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NFL - Stefon Diggs zu den Houston Texans: Blockbuster-Trade mit durchaus Rohrkrepierer-Potenzial

  • Aktualisiert: 05.04.2024
  • 09:49 Uhr
  • Martin Jahns
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Die Houston Texans holen mit Stefon Diggs einen großen Namen. Doch sowohl sportlich als auch als Teamplayer muss sich Diggs neu erfinden, um dem Team helfen zu können – ein Kommentar.

Von Martin Jahns

Die Houston Texans rüsten weiter auf. Nach zahlreichen Defensiv-Kräften und Running Back Joe Mixon kommt mit Stefon Diggs einer der arriviertesten Wide Receiver der NFL nach Houston.

Nach ihrem überraschend guten Playoff-Run im vergangenen Jahr spricht auf den ersten Blick vieles dafür, dass die Texans mit Diggs in der kommenden Saison zur absoluten Spitze der AFC gehören wird. Doch auf den zweiten Blick hat der Diggs-Trade ein gefährlich hohes Rohrkrepierer-Potenzial.

Ja, Diggs war in den vergangenen Jahren einer der produktivsten Receiver der Liga. Und das, obwohl gegnerische Defenses ihn immer wieder in Doppeldeckung nahmen. Zudem war der Zweitrunden-Pick, den die Texans für Diggs abgetreten haben, ein vergleichsweise günstiger Gegenwert, der das Risiko eingrenzt. 

Doch seine Formkurve zeigte zuletzt nach unten: 2023 spielte Diggs seine bislang schwächste Saison bei den Buffalo Bills. Die reichte zwar immer noch für ordentliche 1.183 Receiving Yards und acht Touchdowns. Doch der Star-Receiver haderte immer wieder öffentlichkeitswirksam mit seiner schrumpfenden Rolle im Offensiv-Plan der Bills. Immer seltener warf Josh Allen ihn an. Zeitweise stand Diggs nicht einmal in jedem zweiten Offensivspielzug auf dem Platz.

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Stefon Diggs: Folgenschwerer Playoff-Drop als Tiefpunkt

Zuletzt knackte Diggs im Oktober 2023 die Marke von 100 Receiving Yards in einer Partie. In seinen letzten sieben Spielen für Buffalo blieb er ohne Touchdown. Kurioserweise war Diggs‘ unproduktivste Phase in den fünf letzten Spielen der Regular Season zugleich die beste Saisonphase der Bills, die fünf Siege am Stück einfuhren.

Negativ-Höhepunkt für den Receiver: Als im er im Playoff-Spiel gegen die Kansas City Chiefs endlich wieder als Passempfänger gefragt war, ließ er beim Stand von 24:27 einen Pass mit Touchdown-Potenzial fallen und besiegelte so das Aus. Der Fehlgriff bestärkte seine Kritiker: So beeindruckend seine Zahlen in der Regular Season über die Jahre immer wieder waren, so enttäuschende Auftritte ließ Diggs immer wieder in den Playoffs folgen.

Was den Texans aber noch mehr zu denken geben sollte als Diggs‘ sportlicher Niedergang ist sein Verhalten. Immer wieder ließ der Receiver seiner Wut freien Lauf: In Presserunden sprach er davon, dass er "sehr frustriert sei", seine niedrige Produktivität aber nicht an ihm liege, und dass er auf der Bank angesichts seines sinkenden Einflusses "das F-Wort" schreie.

Zudem lieferte er sich an der Seitenlinie ein Wortgefecht mit seinem Quarterback Josh Allen. Ob Diggs und Allen noch ein gutes Verhältnis zueinander hätten, wurde in den Bills-Medienrunden zum Dauerthema.

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Stefon Diggs und C.J. Stroud: Eine Frage der Chemie

Drei Tage vor seinem Trade gab Diggs Allen auf X noch einen mit: Auf einen User-Post, dass Diggs für Allens Erfolg nicht essenziell sei, antwortete er suggestiv mit: "Bist du dir sicher?"

Viel Konfliktpotenzial also, das die Diva Diggs mit nach Houston bringt. Dort steht mit C.J. Stroud ein junger Quarterback unter Vertrag, der zwar aus einer blendenden Rookie-Saison kommt, aber noch weit weg vom gefestigten NFL-Status eines Allens ist. Läuft es für den neuen Star-Receiver nicht nach Plan, könnte er wie schon in Buffalo – und auch zuvor bei den Minnesota Vikings – die Stimmung in der eigenen Offense vergiften.

Zumal Diggs‘ Konkurrenz sich durchaus sehen lassen kann: Nico Collins (25 Jahre, 8 Touchdowns 2023) und Tank Dell (24 Jahre, 7 Touchdowns 2023) sind im besten Football-Alter und dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf viele Snaps in der kommenden Saison machen. Neuzugang Diggs wird indes in der kommenden Saison 31 Jahre alt.

Diggs muss zulegen: Sportlich und mit Stroud als neuen Quarterback auch als Teamplayer. Nur dann kann er für die Texans zum Glücksgriff werden.

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