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Fußball

Vincent Kompany über den Rassismus-Eklat um Vinicius Junior: Die klare Botschaft des Bayern-Trainers ist richtig und wichtig - Kommentar

  • Veröffentlicht: 20.02.2026
  • 15:14 Uhr
  • Martin Volkmar
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© Kirchner-Media

Die emotionale Reaktion des Trainers des FC Bayern zeigt: Übeltäter Prestianni und auch Jose Mourinho müssten allein schon wegen ihrer Ausreden bestraft werden. Ein Kommentar.

Von Martin Volkmar

Seit mehr als eineinhalb Jahren ist Vincent Kompany Cheftrainer des FC Bayern München. Und im Vergleich zu seinen häufig redseligen sowie teilweise sehr offenen Vorgängern Thomas Tuchel und Julian Nagelsmann lässt sich der Belgier eher selten in die Karten schauen.

Kompany umschifft meist höflich alle Fangfragen und redet selten Tacheles. Umso auffälliger ist es, wenn er Klartext spricht – denn dann weiß man sofort, dass ihm das Thema wirklich wichtig ist.

Am Freitag war einer dieser seltenen Tage, als Kompany über zwölf Minuten und zur Sicherheit auf Englisch ein Plädoyer gegen Rassismus hielt.

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Vinicius Jr. Rassismus-Vorfall: Vincent Kompany wird emotional

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Sichtlich emotional angefasst reagierte der frühere Weltklassespieler damit auf die Vorkommnisse beim Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid (0:1), als Torschütze Vinicius Júnior laut eigener Aussage von Gegenspieler Gianluca Prestianni mehrfach als "Affe" beschimpft worden war.

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Kompany verteidigt Vinicius Jr. und kritisiert Mourinho

Dabei verteidigte Kompany vehement den Brasilianer und nannte dessen Vorwürfe, die Prestianni bestreitet, "nicht vorgetäuscht", weil es dafür keinen Grund gebe. Zudem berichtete der FCB-Coach über eigene Erfahrungen und die anderer dunkelhäutiger Superstars mit rassistischen Beleidigungen.

Kompany machte dabei sehr deutlich, dass Menschen ohne Migrationsgeschichte diese verbalen Angriffe oft nicht nachvollziehen könnten. Dies sei aber keine Entschuldigung für die Ausreden von Benficas Trainer Jose Mourinho, der Vinicius wegen dessen Torjubel eine Mitverantwortung am Eklat zugeschoben hatte.

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Rassismus-Eklat darf von UEFA nicht unter den Teppich gekehrt werden

Kompanys ungewöhnlich klare Aussagen beweisen, dass das unappetitliche Thema nicht von der UEFA und anderen unter den Teppich gekehrt werden kann und soll. Im Gegenteil: Der Belgier hat vollkommen recht.

Wenn Mourinho nicht schon wegen seiner permanenten Meckerei mit Gelb-Rot fürs Rückspiel gesperrt wäre, hätte man ihn allein wegen seiner einfältigen und gleichzeitig offenbar kalkulierten Rechtfertigungen nachträglich sanktionieren sollen.

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Und auch der Übeltäter selbst darf nicht einfach damit davonkommen, dass er jegliches Fehlverhalten von sich weist und damit vermeintlich "Aussage gegen Aussage" steht.

Denn Prestianni ließ seine Beschimpfungen ja mit Kalkül hinter hochgezogenem Trikot los, um somit nicht nachträglich durch Lippenleser ertappt zu werden.

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Übeltäter Prestigiani hat offensichtlich etwas zu verbergen - und gehört allein deshalb bestraft

Offensichtlich ist aber, dass der Argentinier etwas zu verbergen hatte und diese Feigheit auch noch bislang ausreicht, um die Bestätigungen seiner Beleidigungen von Ohrenzeugen wie Real-Stürmer Kylian Mbappe als parteiisch abzuqualifizieren.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Wer mit Wollmütze über dem Gesicht eine Bank betritt, der führt nichts Gutes im Schilde. Gleiches gilt für einen Spieler, der jemand anderen mit Trikot über dem Mund anpöbelt.

Kompanys klare Botschaft zeigt: Die Ausreden von Prestianni und Mourinho sind – aufgrund eigener schlimmer Erlebnisse - eine Beleidigung für die Intelligenz eines jeden dunkelhäutigen Sportlers.

Allein deshalb müssten sie bestraft werden.

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