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Wechsel vom VfB Stuttgart

FC Bayern München verpflichtet Hiroki Ito: Ein Vincent-Kompany-Spieler

  • Aktualisiert: 13.06.2024
  • 22:47 Uhr
  • Kai Esser
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Der FC Bayern München hat mit Hiroki Ito seinen ersten Top-Transfer der Saison eingetütet. Doch was macht den Japaner so stark und warum wird der FCB viel Freude an ihm haben? Eine Analyse.

Von Kai Esser

"Die Bayern haben es schon wieder getan", möchte der gemeine Fußball-Fan beinahe reflexartig schon sagen. Hiroki Ito wechselt für rund 30 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München.

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Ein überragender Spieler der Konkurrenz, die es dem Rekordmeister in der vergangenen Saison extrem schwer gemacht hat.

Oder, im Falle des VfB Stuttgart, sie sogar hinter sich gelassen hat. Doch warum hat sich der FCB ausgerechnet für den japanischen Nationalspieler entschieden? Die Gründe sind vielfältig, manche allerdings erst auf den zweiten Blick sichtbar.

1. Die Bayern-Abwehr war ein Kartenhaus

Das Einzige, was beim FC Bayern in der vergangenen Saison in der Defensive top war, waren die Gehälter und Marktwerte. Mit Matthijs de Ligt, Kim Min Jae, Dayot Upamecano und Eric Dier haben die Bayern auf dem Papier eine hervorragende zentrale Abwehr.

Allerdings nur auf dem Papier. Der offensichtlichste Grund, warum Verstärkung in der Defensive her musste, ist die Anzahl der Gegentore in der vergangenen Saison. 45 Mal klingelte es im Münchner Kasten. Zum Vergleich: Der 1. FSV Mainz 05, bis zum Ende in akuter Abstiegsnot, kassierte nur sechs Gegentore mehr. Der Meister Bayer 04 Leverkusen satte 21 (!!) weniger.

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Alleine 30 Gegentreffer waren es in der Rückrunde, Platz elf ligaweit. Auch, wenn die Bayern am Ende teilweise aufgrund der Champions League abgeschenkt haben, dieser Umstand kann niemandem an der Säbener Straße gefallen.

Vor allem dass die Münchner bei einem Gegentreffer sofort in Panik verfielen und ihre Stabilität aufgaben, siehe das 2:3 in Bochum, bereitete Sorgen und kostete Thomas Tuchel am Ende sogar den Job.

Dieses Problem kann Hiroki Ito nicht alleine lösen, aber er kann als vielseitiges Werkzeug wichtig bei eben jener Problemlösung sein.

2. Je unauffälliger, desto besser

Wenn man den Namen des Innenverteidigers googlet, dann muss man schon etwas länger suchen, um öffentliche Lobeshymnen auf ihn zu finden. Fündig wird man dann Anfang Mai.

Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des VfB beim FC Augsburg überraschte sich Trainer Sebastian Hoeneß selbst, dass er so selten über seinen Abwehr-Star spricht, der aber gar keiner so richtig ist. "Über Hiro haben wir wenig gesprochen dieses Jahr", bemerkte der junge Cheftrainer. "Aber das mussten wir auch gar nicht."

Auf Ito trifft gewissermaßen zu, was auch auf gute Schiedsrichter zutrifft: Wenn man nicht über sie sprechen muss, dann machen sie einen tadellosen Job. Nicht umsonst steht sein mittlerweile ehemaliger Partner in crime Waldemar Anton deutlich mehr im medialen Fokus.

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3. Ito ist die Definition des modernen Abwehrspielers

Mit dem Japaner haben sich die Bayern eine Allzweckwaffe geholt. Und nicht nur ist er polyvalent, wie Lucien Favre sagen würde, er beherrscht alle Aufgabenbereiche seiner Position nahezu perfekt.

"Er ist ein spielender, technisch versierter Innenverteidiger. Er hat Tempo, Verteidigungsqualitäten, ist groß und kopfballstark", lobte ihn Hoeneß. Müßig zu erwähnen, dass er - abgesehen von Verletzung und Asien-Meisterschaft - bis auf eines jedes Spiel von Beginn an bestritt.

