorwoche: 14) Ähnlich knapp haben sich die Pittsburgh Steelers in die Playoffs geschoben, ein verschossenes Field Goal des Kickers Tyler Loop von den Baltimore Ravens besorgte am Ende den Sieg in der AFC North. Davor gab es eine schwache Leistung gegen die Browns. Aber immerhin: DK Metcalf kommt zurück.
Platz 12: Green Bay Packers (Vorwoche: 13) Ja, die Green Bay Packers haben gegen die Minnesota Vikings nur ihre Backups spielen lassen. Dennoch geht niemand gerne mit drei Niederlagen in Serie in die Playoffs. Vor allem besorgniserregend: Jordan Love hat vor drei Wochen zuletzt ein Spiel gemacht. Am liebsten wollen Teams eingespielt in die Postseason gehen.
Platz 11: Los Angeles Chargers (Vorwoche: 11) Auch die Chargers verzichteten darauf, ihre Starter spielen zu lassen. Trotzdem haben es die Backups gegen die Denver Broncos gut gemacht. Spricht das nun für die zweite Garde der Chargers oder gegen die erste Garde der Broncos?
Platz 10: Chicago Bears (Vorwoche: 7) Die Starter nicht geschont haben die Chicago Bears - umso besorgniserregender war die Performance gegen die Detroit Lions. Der Divisionsrivale aus Michigan schaffte es, das Laufspiel mehr oder minder kaltzustellen. Die Lions haben gezeigt, wie man gegen die Bears spielen muss, um zu gewinnen. Die Frage ist: Haben die Packers das Personal dazu?
Platz 9: Houston Texans (Vorwoche: 9) Nächster Sieg für die Houston Texans, doch einer mit Beigeschmack: Beim 38:30 gegen die Indianapolis Colts hat die sonst so hochgelobte Defense kratergroße Lücken hinterlassen und Rookie Riley Leonard wie einen Pro Bowler aussehen lassen. Das ist nicht das, was sich Fans erhofft haben.
Platz 8: Philadelphia Eagles (Vorwoche: 10) Auch die Eagles ließen Starter bei der Niederlage gegen die Commanders auf der Bank, weil der dritte Seed der NFC quasi fix war. Gegen die San Francisco 49ers könnte das ein Vorteil sein, gerade mit dem langsam wieder in Schwung kommenden Laufspiel.
Platz 7: Los Angeles Rams (Vorwoche: 5) Vor einigen Wochen noch an Platz eins, jetzt nur noch Siebter. Die Los Angeles Rams haben sich über die vergangenen Wochen einige Fehler erlaubt. Zwar gewann LA am Ende klar gegen die Cardinals, mit allen Startern taten sie sich jedoch lange schwer. Dazu zwei vermeidbare Pleiten gegen die Falcons und Seahawks vorher. Wir haben berechtigte Zweifel am Team von Sean McVay.
Platz 6: San Francisco 49ers (Vorwoche: 3) Von drei auf sechs: Das liegt nicht einmal zwingend an der harmlosen Offense der 49ers gegen die Seattle Seahawks, sondern an den Verletzungen, die schlichtweg immer mehr werden. Die 49ers haben den wohl schwersten Pfad auf dem Weg zu einem möglichen Heim-Super-Bowl.
Platz 5: Denver Broncos (Vorwoche: 4) Es ist regelrecht bemerkenswert, wie es die Denver Broncos Woche für Woche schaffen, sich dem Niveau des Gegners anzupassen. Sowohl positiv als auch negativ. Gegen die Backups der Chargers gab es nur einen vergleichsweise knappen Sieg. Wir haben Bedenken vor den Playoffs.
Platz 4: Buffalo Bills (Vorwoche: 8) Die Backups der Buffalo Bills machten einen guten Job gegen die New York Jets. Was aber wirklich heraussticht: Auch ohne Josh Allen kann dieses Team Punkte erzielen, und zuvor gegen die Eagles zeigte die Defense, dass sie auch heroisch Punkte verhindern kann.
Platz 3: Jacksonville Jaguars (Vorwoche: 6) Mit acht Siegen in Serie spazieren die Jacksonville Jaguars in die Playoffs, die Tennessee Titans waren nur ein Lieferant für Selbstvertrauen für das Team von Liam Coen. Die Partie gegen die Buffalo Bills wird ein wahres Highlight werden!
Platz 2: Seattle Seahawks (Vorwoche: 2) Wir sind ehrlich: Der einzige Grund, warum die Seahawks nicht auf Platz eins liegen, ist - man muss es so hart sagen - Sam Darnold. Auf jeder anderen Position sind die Seahawks top, die Defense ist die wohl beste der Liga. Aber seit Woche elf spielt Darnold unterdurchschnittlichen Football und Quarterback ist nun einmal die wichtigste Position. Deshalb geht Platz eins ...
Platz 1: New England Patriots (Vorwoche: 1) ... an den statistisch besten Quarterback der Regular Season, Drake Maye und die New England Patriots. Die haben gegen die Miami Dolphins einmal kurz die Muskeln spielen lassen und die Fins mit 38:10 abgefrühstückt. Nebenbei zeigten sich die Offensive Line sowie das Laufspiel deutlich verbessert. Dass man ein Spiel mit 129er Passer Rating von Maye als fast selbstverständlich ansieht und das kaum thematisiert, zeigt nur, wie gut er eigentlich ist.
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Coach of the Year: Mike Vrabel (New England Patriots)
Lange Zeit schien es, als hätten die New England Patriots ein wenig ihre Identität verloren. Für was stehen die Patriots in den 20er-Jahren? In der Post-Brady-Ära? Das war lange unklar.
Head Coach Mike Vrabel hat diesem Team wieder ein Gesicht gegeben. Vrabel steht für Disziplin, klare Strukturen und den Fokus aufs Wesentliche. Das setzt sein Team bisher mit Bravour um: Nach zwei Saisons in Folge mit nur vier Siegen stehen die Patriots zur Saisonhalbzeit bei sieben Erfolgen.
Platz 2: Shane Steichen (Indianapolis Colts) Platz 3: Mike MacDonald (Seattle Seahawks)
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Comeback Player of the Year: Daniel Jones (Indianapolis Colts)
Es hätte sich falsch angefühlt, Daniel Jones bei der Preisverleihung außen vor zu lassen. Die Bezeichnung "Comeback Player of the Year" ist ja immer etwas schwammig. Sowohl vormals schwer verletzte Spieler als auch Spieler, die eigentlich schon abgeschrieben waren, können den Award bekommen.
Jones gehört sowohl zur einen, wie auch zur anderen Kategorie. Wer allen Ernstes dachte, dass Jones bei den Colts nicht nur Anthony Richardson (so früh) ausstechen, sondern auch noch nach Woche neun Passing Yards Leader der NFL sein würde, der möge bitte die Hand heben. Wir warten...