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NBA: Wild Wild West - Schwächephasen streng verboten

  • Aktualisiert: 02.03.2024
  • 20:41 Uhr
  • Seb Dumitru
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Die Western Conference der NBA ist eng und wird dies wohl auch bis um letzten Tag der regulären Saison bleiben. Wer blinzelt, verliert.

von Seb Dumitru

Die Western Conference ist ein Fleischwolf. Das ist jetzt nicht unbedingt etwas Neues in der NBA, wo der Westen traditionell die umkämpftere der beiden Conferences ist.

Die neuen Regeln jedoch, die von der Liga in den vergangenen Jahren eingeführt wurden – Anpassung der Luxussteuer und das Play-In Format – haben das Feld noch enger zusammenrücken lassen. Es geht um viel - bis zum letzten Tag der Saison.

Konsequenz: Zehn Teams fighten in den verbleibenden sechs Wochen um die beste Ausgangsposition vor den Playoffs. Sowohl an der Tabellenspitze, beim Kampf um die Plätze eins bis vier und Heimvorteil bis in die Conference Finals (niemand holt den großen Eastern Conference Favoriten Boston Celtics in dieser regulären Saison noch ein), als auch dahinter, von Rang fünf bis zehn, sind keine Schwächephasen erlaubt. Wer blinzelt, verliert.

Das letzte Saisondrittel verspricht also ein echtes Feuerwerk zu werden. Jeweils nur ein Sieg trennen Minnesota, Oklahoma City und Denver. Auch die L.A. Clippers sind mit vier Siegen Rückstand auf Rang eins noch in Schlagweite.

Dahinter raufen sich Phoenix, New Orleans, Dallas und Sacramento mit jeweils nur einem halben Spiel Rückstand um die ideale Ausgangsposition für den April. Und selbst die Los Angeles Lakers und Golden State Warriors auf Position neun und zehn sind nur ein, zwei gute Wochen von einem Vormarsch auf einen direkten Playoffplatz entfernt.

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Wer schnappt sich Rang eins?

Beim Blick auf die Spitze der West-Tabelle fallen dem Betrachter direkt zwei Teams ins Auge, die vor der Saison sicherlich niemand so weit oben verortet hatte: Die Minnesota Timberwolves und Oklahoma City Thunder. Beide verblüffen, mit unterschiedlichen Ansätzen, aber gleichwohl effektivem Basketball, der auch über die finalen zwei Monate konservierbar erscheint.

Die Wolves (42-17) stellen dank Rudy Gobert in der Mitte die mit Abstand beste Defensive der Liga. Die "Twin Towers" Gobert und Karl-Anthony Towns funktionieren in Jahr zwei viel besser (plus 8,8 Net-Rating) als noch 2022-23. Vorne richtet es der "Ant-Man". Anthony Edwards hat sich im Eiltempo als einer der besten Offensiv-Spieler der Liga etabliert und zieht allabendlich eine Show ab.

8-3 Siege im Februar und eine starke Bilanz gegen Teams über .500 (23-12), inklusive Erfolgen gegen jeden Conference-Kontrahenten ausser Phoenix (zwei Duelle stehen noch aus), haben die T'Wolves zum Favoriten auf den Top Seed gemacht. Es wäre das erste Mal seit 2003-04, als sie Kevin Garnett von der #1 bis in die Conference Finals powerte.

Dahinter lauern die blutjungen Oklahoma City Thunder (41-18), die von MVP-Mitfavorit Shai Gilgeous-Alexander und Rookie-Sensation Chet Holmgren angeführt werden. Ja, sie sind klein und rebounden katastrophal. Und ja, kaum jemand im Kader hat die notwendige Playoff-Erfahrung, um sich schon jetzt als klarer Top-Favorit ausrufen zu lassen. Vielleicht kommt der ganz große Wurf also erst in ein paar Jahren.

Fakt ist aber, dass kein anderes West-Team in Offense und Defense unter den Top-Fünf platziert ist, die Thunder offensiv Flammen werfen und dank dem drittleichtestem Restspielplan (unter den zehn Teams hier) mit ziemlicher Sicherheit unter den Top-Drei landen werden.

