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Rassistisch beleidigt?

Champions League: Benfica vs. Real Madrid unterbrochen - Vinicius Jr. äußert sich nach Rassismus-Eklat

  • Aktualisiert: 18.02.2026
  • 06:12 Uhr
  • Julian Huter
UEFA Champions League - SL Benfica v Real Madrid CF Vinicius Junior of Real Madrid CF during the match between SL Benfica and Real Madrid CF at Estadio do Lisboa e Benfica, for the UEFA Champions League - February 17, 2026 - Lisbon, Portugal. (Photo: Joao Alvarinhas - Avant Sports) Lisbon Estadio do Sport Lisboa e Benfica Portugal Copyright: xJoaoxAlvarinhasx-xAvantxSportsx
UEFA Champions League - SL Benfica v Real Madrid CF Vinicius Junior of Real Madrid CF during the match between SL Benfica and Real Madrid CF at Estadio do Lisboa e Benfica, for the UEFA Champions League - February 17, 2026 - Lisbon, Portugal. (Photo: Joao Alvarinhas - Avant Sports) Lisbon Estadio do Sport Lisboa e Benfica Portugal Copyright: xJoaoxAlvarinhasx-xAvantxSportsx© Avant Sports

Das Hinspiel der Playoffs in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid musste zwischenzeitlich unterbrochen werden.  Nun äußert sich Vinicius Jr. nach dem möglichen Eklat

Vinicius Jr. hatte Real kurz nach der Pause mit einem sehenswerten Schlenzer gegen Benfica in Führung gebracht. Der Jubel fiel nach dem Geschmack der Benfica-Anhänger und -Spieler wohl etwas zu provokativ aus. Es kam zu einer Rudelbildung - danach wurde die Partie unterbrochen.

Laut "DAZN" könnte es zu einer rassistischen Beleidigung gegenüber des Brasilianers gekommen sein. Bestätigt ist das noch nicht. Auf TV-Bildern ist zu sehen, wie Vinicius Jr. mit Gianluca Prestianni diskutierte.

Der Argentinier hielt sich dabei das Trikot vor den Mund. Vinicius stürmte daraufhin wild gestikulierend zu Schiedsrichter Francois Letexier, der das Spiel umgehend unterbrach. Es kam zu hitzigen Diskussionen an der Seitenlinie, ein Benfica-Betreuer sah die Rote Karte, Vinicius selbst saß zwischenzeitlich kopfschüttelnd auf der Ersatzbank. Nach zehn Minuten wurde das Spiel fortgesetzt, Vinicius im Estádio da Luz von da an bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen.

Nach einer zehnminütigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt.

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Champions League - Vinicius meldet sich zu Wort: "Rassisten sind Feiglinge"

Um Punkt Mitternacht meldete sich Vinicius Junior endlich selbst zu Wort. "Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Hemd über den Mund ziehen, um zu zeigen, wie schwach sie sind", postete der Starstürmer von Real Madrid mit etwas Abstand in seiner Instagram-Story. "Nichts von dem, was heute geschehen ist, ist neu in meinem Leben oder im Leben meiner Familie."

Was sein Gegenspieler Gianluca Prestianni genau gesagt habe, verschwieg Vinicius in seinem Statement. Das hatten zuvor schon seine Teamkollegen übernommen. "Der Spieler mit der Nummer 25 hat Vini fünfmal als Affen bezeichnet. Das habe ich selbst gesehen", wütete Kylian Mbappe laut spanischen Medienberichten in den Katakomben - und holte gegenüber Prestianni fassungslos zum Rundumschlag aus.

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"Wir können nicht akzeptieren, dass sich ein Spieler, der in Europas wichtigstem Wettbewerb spielt, so verhält", sagte Mbappe bei "Movistar" über den Benfica-Stürmer. "Wir müssen ein Vorbild für all die Kinder sein, die zu uns aufschauen. Es gibt Dinge, die wir nicht akzeptieren können."

Vinicius hatte nach seinem Traumtor in der 50. Minute mit einem Tänzchen an der Eckfahne provokant vor den Benfica-Fans gejubelt, anschließend wurde der Brasilianer von Prestianni angegangen und offenbar beleidigt.

Lutz Wagner sicher: "Weist eindeutig auf rassistischen Vorfall hin"

Das Zeichen von Letexier weise "eindeutig auf einen rassistischen Vorfall" hin, sagte Lutz Wagner, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter und heutiger Referee-Lehrwart beim DFB, bei "Prime Video": "Der Schiedsrichter hat beide Arme über dem Kopf verschränkt. Da müssen rassistische Beleidigungen oder Zwischenrufe gefallen sein."

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Die brachten vor allem Mbappe auf 180. "Dieser Junge hat es nicht mehr verdient, in der Champions League zu spielen", schimpfte der Franzose: "Überlassen wir es der UEFA, die immer versucht, etwas zu unternehmen. Diesmal haben sie einen ernsten Fall, und ich hoffe, sie unternehmen etwas." Sogar ein Abbruch habe im Raum gestanden: "Ich habe Vini gefragt, was er tun möchte. Was auch immer er tun möchte, wir werden es als Team tun. Wir werden Vini niemals im Stich lassen."

Auch der brasilianische Fußballverband CBF bekundete seine Solidarität mit dem 45-maligen Nationalspieler. "Rassismus ist ein Verbrechen. Er ist inakzeptabel. Er darf weder im Fußball noch irgendwo sonst existieren. Vini, du bist nicht allein", hieß es in dem Statement auf "X".

Und Vinicius selbst? Veröffentlichte neben der Story noch einen Post. Dieser zeigte seinen Jubel an der Eckfahne, darunter stand "Bernabéu. WIR SEHEN UNS DORT", versehen war der Beitrag zudem mit mehreren Ausrufezeichen, einem weißen Herz und einem Tänzer-Emoji. "Tanze Vini - und bitte hör niemals auf. Sie werden uns niemals vorschreiben, was wir tun müssen oder nicht", schrieb Mbappe.

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