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Bundesliga

Nick Woltemade: Der FC Bayern ist der Verlierer des Wechseltheaters - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 29.08.2025
  • 10:41 Uhr
  • Andreas Reiners

Wochenlang gibt es ein Woltemade-Sommertheater um den Spieler, den VfB und die Bayern. Am Ende geht der Stürmer zu Newcastle United. Die Stuttgarter können sich als Sieger fühlen. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

Der Schlussakkord hat es noch einmal in sich.

Ein runder Abschluss für das beispiellose Sommertheater um Nick Woltemade. Gebührend, könnte man fast sagen, denn der Plot-Twist kommt ein Stück weit unerwartet.

Die irre Wende zeigt, wie verrückt der Transfermarkt inzwischen geworden ist.

Wie schnelllebig, kompliziert und auch immer noch unvorhersehbar. Und sie unterstreicht, wie schwierig die Situation für den FC Bayern inzwischen ist. Immer vorausgesetzt, es kommt am Ende tatsächlich zum Wechsel zu  Newcastle United. Danach sieht es aktuell stark aus - der VfB Stuttgart bestätigte bereits die Gespräche.

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Woltemade weg: FC Bayern sieht alt aus

Der Rekordmeister scheint der eindeutige Verlierer der Sommerposse zu sein, zumindest sieht der FCB alt aus. Denn er ist den nächsten Wunschspieler los, und das für die nächsten Jahre.

Auch wenn es aus wirtschaftlicher Sicht vielleicht vernünftig war – ein Klub mit dem Anspruch des FC Bayern schaut eigentlich nicht tatenlos zu, wie aus einem scheinbaren Done-Deal ein kommunikatives Desaster wird.

Doch der Move von Newcastle United unterstreicht damit nebenbei auch, wie weit die Premier League der Bundesliga immer noch voraus ist. Natürlich auch mit Hilfe des umstrittenen Konsortiums aus Saudi-Arabien.

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VfB Stuttgart: Alles richtig gemacht

Das Theater lässt aber vor allem den VfB Stuttgart als Gewinner des unendlichen Sommertheaters dastehen. Auch wenn eine Menge Qualität verloren geht.

Doch das Angebot über 85 Millionen Euro plus fünf Millionen möglicher Boni können die Schwaben nicht ablehnen.

Legt man das kolportierte letzte, 63 Millionen Euro leichte Angebot des FC Bayern daneben, muss man konstatieren, dass der VfB alles richtig gemacht hat. Der Klub soll von den Bayern angeblich sogar "nur" 75 Millionen Euro gefordert haben und bekommt am Ende mindestens zehn mehr.

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VfB Stuttgart: Souverän und abgezockt

Der VfB stand nicht unter Zugzwang, er hätte mit Woltemade auch die Saison bestreiten können. Stattdessen blieb man hart, positionierte sich stets klar und gab in dem Poker mit den sonst so gewieften Bayern ein ebenso souveränes wie abgezocktes Bild ab. Und dann flatterte nun offenbar das unmoralisch angehauchte Angebot aus Newcastle herein.

Und auch wenn VfB-Vorstandsboss Alexander Wehrle zuletzt sagte, "Nick Woltemade spielt nächste Saison beim VfB Stuttgart, die Akte ist geschlossen", machte der Klub schnell Nägel mit Köpfen.

Denn angesichts des ablösefreien Wechsels Woltemades im vergangenen Sommer ist es ein Mega-Deal für die Stuttgarter, die Wertsteigerung keine, die man liegen lässt.

Zum verrückten Transfermarkt gehören inzwischen Angebote, die man nicht ablehnen kann - und nicht ablehnen darf.

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