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NFL: So bleibt Josh Allen ein ewiger Verlierer - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 19.01.2026
  • 12:46 Uhr
  • Andreas Reiners

Josh Allen ist einer der besten Quarterbacks der NFL. Trotzdem fehlt ihm eine elementare Eigenschaft, um zu den Größten der Geschichte zu gehören. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

Das Bild gehört fest zu dieser Jahreszeit: Gestandene Männer, die heulen. Die nach Worten ringen und ihre Tränen nicht zurückhalten können.

Aus Freude über den Einzug in die nächste Playoff-Runde der NFL. Oder weil die Reise zu Ende gegangen ist. Weil alle Träume geplatzt sind.

Josh Allen und die Buffalo Bills haben das auf besonders dramatische Art und Weise erlebt.

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Buffalo Bills: Josh Allen gibt Einblick in seine Gefühlswelt

Und wer hätte Allen auf der Pressekonferenz nicht gerne in den Arm genommen? Als er da stand, seine Emotionen nicht mehr zurückhalten konnte und einen Einblick in seine Gefühlswelt gab?

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"Ich habe das Gefühl, meine Teamkollegen im Stich gelassen zu haben", sagte der 29-Jährige, "ich hasse, wie die Saison geendet hat. Das wird mich noch lange Zeit beschäftigen."

Deshalb hätte man ihn gerne getröstet. Ihm gut zugeredet.

Denn seine Tränen erzählten die traurige Geschichte vom bitteren 30:33 in der Overtime bei den Denver Broncos. Vom vorzeitigen Aus in der Divisional Round. Kurz vor dem Super Bowl.

Doch das ist nicht alles.

Josh Allen: Tiefer Schmerz hat sich eingebrannt

Den tiefen Schmerz, den, der sich über Jahre eingebrannt und Narben hinterlassen hat, den konnte man in Allens Augen deutlich sehen. Denn seine Geschichte ist mehr als das Playoff-Aus in der Saison 2025.

Sie ist eine Historie des Scheiterns. Erzählt in einer depressiven Dauerschleife.

Sieben Mal hat er mit den Bills seit 2018 die Playoffs erreicht. Immer wieder befand sich Buffalo dabei auch im richtigen Fenster für den großen Wurf, für den Super-Bowl-Triumph. Bereit, die lange Durststrecke zu beenden, das lange Warten.

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Josh Allen und die Aura eines Siegers

Doch bei aller unbestrittenen Qualität fehlt Allen ganz offensichtlich etwas, das im ganz hohen Regal der NFL-Quarterbacks den Unterschied macht: die Aura eines Gewinners.

In diese Kategorie gehören die Eigenschaften, die einen sehr guten Quarterback zu einem speziellen machen. Denn was bringt es einem ambitionierten Team, wenn der Anführer die Mannschaft zwar in die Playoffs trägt, aber nie höher hinaus?

In vier der letzten fünf Saisons waren die Kansas City Chiefs mit Patrick Mahomes Endstation. Dazwischen auch die Cincinnati Bengals mit Joe Burrow. Doch beide Teams waren ebenso wenig in der Postseason vertreten wie die Baltimore Ravens und Lamar Jackson.

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Buffalo Bills: Josh Allen steht sich selbst im Weg

Doch wieder stolperten die Bills. Auch, weil Allen nicht zur Stelle war, als es zählte.

"Man kann mit fünf Turnovern nicht gewinnen", sagte er nach seinen eigenen beiden Fumbles und zwei Interceptions, eine davon in der Verlängerung: "Wenn man sich selbst so in den Fuß schießt, verdient man es nicht, zu gewinnen."

Und das ist der Punkt: Seine spielerischen Qualitäten sind unbestritten, seine Fähigkeiten als Franchise-Quarterback ebenso. Und natürlich ist ein Spielmacher kein Zauberer. Weshalb auch klar ist, dass die Gründe für das systematische Scheitern der Bills vielschichtig sind.

Doch Superstars wie Tom Brady oder Patrick Mahomes sind umgekehrt oft genug der ausschlaggebende Grund dafür gewesen, warum ihre Teams trotz aller Widrigkeiten dann doch als Gewinner vom Platz gegangen sind.

Eine Zahl, die viel sagt: Allen steht 0-7 in der Overtime, drei Mal verlor er dabei in den Playoffs. Mehr Crunch Time geht nicht. Weniger Aura aber auch nicht. Da werden Karrieren geprägt. In beide Richtungen.

Oder um es anders zu sagen: Allen ist "nicht clutch" genug für den Super Bowl. Er sorgt auf dem ganz hohen Niveau nicht für das gewisse Etwas. Er ist nicht der Macher in Do-or-Die-Spielen.

Inzwischen versehen mit dem Stempel eines Verlierers. Auch dieses Bild gehört fest zu dieser Jahreszeit.

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