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Bayern München nach Sieg beim BVB: Diese Probleme muss Kompany in den Griff bekommen, um auch international titelreif zu sein - Kommentar

  • Veröffentlicht: 28.02.2026
  • 23:54 Uhr
  • Martin Volkmar

Der FC Bayern dominiert die Bundesliga nach Belieben, zeigt aber weit mehr Schwächen als noch in der Hinrunde. Doch nicht nur das könnte in der Champions League zur Stolperfalle werden. Ein Kommentar.

Aus Dortmund berichtet Martin Volkmar

Es war ein mitreißendes Fußballspiel, Werbung für die Bundesliga auf größtmöglicher weltweiter Bühne, wie Niko Kovac und Vincent Kompany hinterher betonten.

Für das Spektakel mit fünf Toren und vielen weiteren Highlights mag das stimmen, die Langeweile im Kampf um die Meisterschaft allerdings ist alles andere als Werbung für die Bundesliga.

Schon zehn Spieltage vor Schluss ist dem FC Bayern nach dem 3:2-Prestigeerfolg bei Borussia Dortmund die 35. Meisterschaft bei elf Punkten Vorsprung plus einem herausragenden Torverhältnis nicht mehr zu nehmen.

Während Kompany und Sportdirektor Christoph Freund noch keine Glückwünsche entgegennehmen wollten, sprach der überragende Joshua Kimmich (ran-Note 1) Klartext: "Das werden wir nicht mehr abgeben, das wird so bleiben."

Dabei sind die Münchner seit der Winterpause lange nicht mehr so dominant wie in der Hinserie und bei aggressivem Gegenpressing fehleranfällig, kassieren zudem beinahe regelmäßig (zu) einfache Gegentreffer, so wie auch beim BVB. Nur beim 3:0 bei Abstiegskandidat Bremen blieb die Mannschaft in diesem Jahr ohne Gegentor.

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Trotzdem kann kein heimischer Rivale den Bayern das Wasser reichen, weil dort die Defizite in der Summe noch größer sind. Selbst die Dortmunder, die punktemäßig eine ihrer erfolgreichsten Spielzeiten seit Jahren hinlegen, brachten sich im Spitzenspiel trotz einer der besten Saisonleistungen mit unnötigen Fehlern wie dem Elfmeterfoul von Nico Schlotterbeck zumindest um einen Teilerfolg.

Fraglich bleibt allerdings, ob für den FCB mit den genannten Schwächen diesmal international mehr drin ist als in den Vorjahren oder ob die deutlich stärkeren Gegner in der Champions League Unachtsamkeiten wie zuletzt nicht in der K.o.-Runde sofort und möglicherweise entscheidend bestrafen.

Hinzu kommt, dass die Münchner in der Vergangenheit nach einer frühen Entscheidung in der Meisterschaft öfter Probleme hatten, weiter die Spannung hochzuhalten und ihnen ausgerechnet in den Alles-oder-Nichts-Spielen in der Saison-Endphase die Luft ausging.

Man darf gespannt sein, wie Kompany sein Team in Schwung hält. Den festen Willen dazu hat der Coach jedenfalls, schon kurz nach Abpfiff nannte er die Jagd nach möglichen Allzeit-Bestwerten wie dem Bundesliga-Torrekord als neue Motivation.

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Und nachdem der Belgier in der Vorsaison so lange an seinem Stammteam festhielt, dass in den wichtigsten Partien im Frühjahr zahlreiche Profis der Mehrfachbelastung Tribut zollen mussten und verletzt ausfielen, ist sein Kadermanagement deutlich besser geworden.

Kompany lässt immer wieder rotieren ohne großen Leistungsabfall und verschafft seinen Stars so wichtige Pausen. Nun kann er den ein oder anderen angesichts des großen Vorsprungs in der Liga sogar noch häufiger schonen, damit in der Champions League alle topfit sein werden.

Denn für den Rekordmeister, für den der Meistertitel nach dem einen Jahr Leverkusen wieder zum Standard wird, beginnt die richtige Saison in der Königsklasse erst jetzt.

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