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EM 2024 in Deutschland

EM 2024: Diesen Marcel Sabitzer hatte der FC Bayern nie - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 25.06.2024
  • 17:38 Uhr
  • Oliver Jensen
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Marcel Sabitzer war beim 3:1 von Österreich gegen Polen der überragende Spieler. Er ging mit dem Druck richtig um und brannte ein Feuerwerk ab. Umso mehr stellt sich die Frage, warum er beim FC Bayern nie funktionierte. Ein Kommentar.

Aus Berlin berichtet Oliver Jensen

Marcel Sabitzer hatte das richtige Gespür. Als der österreichische Torwart Patrick Pentz einen weiten Abschlag machte und dieser vom polnischen Verteidiger Pawel Dawidowicz verlängert wurde, antizipierte Sabitzer die Flugbahn, ließ Gegenspieler Jan Bednarek stehen und lief alleine auf das Tor zu.

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Torwart Wojciech Szczesny konnte lediglich durch ein Foul verhindern, dass Sabitzer ihn umspielte und sich mit einem Tor belohnte. So bleibt der 30-Jährige lediglich als Vorlagengeber im Spielbericht stehen, weil er den Elfmeter herausholte, den Mitspieler Marko Arnautovic zum 3:1 verwertete.

Viel Wichtiger ist allerdings, was in Erinnerung bleibt: Ein Sabitzer, der in dieser Form ein Grund dafür ist, dass Österreich als Geheimfavorit der Europameisterschaft gehandelt wird.

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Sabitzer ging mit dem Druck richtig um – und brannte

Österreich stand gegen Polen unter Druck, nachdem das erste Spiel gegen Frankreich (unglücklich) mit 0:1 verloren wurde. Eine Niederlage wäre möglicherweise gleichbedeutend mit dem Vorrundenaus gewesen. Sabitzer ging mit der Situation richtig um und sagte vor dem Spiel: "Druck ist immer da, den kannst du dir auch selber machen. Wir haben in der Mannschaft besprochen, dass wir alles daran setzen werden, das Spiel zu gewinnen."

Nun ist es die eine Sache, so etwas zu sagen. Viel wichtiger ist, dass man dies von der ersten Minute an auf dem Spielfeld fabriziert. Sabitzer tat dies. Er brannte von der 1. Minute an regelrecht. Kein Weg war ihm zu weit, um Torchancen zu kreieren oder abzuschließen. Über das komplette Spiel hatte er fünf Torabschlüsse und eine starke Zweikampfquote von 71 Prozent.

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Sabitzer ist ein Spieler, den Rangnick und Österreich "in dieser Form brauchen"

"Sabi ist einer der Spieler, den wir in dieser Form brauchen", sagte der österreichische Nationaltrainer Ralf Rangnick auf Nachfrage von ran. Er wollte eigentlich keine bestimmten Spieler hervorheben, sah daher auch die negativen Aspekte bei Sabitzer: "In der 1. Halbzeit fand ich ihn noch nicht so zwingend. Da hätte ich mir schon noch gewünscht, dass er das eine oder andere Mal selber vorbeigeht und schießt. Aber trotzdem war er immer im Spiel, das ist schon klar."

Eine kleine taktische Umstellung brachte die Qualitäten von Sabitzer noch besser zum Vorschein. "In der 2. Halbzeit haben wir ihn auf die Zehn gezogen. Dort hatte er dann die Szenen, die wir von ihm brauchen", verriet Rangnick.

In München galt er als Flop und spielte "zu verhalten"

Er war genau der Spieler, den der FC Bayern München gerne gehabt hätte, als sie ihn im Sommer 2021 für eine Ablöse von rund 15 Millionen Euro verpflichteten. Doch in München fand er sich nie dauerhaft zurecht, obwohl er mit Julian Nagelsmann jenen Trainer hatte, der ihn in Leipzig zu Höchstleistungen antrieb.

Man könnte auch sagen: Ihm fehlte das Selbstvertrauen, das er bei der österreichischen Nationalmannschaft offenbar hat. Während er nun beim 3:1 gegen Polen mutig und mit einem permanenten Tordrang agiert, war er beim FC Bayern zu ängstlich. Selbst Nagelsmann kritisierte damals, dass er "einen Tick zu viel zurückgespielt und ein bisschen zu verhalten gespielt" hat.

In Dortmund waren seine Leistungen in der vergangenen Saison zu Beginn schwankend, beim Champions-League-Run bis ins Finale dann überragend

Bei der Europameisterschaft scheint er diesen Trend fortzusetzen. Für Österreich und den BVB ist das Grund zur Freude. Und beim FC Bayern muss man sich fragen, warum dieser hochveranlagte Spieler nur in München nie richtig funktionierte.

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