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EM 2024 in Deutschland

EM 2024: Stimmungskanone mit großem Herz - Saxophonist wird zur Kultfigur

  • Veröffentlicht: 22.06.2024
  • 21:27 Uhr
  • Dominik Hager
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Die EM 2024 ist eine Spielwiese für Neuentdeckungen und Stars. Dies gilt sowohl auf dem Fußballfeld als auch auf den vielen kleineren Nebenschauplätzen. Auf den Fanmeilen zeigt ein junger Mann mit Sonnenbrille, Völler-Trikot und Saxophon, wie man die EM-Welle reitet - und dabei noch Herz zeigt.

Von Dominik Hager

Wo er ist, ist rasten alle aus - wo er ist, ist EM-Party-Stimmung angesagt! André Schnura, der sich auf Instagram als Hochzeits- & Event-Saxophonist bezeichnet, gehört zu den kleinen, großen Berühmtheiten der EURO 2024. Er schreibt eine dieser Geschichten, die ein solches Großevent so schön und so bunt machen - und uns längst vergessene Sommermärchen-Vibes zurückbringen.

Schnura liefert mit seinem Saxophon den Soundtrack der EM und sorgt auf jeder Fanmeile für Ekstase. Der Mann mit dem Tenorsaxophon und dem Rudi-Völler-Trikot ist aber nicht nur auf der Straße ein echter Hit, sondern auch in kürzester Zeit viral gegangen. Auf Instagram hat der Musiker bereits 36.000 Follower, auf TikTok gar 405.000.

Bereits beim EM-Eröffnungsspiel tauchte der Deutschland-Fan in die Fanmassen von München - und spielte auf seinem Instrument, was das Zeug hält. Um ihn herum stimmten sich singende und tanzende Menschen auf die EM ein und feierten den 5:1-Erfolg der deutschen Mannschaft. 

Nun reist Schnura von EM-Party zu EM-Party und begeisterte zuletzt die Stuttgarter mit seiner Show. Egal ob "Zeit, dass sich was dreht", "Major Tom", "Narcotic" oder "Samba" - niemand bringt die Hits so begeisternd rüber wie der 30-Jährige aus Haan-Gruiten bei Wuppertal. 

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Mit dem Ziel, das "Saxophon wieder cool zu machen", war Schnura in sein EM-Abenteuer gestartet. Mit dem Gewinn einer solchen Fanbase wird er aber nicht mal in seinen kühnsten Träumen gerechnet haben. 

"Ok, Stuttgart. Das war grad das krasseste, was ich in meinem Leben erlebt habe. Einfach nur Liebe", schwebte er nach seinen Auftritten im Schwabenland auf Wolke sieben. Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt Schnura nun natürlich nicht. Weiter geht's in Frankfurt, wo das DFB-Team sein letztes Gruppenspiel gegen die Schweiz bestreitet.

Laut "Stuttgarter Tageszeitung" wurde der Saxophonist vom DFB-Fanclub extra für drei Tage gebucht und hat offizielle Auftritte. Am Sonntag wird er von  14 bis 16 Uhr und um 17 Uhr den Frankfurter Opernplatz mit seiner Party-Musik beschallen. Dabei waren noch vor wenigen Tagen Jazzsessions anstelle von Fußball-Hits sein Metier.

Erst gekündigt, dann EM-Party-Held: Schnura blickt auf völlig verrückte Woche

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Schnura selbst kann sein Glück noch gar nicht fassen und zeigte sich via Instagram "überwältigt und dankbar für alles". Dabei ereilte ihn gerade erst kurz vor der EM ein beruflicher Schock.

"Diese Woche ist so ein krasses Auf und Ab - ich wurde Anfang der Woche an der Musikschule, an der ich 6 Jahre unterrichtet habe, aufgrund einer neuen TVöD-Regelung gekündigt und habe mich schon gefragt, wie ich jetzt weitermachen soll", schilderte der Musiker. 

Für Leute wie Schnura wurde die Redensart "aus der Not eine Tugend machen" erfunden. Anstatt in Selbstmitleid zu baden, hieß die Devise "nach vorne schauen",  "Party machen" und "eine neue Version von sich selbst zu entdecken". 

Der 30-Jährige reitet auf der Erfolgswelle und genießt das Bad in der Menge. Die Bodenhaftung hat er dabei jedoch nicht verloren. Nun möchte er seinen Erfolg mit jenen teilen, die gerade auf der Schattenseite des Lebens stehen. 

"Ich weiß aber auch, dass es vielen Menschen schlechter geht als mir. Einige von euch werden mitbekommen haben, dass das schwarze Saxophon von meiner eigenen Marke stalaxysax ist, die ich mit meinem besten Freund Marius gegründet habe. Um etwas zurückzugeben, haben wir uns dazu entschlossen, dass wir ab jetzt für den Rest dieses Jahres für jedes verkaufte Saxophon über unseren Shop 150 Euro spenden werden", kündigte er großherzig an. 

Das Geld soll nun der Toni-Kroos-Stiftung zugutekommen, die schwerkranke Kinder unterstützt. Die Stiftung finanziere laut Schnura "Therapien und Behandlungen, hilft bei Anschaffungen von Hilfsmitteln und erfüllt kleine Träume der Kinder, die manchmal leider ihre letzten Wünsche sind".

Zwar könne er mit seiner Firma "keine Berge versetzen", sei jedoch gewillt, "im Kleinen etwas Gutes zu tun". Ein bemerkenswerter Zug, der dem Künstler noch mehr Sympathien einbringen dürfte.

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"Ich hoffe neben dem Ziel, Saxophonspielen wieder cool zu machen, dadurch gleichzeitig etwas Liebe zurückgeben zu können", lautet seine Zielsetzung.

Dies dürfte dem Social-Media-Star definitiv gelingen. Es wäre schon eine große Überraschung, wenn sich keine kleinen oder größeren Fans finden, die ihrem Idol nacheifern wollen. Die Musikschulen dürften so manche Anfrage von begeisterten Followern finden, die auch unbedingt Saxophon spielen lernen wollen.

Man könnte ironischerweise meinen, an den Musikschulen werden bald mehr Saxophonlehrer benötigt. Genauso schnell wie sein EM-Hype gestartet ist, könnte er also auch seinen alten Job zurückbekommen. So schnell wird sich jedenfalls niemand mehr trauen, dem EM-Star am Saxophon-Himmel zu kündigen.

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