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Auf dem Trikot steht meist der Nachname. Darunter sind sie bekannt. Wohl nur die wenigsten kennen jedoch den ganzen Namen der DFB-Stars - inklusive Zweitname. Vor der Heim-EM 2024 stellt ran die deutschen Kicker genaustens vor. 
© IMAGO/osnapix
<strong>Manuel Neuer</strong><br>Manuel Peter Neuer
Manuel Neuer
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© IMAGO/Laci Perenyi
<strong>Nico Schlotterbeck</strong><br>Nico Cedric Schlotterbeck
Nico Schlotterbeck
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© IMAGO/ANP
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Jonathan Tah
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<br>Benjamin Paa Kwesi Henrichs
Benjamin Henrichs
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<strong>Joshua Kimmich</strong><br>Joshua Walter Kimmich
Joshua Kimmich
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<strong>Leroy Sane</strong><br>Leroy Aziz Sane
Leroy Sane
Leroy Aziz Sane
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<strong>Chris Führich</strong><br>Chris Jan Führich
Chris Führich
Chris Jan Führich
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Florian Wirtz
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<strong>Kai Havertz</strong><br>Kai Lukas Havertz
Kai Havertz
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<strong>Chris Führich</strong><br>Chris Jan Führich
<strong>Florian Wirtz</strong><br>Florian Richard Wirtz
<strong>Kai Havertz</strong><br>Kai Lukas Havertz

Dabei war es egal, wie der 25-Jährige eingesetzt wurde. Ob in einer Viererkette innen, in einer Dreierkette als halblinker Part oder sogar als klassischer linker Verteidiger: Selten war es der Fall, dass der Japaner mal überspielt wurde.

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4. Kompany und Ito könnten perfekt zusammenpassen

Es ist kein Zufall, dass Ito, der seit 2021 in Deutschland spielt, erst unter Trainer Hoeneß so richtig aufgeblüht ist.

Der Neffe des Bayern-Patrons Uli will vor allem eins: Fußball spielen, mit Betonung auf dem Spielen. Hinten drin stehen, verschieben, gegen den Ball Räume dicht machen, das alles ist nicht unbedingt Itos Spiel. Auch deshalb passt er zum FC Bayern, die naturgemäß häufiger den Ball haben als der Gegner.

Er könnte auch zu Neu-Trainer Vincent Kompany passen. Der verkündete bereits, dass seine Vorstellung von Fußball beinhaltet, in jeder Situation nach vorne zu kombinieren, um dort vor dem Tor erfolgreich zu sein. Es matcht mit den Fähigkeiten und der Spielanlage des Japaners.

Fazit: Ein Restrisiko bleibt

Hiroki Ito ist ein hervorragender Innenverteidiger und gehörte in der abgelaufenen Bundesliga-Saison zu den besten seines Fachs. Die Ausstiegsklausel zu ziehen ist für die Bayern sowohl finanziell machbar als auch geschickt, da sie so zähe Verhandlungen umgehen.

Allerdings bleibt auch festzuhalten: Der 25-Jährige spielte 2023/24 quasi komplett ohne Druck. Alles, was beim VfB Stuttgart besser als "Nichts mit dem Abstieg zu tun haben" war, wurde frenetisch gefeiert. Dass die Stuttgarter über ihren Verhältnissen gespielt haben, ist mehr als wahrscheinlich.

Als der VfB massiv Druck hatte - nämlich als es ums Überleben in der Bundesliga ging - da hat auch Ito Fehler gemacht, die ihm vergangene Saison nicht unterlaufen sind. Sobald mehr als drei Pässe in Folge nicht ankommen, steht man beim FC Bayern bei Fans und Medien schneller in der Kritik als man "Deutscher Meister" buchstabieren kann.

Wenn der Ex-Stuttgarter jedoch mit den weichen Standortfaktoren der Säbener Straße zurechtkommt und seine Qualitäten regelmäßig auf den Platz bringt, dann haben die Bayern einen hervorragenden Deal gemacht, bei dem Kompany schon kräftig beteiligt gewesen sein dürfte.

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