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NFL

NFL - Nicht Rams & Chargers: In Los Angeles haben Auswärtsfans die Macht

  • Veröffentlicht: 23.10.2023
  • 20:45 Uhr
  • Oliver Jensen
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Die Rams zogen 2016 von St. Louis nach Los Angeles, die Chargers kamen 2017 aus San Diego. ran-Autor Oliver Jensen hat festgestellt, dass beide Teams noch immer nicht richtig in der Stadt angekommen sind.

Aus Los Angeles berichtet Oliver Jensen

Innerhalb von einer Kalenderwoche fanden zwei NFL-Spiele im SoFi Stadium von Los Angeles statt. Montag vor einer Woche empfingen die Los Angeles Chargers die Dallas Cowboys, am vergangenen Sonntag die Los Angeles Rams die Pittsburgh Steelers.

Die Parallelen: Beide Male siegte das Auswärtsteam mit einem One-Score-Game. Die Cowboys gewannen mit 20:17, die Steelers mit 24:17. Und beide Male hatten die Auswärtsfans das Stadion fest im Griff.

Ob das möglicherweise den Ausschlag gab?

Bereits am Montag beschrieb ran, wie die Auswärtsfans der Cowboys gegenüber den Anhängern der Chargers in der Mehrheit waren.

Ein Experte nannte auch Gründe dafür. Die Chargers sind in der Stadt zum Beispiel nicht fest verankert, weil sie 2017 ohne große Vorgeschichte einfach hierher transferiert wurden. Bei den Los Angeles Rams sei die Situation etwas anders, weil sie bereits von 1946 bis 1994 in LA spielten.

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Das Wichtigste in Kürze

Soweit also die Theorie. Im Stadion war davon aber eher wenig zu spüren. Im Gegenteil: Was die Cowboys-Fans im Monday Night Game veranstalteten, war bereits beachtlich. Doch die Anhänger der Pittsburgh Steelers übertrafen dies noch einmal um Längen.

Terrible Towels prägen Stadionbild

Die Terrible Towels (die gelben Handtücher sind ein Markenzeichen der Steelers-Fans) prägten das Stadionbild. Sie zu zählen wäre ebenso sinnvoll gewesen wie Halme in einem Heuhaufen zu zählen – sie waren einfach überall.

Die Fans der Rams waren nicht nur in der Minderheit – sie waren auch kaum zu hören. Normalerweise helfen die Heim-Fans ihrer Mannschaft, indem sie bei den gegnerischen Offensive-Plays ordentlich Lärm machen und somit deren Kommunikation erschweren.

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Die Fans der Pittsburgh Steelers hatten das  SoFi-Stadium fest im Griff
Die Fans der Pittsburgh Steelers hatten das  SoFi-Stadium fest im Griff© IMAGO/USA TODAY Network

In Los Angeles läuft es genau andersherum. Hier machen die Auswärts-Fans der Heim-Mannschaft das Leben schwer.

"Wir wissen sehr zu schätzen, wie viel Unterstützung wir von der Steelers-Nation bekommen", sagte Head Coach Mike Tomlin gegenüber ran. "Wir nehmen das nicht als selbstverständlich und sind dankbar dafür." Auch Wide Receiver George Pickens lobte gegenüber ran: "Ich liebe diese Unterstützung. Es ist verrückt, ich fühlte mich wie bei einem Heimspiel."

Natürlich ließe sich argumentieren, dass die Fans der Steelers und Cowboys nicht der Maßstab sind. Das stimmt auch, denn nur wenige NFL-Teams haben so viele Fans!

Aber auch unabhängig davon zeigt sich im gesamten Stadtbild von Los Angeles, dass die beiden Footballteams in der Weltmetropole einen schweren Stand haben.

Die Fankultur ist nicht mitgezogen

Ein Beispiel: Während an jeder Ecke Fan-Utensilien von den Los Angeles Lakers angeboten werden, muss man nach passenden Produkten der Rams und Chargers deutlich länger suchen. Der Fanshop am Stadion, den sich beide Teams auch noch teilen, ist gefühlt nicht einmal halb so groß wie der Fanshop der Raiders in Las Vegas. Dabei ist auch das ein Umzugsteam.

Die Zuschauerzahlen sind zwar ordentlich, denn das SoFi Stadium ist mit den 70.270 Plätzen meist voll ausgelastet. Vielfach allerdings - so wurde es uns jedenfalls berichtet - sollen Fans aus Los Angeles ihre Tickets gewinnbringend an Touristen bzw. Auswärtsfans weiterverkaufen. Echte Fan-Liebe sieht anders aus.

Wirtschaftlich mag sich der Umzug für die Rams und Chargers dennoch ausbezahlt haben. Doch die Fankultur ist eben nicht mitgezogen.

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