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Nuggets in "Cruise Control"

Der amtierende Champion Denver Nuggets (41-19) geht derweil im "Cruise Control"-Modus durch die reguläre Saison. Die physische und mentale Ermüdung nach dem Titelgewinn war erwartbar. So gut wie alle Champions machen das durch. Back-to-back Missionen sind schwer und kräftezehrend.

Dass das Team aus Colorado genau dort steht, wo es sein will, hat vor allem mit dem MVP-Topfavoriten zu tun: Nikola Jokic dominiert nach Belieben, legt fast ein Triple-Double im Schnitt auf (25,9 PPG, 12,3 RPG, 9,3 APG) und hat offensichtlich immer noch ein paar extra Gänge, in die er schalten kann. Coach Mike Malone will einfach nur, dass seine Mannen gesund die Playoffs erreichen. Dort haben der "Joker", sein kongenialer Partner Jamal Murray und der Rest des Teams bereits bewiesen, dass sie jeden Kontrahenten schlagen und beherrschen können, weil niemand eine Antwort auf den derzeit besten Basketballer der Welt hat.

Was machen die Clippers?

In LA ist man von solchen Aussichten noch ein Stück weit entfernt. Hier fragt man sich eher, ob die Clippers (37-20) wieder die Kurve bekommen, um einen letzten Push zu starten? Nach schwachem Saisonbeginn, inklusive Blockbuster-Trade für James Harden und schwieriger Eingewöhnung des Superstars, pflügte die neue Clippers Big Three Harden, Kawhi Leonard und Paul George im Dezember und Januar durch die Liga, gewann 23 von 28 Partien. Im Februar lief es dann nicht mehr so rund, auch weil Schlüsselspieler verletzt fehlten.

Fakt ist trotzdem: Dieses Team ist keines, auf das die Konkurrenz in den Playoffs treffen möchte. Eine explosive Offense und eine überragende erste Fünf (irres Net-Rating in über 400 Minuten Einsatzzeit) machen LAC zu einem Contender. Man führt die Liga nach wie vor bei den Isolationen an und gehört auch beim Pull-Up-Shooting und Pick-and-Roll zu den Ligaführenden. Diese Dinge sind in der viel langsameren Postseason noch schwer zu verteidigen.

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"Blutbad" um die sicheren Playoff-Spots

Hinter den Top-Vier fängt der viel sprunghaftere Teil der Tabelle an. Nur Prozentpunkte trennen die Verfolger Phoenix, New Orleans, Dallas und Sacramento. Ein guter Run hier, ein Durchhänger da und das gesamte Bild sieht völlig anders aus. Historisch gesehen bietet Rang fünf eine nahezu 50-prozentige Chance, Runde eins zu überstehen. Auf Rang sechs winkt derzeit ein Erstrundenduell mit den amtierenden Champs. Die Plätze sieben und acht müssen bekanntlich übers Play-In das Playoff-Ticket lösen.

Alle vier Klubs verfügen über mächtig Starpower aber auch über makelbehaftete Rotationen, die besorgniserregende Schwächen offenbaren.

In Phoenix (35-24) putzt die drittbeste Big Minute Lineup der Liga offensiv alles weg. Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal (wenn er denn spielt) stellen ein explosives Trio. Probleme in der Defensive soll unter anderem Neuzugang Royce O'Neale verdecken, denn sie sind völlig offensichtlich. Phoenix reboundet schlecht, der Frontcourt um Jusuf Nurkic ist vor allem defensiv im Pick-and-Roll zu schwach. Zusätzlich hat Phoenix den schwersten Restspielplan der Liga (je zwei Mal gegen Boston, Minnesota, OKC und Denver) und schien bisher irgendwie immer das entscheidende Quäntchen davon entfernt zu sein, alle Einzelteile erfolgreich zusammenzuführen.

De facto gleichauf mit Phoenix fliegen die Pelicans (35-25). Dank Zion Williamson, Brandon Ingram und CJ McCollum bleibt New Orleans' Angriff zwar stets vielseitig und gefährlich. Eine Top-Sechs Defensive zementiert die Pels als gute Mannschaft. Problematisch ist das Wurfprofil: Williamson erzielt fast 80 Prozent seiner Punkte in der Zone, während seine Nebenleute schlecht von Außen werfen. Sie passen also nicht zwingend neben das unverwechselbare Talent - die vermeindlich beste Fünf ist deshalb oft unterlegen.

