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Champions League

BVB: Bockstark trotz Verletzungen - ein Meisterwerk von Niko Kovac – ein Kommentar

  • Veröffentlicht: 17.02.2026
  • 23:50 Uhr
  • Justin Kraft

Borussia Dortmund überzeugt auch gegen Atalanta vor allem defensiv – trotz aller Ausfälle. Die Abwehr ist das Meisterwerk von Niko Kovac. Ein Kommentar.

Von Justin Kraft

Borussia Dortmund schlägt Atalanta mit 2:0 in der Champions League und bringt sich damit in eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel. Während offensiv der eine oder andere Prozentpunkt fehlte, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, stand man defensiv erneut weitestgehend stabil.

Und das ist die viel größere Nachricht. Denn Niko Kovac muss seit Wochen in der Innenverteidigung improvisieren. Auch gegen Atalanta fielen mit Nico Schlotterbeck, Emre Can, Niklas Süle und Filippo Mane vier Innenverteidiger aus.

Spekuliert wurde viel im Vorfeld. Viele gingen davon aus, dass Julian Ryerson als rechter Halbverteidiger starten würde. Doch Kovac überraschte und brachte mit Luca Reggiani einen 18-Jährigen, der erst 46 Minuten in der Bundesliga gespielt hat und noch kein Profispiel auf internationalem Niveau absolvierte.

Eine Entscheidung, die auch nach hinten hätte losgehen können. Bereits nach 18 Minuten war der Innenverteidiger Gelb vorbelastet, als er in einem Zweikampf zu spät kam.

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BVB-Abwehr überzeugt größtenteils gegen Atalanta

Doch der Mut des Trainerteams wurde belohnt. Denn durch die Hereinnahme von Reggiani konnte Ryerson auf seinem rechten Flügel das machen, was er zuletzt in Perfektion machte: Die Linie rauf und runter bearbeiten und den BVB mit einer herausragenden Flanke früh in Führung bringen.

Und auch Reggiani ließ sich von seiner frühen Verwarnung nicht negativ beeinflussen. Im Gegenteil: Je länger die Partie dauerte, desto sicherer wurde er. Die wichtigsten Zweikämpfe gewann er und auch einige Pässe des Gegners fing er clever ab. Ein starkes Debüt für einen so jungen und unerfahrenen Spieler in einer Defensive, die so noch nicht zusammengespielt hat.

Der überragende Mann in der Abwehrkette war aber Ramy Bensebaini. Der 30-Jährige gewann laut "SofaScore" fünf seiner fünf Bodenzweikämpfe und drei von vier Luftduellen. Da fiel es kaum auf, dass Waldemar Anton im Zentrum große Schwierigkeiten hatte, wenn Atalanta doch mal zu gefährlichen Angriffen kam.

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Niko Kovac verdient große Anerkennung

Wie nahezu selbstverständlich der BVB aber dieses Spiel zu Null gewinnt, ist vielleicht das größte Indiz dafür, wie sehr sich das Team unter Kovac entwickelt hat. In der Vergangenheit waren Ausfälle von Schlüsselspielern wie Schlotterbeck kaum zu verkraften. Immer wieder brach der BVB in entscheidenden Saisonphasen ein – vor allem, wenn Verletzungen den Kader ausdünnten.

Umso beeindruckender ist diese Defensivleistung, die nicht nur mit den Innenverteidigern zusammenhängt, sondern auch mit dem riesigen Laufpensum von Maximilian Beier oder auch Julian Brandt. Beide arbeiteten intensiv mit nach hinten.

Oft genug musste Kovac in seiner Karriere mit Kritik an seinem Offensivkonzept umgehen. Oft genug zu Recht. Aber was der 54-Jährige aus der BVB-Abwehr gemacht hat, kann gar nicht genug Anerkennung finden. Ebenso wie sein Mut, einen 18-Jährigen in so einem Spiel ins kalte Wasser zu werfen.

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