Vincent Kompany hat es vorher gewusst. Und er hat es vorher gesagt. Und das ließ er nach dem 2:2 des FC Bayern bei Union Berlin noch einmal alle wissen.
"Ich habe zum Glück drei Tage meine Spieler und die Presse vorbereitet auf genau dieses Spiel. Ich war der Einzige, der das geglaubt hat, glaube ich", sagte der 39-Jährige.
"Der Spielverlauf in der ersten halben Stunde war viel zu wenig von uns", so Kompany, der betonte, man habe mental nicht verstanden, wo der Knackpunkt sei.
Nun werden bei den Münchnern aber keine Grundsatz-Diskussionen geführt, Baustellen aufgemacht oder Krisen herbeigeredet, wo keine sind.
Dabei gab es Zeiten, zu denen genau das passiert ist.
Doch die Einordnung des angesichts der zurückliegenden Dominanz überraschenden Remis verlief unaufgeregt. Und auch mit einen verdienten Fokus auf die positiven Dinge. "Es braucht momentan viel, um uns zu schlagen. Es ist nicht einfach, man muss 97 Minuten überstehen. Für uns war es wichtig, dass wir das Spiel nicht verlieren", sagte Joshua Kimmich.
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FC Bayern: Rücksetzer gehören dazu
Denn so ein Rumpler ist völlig normal und im Verlauf einer langen Bundesliga-Saison nicht zu vermeiden. Stolperer gehören dazu, der späte Ausgleich in der 93. Minute durch Harry Kane sorgte nicht nur dafür, dass sich der Rückschlag in Grenzen hielt, sondern unterstrich dazu die neue mentale Stärke des Rekordmeisters. Den Charakter des Teams, der neben der sportlichen Qualität essenziell für langfristigen Erfolg ist.
Die Bayern sind gefestigt, auch wenn es mal nicht so schnurstracks läuft wie gewohnt. Das ruhige Fahrwasser, in dem der FCB in dieser Saison schwimmt, zahlt sich aus.
Denn niemand im Umfeld des FC Bayern wird nach der Rekordserie von 16 Siegen in 16 Pflichtspielen davon ausgegangen sein, dass es genauso weitergeht.
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FC Bayern: Wie hält man die Spannung dauerhaft hoch?
Die Frage war immer: Wie gehen die Münchner mit den zu erwartenden Rückschlägen um?
In dem Zusammenhang ploppt durch das 2:2 noch eine ganz andere Frage auf: Wie hält man die Spannung dauerhaft hoch? Vor allem in einer Liga, in der die Konkurrenten keine sind, wenn sie nicht in der Lage sind, Ausrutscher der Bayern auszunutzen.
Leipzig unterlag in Hoffenheim, der BVB spielte in Hamburg unentschieden. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger RB beträgt so sechs Punkte.
Bundesliga-Transfergerüchte: "Natürlich glaube ich" - HSV hat Trumpf im Kampf um Luka Vuskovic
Luka Vuskovic (Hamburger SV) Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.
Said El Mala (1. FC Köln) Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.
Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach) Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.
Jeremy Monga (Leicester City) Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...
Jeremy Monga (Leicester City) ... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.
Julian Ryerson (Borussia Dortmund) Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.
Da ist kein Druck, keine Konstanz, keine Ambition. Und damit wenig bis keine Gefahr für die Bayern.
Man habe "die Gegner noch weiter auf Abstand gehalten", sagte Torhüter Manuel Neuer. "Das hätte man jetzt auch nicht gedacht nach dem Spiel und Spielverlauf."
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FC Bayern: Kehrt der Schlendrian ein?
Was in Sachen leicht entzündliche Unruhe beruhigend ist, kann dann aber in einer Saison, in der wir gerade erst Anfang November haben, auf lange Sicht knackig werden. Denn es ist nur allzu menschlich, nicht immer zu 100 Prozent fokussiert zu sein, wenn man es nicht dauerhaft sein muss. Ein gewisser Schlendrian schleicht sich dann schnell mal ein.
Und dann wird es die Herausforderung sein, auf andere Art und Weise hungrig und aggressiv zu bleiben. Bislang haben die Bayern das gut hinbekommen. Der üppige Schlussspurt in Liga, DFB-Pokal und Champions League wird zeigen, ob das jetzt gelingt.
Das weitere Programm ist mit nahezu allem gespickt, was geht: Vermeintliche Pflichtaufgaben wie in der Bundesliga gegen den SC Freiburg, gegen den FC St. Pauli, gegen den FSV Mainz oder beim 1. FC Heidenheim.
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Wertvollster Fußballer jedes Jahrgangs von 1985 bis 2008 - FC Bayern München mit vier Stars vertreten
Der wertvollste Fußballer jedes Jahrgangs von 1985 bis 2008 Die wertvollsten Spieler der Jahrgänge 1985 bis 2008 kommen zusammen auf einen Marktwert von rund 1,89 Milliarden Euro. Aus ihnen ließe sich zwar ein starker 32-Mann-Kader bilden, doch es mangelt an Verteidigern – und es gibt nur einen Torwart. ran gibt eine kurze Vorstellung aller Akteure (Quelle: transfermarkt.de, Stand: 27. Oktober 2025)
Cristiano Ronaldo (geboren am 05.02.1985) Verein: Al-Nassr Marktwert: 12 Millionen Euro Nationalität: Portugiesisch
Dazu aber auch das Spitzenspiel beim VfB Stuttgart, die Union-Revanche im Pokal-Achtelfinale oder der echte Gradmesser in der Champions League beim FC Arsenal, dazu das Heimspiel gegen Sporting Lissabon.
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FC Bayern: Knackiges Restprogramm
Acht Spiele in knapp vier Wochen, vom 22. November bis 21. Dezember. Viele Möglichkeiten, um aus dem Tritt zu kommen. Und damit auch ein Reality-Check, wie gefestigt die Bayern tatsächlich sind.
Vor dem 2:2 in Berlin wäre man wohl davon ausgegangen, dass alleine das Gastspiel in Stuttgart Potenzial für einen Ausrutscher hat, dazu die nächste Aufgabe in der Champions League in London.
Der Rest sollte für die Bayern der ersten Saison-Monate kein Problem sein.
Doch natürlich ist eine Saison nicht planbar, schon gar nicht die Komponenten Form, Mentalität und Gier. Daran muss man immer wieder arbeiten, die Balance halten, das positive Momentum konservieren beziehungsweise nach Rückschlägen schnellstmöglich wieder aufnehmen.
Kompany hat das bislang gut hinbekommen. Den Union-"Ausrutscher" hat er schließlich auch kommen sehen.