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Hamburger SV: Vorwürfe der Belästigung - Stefan Kuntz zieht Anzeige zurück
- Aktualisiert: 16.01.2026
- 08:05 Uhr
- ran.de
Im Zuge der Belästigungsvorwürfe erstattet der ehemalige HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz Anzeige, zieht diese aber wieder zurück.
Neuigkeiten im Fall Stefan Kuntz. Der ehemalige Sportvorstand des Hamburger SV hat eine im Zuge der Belästigungsvorwürfe gestellte Anzeige gegen unbekannt zurückgezogen, das bestätigte die Staatsanwaltschaft Hamburg dem "Spiegel". Zuvor berichtete bereits die "Hamburger Morgenpost".
Zum Jahreswechsel hatten der HSV und Kuntz überraschend eine einvernehmliche Trennung verkündet. Wenig später machte die "Bild am Sonntag" publik, dass Vorwürfe der Belästigung durch Mitarbeiterinnen des Klubs vorliegen.
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In diesem Zuge wurde auch bekannt, dass der 63-Jährige eine "Anzeige gegen unbekannt wegen des Vorwurfs der Nachstellung" erstattet hatte. Allerdings herrschte diesbezüglich Verwirrung, war selbige Anzeige doch zunächst nicht bei der Hamburger Staatsanwaltschaft im System auffindbar.
HSV: Kuntz zieht Anzeige zurück
Dem "Spiegel" zufolge stellten sich nun zwei Dinge heraus. Zum einen ging besagte Anzeige tatsächlich am 12. Dezember 2025 ein, diese wurde allerdings erst nach einiger Zeit im System der Behörden eingetragen – und konnte dementsprechend erst jetzt bestätigt werden.
Dazu kommt: Jene Kanzlei, die die Anzeige im Namen von Kuntz erstattet hatte, zog diese am 8. Januar zurück, kurz bevor die Vorwürfe gegen ihren Klienten öffentlich wurden.
Ermittelt wird allerdings auch weiterhin, ist die Behörde doch verpflichtet, den Sachverhalt zu prüfen.
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Vorwürfe laut HSV-Bossen glaubhaft
Brisant: Kuntz reichte die Anzeige wenige Tage nach Beginn der internen HSV-Untersuchungen Anfang Dezember ein.
Der Aufsichtsrat des Bundesligisten nannte die Vorwürfe der Mitarbeiterinnen unlängst glaubhaft und sprach von einem "schwerwiegenden Fehlverhalten". Kuntz selbst hatte alle Anschuldigungen "entschieden zurückgewiesen".
Der Ex-Sportvorstand soll mehrere Frauen gegenüber unpassende Äußerungen getätigt haben, zudem soll es zu "unangemessenem Körperkontakt" gekommen sein.