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Sammer: "Führen eine Diskussion, die lächerlich ist!"

  • Aktualisiert: 05.12.2013
  • 19:23 Uhr
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Matthias Sammer ist wieder in Rage. Den Sportvorstand des FC Bayern stört die negative Berichterstattung und sieht sein Team zu wenig gewürdigt. Trainer Guardiola ist mit seinem Team zufrieden.

München - Die miese Laune von Matthias Sammer dürfte sich am Donnerstag noch einmal verschlechtert haben. Nachdem sich der Sportvorstand schon am Vorabend nach dem 2:0 (1:0) des FC Bayern München im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg in Rage geredet hatte, ereilten ihn am späten Donnerstagvormittag auch noch ganz schlechte Nachrichten von Arjen Robben. Dessen Knieverletzung ist schlimmer als zunächst befürchtet. Der 29-Jährige wird dem Triple-Sieger im Weihnachts-Endspurt, vor allem aber bei der Klub-WM, fehlen, was die Sorgen von Trainer Pep Guardiola noch einmal vergrößert.

"Es tut uns unendlich leid. Arjen war derzeit wohl in der Form seines Lebens und hat zuletzt so viele Spiele für uns mitentschieden. Sein Ausfall ist bitter", sagte Sammer. Auch Robben war "bitter enttäuscht", als er spät in der Nacht in einem Augsburger Krankenhaus die Diagnose erfahren hatte.

Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfarth sprach von einer "tiefen Risswunde bis ins Kniegelenk. Durch einen Schuhstollen wurde der Oberschenkelknochen im rechten Bein eingedrückt und ist massiv eingeblutet". Rund sechs Wochen, und damit auch zum Start der Rückrunden-Vorbereitung in Katar, wird der Niederländer nun ausfallen. 

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Das Lazarett des FC Bayern München ist um einen Namen reicher: Arjen Robben fällt wegen seiner Risswunde aus dem DFB-Pokalspiel beim FC Augsburg für das restliche Jahr aus.

  • 05.12.2013
  • 12:56 Uhr

Sammer in Rage

Zunächst noch gefeierter Torschütze zum frühen 1:0 (4.) der Bayern im bayerischen Derby beim FCA, dann tragischer Held: Nach einer rüden Attacke von FCA-Keeper Marwin Hitz ("Das habe ich nicht gewollt und tut mir leid") war Robben in der 16. Minute mit einer klaffenden Wunde am rechten Knie in die Kabine getragen worden. "Aber ich komme fit zurück und werde dann mit der Mannschaft die Ziele anpacken, die wir uns für diese Saison vorgenommen haben", versprach der Nationalspieler tapfer.

Vom Ziel, den Traum vom erneuten Triple zu realisieren, hatten sich die Rekord-Münchner auch vom FCA nicht abbringen lassen. Dennoch war Sammer von der "blöden Diskussion um die Dominanz, dass wir die Spiele mal eben so im Vorbeigehen gewinnen würden", gehörig genervt. Diese sei "an Oberflächlichkeit nicht zu überbieten und total scheinheilig", schimpfte der 46-Jährige und guckte dabei derart böse in die Runde, als hätte der FC Bayern gerade alle Saisonziele auf einmal verpasst.

Schon einmal in Fahrt, legte Sammer nach. "Wir waren in den vergangenen drei Jahren nur einmal Meister! Wir führen eine Diskussion, die lächerlich ist. Es sollte nicht irgendein dummes Zeug geredet werden", moserte er. Er habe noch nirgends gelesen, dass es eine enorme Leistung sei, "wie die Mannschaft das hohe Niveau in den vergangenen 17 Monaten gehalten hat".

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"Große Herausforderung"

Es ist in der Tat erstaunlich, wie konsequent die Bayern trotz gewisser Ermüdungserscheinungen und diverser prominenter Ausfälle in den letzten Wochen und Monaten (Lahm, Schweinsteiger, Ribéry, Martínez, Thiago, Dante, Shaqiri, Pizarro, Götze, Mandzukic, Badstuber) ihren Erfolgsweg fortsetzen. "Es fällt überhaupt nicht auf, dass wir so viele Verletzte haben", meinte Thomas Müller, Torschütze zum 2:0 (78.).

Es werde "viel zu wenig anerkannt, dass wir einen unheimlich hohen Aufwand betreiben. Der FC Bayern München arbeitet jeden Tag extrem hart", ergänzte Sammer, der das ganze Gerede deshalb als "respektlos" erachtet.

Guardiola würdigte seine Profis als "große Wettkämpfer". Er sei froh, "hier zu sein", betonte der Bayern-Coach, sprach aber angesichts des Mammutprogramms mit fünf Spielen in 14 Tagen bis zur Winterpause noch von einer "großen Herausforderung".

Ribery wieder fit

Immerhin kann Guardiola am Samstag in Bremen wieder auf Franck Ribéry zurückgreifen, der in Augsburg nach Rippenanbruch sein Comeback feierte. Auch Kapitän Philipp Lahm, Xherdan Shaqiri und Claudio Pizarro stehen vor einer baldigen Rückkehr.

Sammer war indes froh, dass beim Pokalfight in Augsburg neben Robben nicht noch ein weiterer Ausfall hinzukam. Der FCA habe versucht, "uns weh zu tun. Es war strategisch erkennbar", sagte der Sportvorstand zur oft harten Gangart der Schwaben. Für FCA-Coach Markus Weinzierl jedoch ein absurder Vorwurf: "Ich wehre mich dagegen, dass wir zu aggressiv waren. Wir wollten das Spiel gewinnen."


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