Massive Crunchtime-Probleme bestätigen das Bild von einem Team, das irgendwie mehr Fragen als Antworten aufwirft – dabei aber dennoch gefährlich genug daher kommt, um ihm nicht in einer Serie begegnen zu wollen.

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Dallas (34-25) hat seine Saison dank starkem Februar (8-3, Platz sechs beim Net-Rating) und zwei gewieften Personalmanövern zur Deadline gerettet. Sowohl Daniel Gafford als auch PJ Washington haben bereits deutlic auf sich aufmerksam gemacht.

Kyrie Irving ist gesund und gibt den perfekten Robin zu Luka Doncics Batman. Der Slowene führt derweil nicht nur die Liga beim Scoring an (34,4 PPG), sondern wirkt fitter und fokussierter denn je. Mit einem Doncic in dieser Form will es im April und Mai niemand zu tun bekommen.

Aus dem Verfolger-Quartett wirken die Kings (33-25) am schwächsten. Sowohl Punktedifferenz als auch Net-Rating sind wenig vielversprechend, genau wie die eher schwache Saison von De'Aaron Fox und einigen weiteren Spielern. Ein Repeat der vorjährigen, spektakulären First Round Serie gegen die Warriors erscheint derzeit utopisch – wenngleich ein Großteil der noch verbleibenden Partien zuhause in Sacramento stattfinden wird.

LeBron vs. Steph im Play-In

Wem das alles noch nicht wild genug war, der möge final den Blick auf die beiden letzten Teams werfen: die ikonischen Los Angeles Lakers und Golden State Warriors, angeführt von den zwei größten Stars im Game, LeBron James und Steph Curry, würden sich – Stand heute – in einer epischen do-or-die Play-In Schlacht ums Weiterkommen duellieren.

Die Lakers (33-28) haben nach monatelangen Querelen, unzähligen Lineup-Kombinationen und einer überraschend ereignislosen Trade Deadline endlich eine Formel gefunden, die zu funktionieren scheint. Rui Hachimura als fünfter Starter neben dem ewig jungen James, Anthony Davis, D'Angelo Russell und Austin Reaves hat Purple & Gold zu einem 9-3 Februar katapultiert.

Dank zwei noch ausstehender Duelle mit Sacramento könnte L.A. sogar noch direkt an den Kings vorbeiziehen. Die Schwächen sind bekannt. Dass dieses Team aber für die Postseason gemacht ist, zeigt der letztjährige Lauf, die Bilanz in engen Partien und ein Star-Duo, das seinesgleichen sucht. Der Gewinn des In-Season Tournaments hat all das bestätigt.

Noch einen Ticken besser als die Südkalifornier performten zuletzt die Warriors (31-27). Seit Draymond Green auf Center aufläuft, Jonathan Kuminga neben ihm startet und Klay Thompson von der Bank kommt, haben die Dubs ihre Saison gedreht. Kein Team hatte einen besseren Februar (11-3 Siege). Golden State performte im abgelaufenen Monat in Offense und Defense unter den Top-Sieben ligaweit und Top-Vier im Westen. Steve Kerr muss jetzt, nach der Rückkehr von Chris Paul, die richtige Rotation für den Endspurt kalibrieren. Der einfachste Restspielplan und mehr als eine Dekade Erfolg mit diesem Mannschaftskern sind aber Grund genug, Steph Curry & Co. wieder richtig ernst zu nehmen.

Im Vorjahr starteten die Lakers von Rang sieben aus den Weg bis in die Conference Finals. Miami gelang im Osten sogar noch Beeindruckenderes: Die Heat verloren ihr erstes Play-In Spiel gegen Chicago, marschierten danach aber schnurstracks bis in die NBA Finals. Je höher aber der Setzplatz, desto größer der Spielraum, desto höher historisch auch die Chance auf einen Titel. Drei Runden in diesem Westen zu überstehen, wird bei dieser Konkurrenz hart genug. Die Teams sind zu dicht beieinander, die Qualität ist überwältigend. Die reguläre Saison endet am 14. April.

Bis dahin darf nicht geblinzelt werden.

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