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Fußball EM 2024 in deutschland

EM 2024: Kylian Mbappe alleine wird Frankreich nicht reichen - ein Kommentar

  • Aktualisiert: 25.06.2024
  • 20:57 Uhr
  • Dominik Hager
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Mit bedrohlich aussehender schwarzer Maske und einem ernsten Blick machte sich Kylian Mbappé nach seinem Nasenbeinbruch bereit, die stockende französische Bummelbahn wieder in einen TGV zu verwandeln. Das enttäuschende 1:1 gegen Polen zeigt: Kylian Mbappé alleine wird der Grande Nation nicht reichen. Ein Kommentar. 

Egal ob Kylian Mbappe, Ousmane Dembele, Antoine Griezmann oder Olivier Giroud: Die Offensivkräfte von Frankreich gehören zur europäischen Elite.

Umso bedenklicher ist das, was Spiel für Spiel dabei rum kommt.

Eine Zahl, die sinnbildlich für das Dilemma steht, ist die 237. Genau so lange dauerte es, bis Frankreich seinen ersten eigenen Turniertreffer bei dieser EM erzielte. Im ersten Gruppenspiel durften sich die Franzosen schließlich nur über das Eigentor des Österreichers Maximilian Wöber freuen. 

Natürlich war es Mbappe, der den ersten eigenen Treffer des erzielte. Bezeichnend dafür steht, dass es sich dabei nicht um einen schön herauskombinierten Treffer handelte, sondern um einen Elfmeter. 

Das 1:1 im letzten Gruppenspiel gegen Polen zeigt zudem: Dem neuen Superstar von Real Madrid fehlt die Unterstützung.

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Frankreich-Patzer hat Folgen: Der Druck steigt

Durch den verpassten Gruppensieg rutscht Frankreich im Turnierbaum auf die andere Seite und muss Teams wie Spanien, Deutschland oder Portugal aus dem Weg räumen, um das Finale zu erreichen. 

Damit geht es gegen die Teams, die Spielfreude zeigen, Kombinationsfußball zeigen Torgefahr ausstrahlen - und ihre Fans aus den Sitzen reißen. Kurzgesagt also alles, was die Franzosen so deutlich vermissen lassen. 

Frankreich hat zwar Kylian Mbappe, behält aber zahlreiche Fragezeichen auf der Stirn. Die schon vor dem Polen-Spiel berechtigte Kritik aus der Heimat wird sich weiter verschärfen. Mitten drin in der Debatte: Cheftrainer Didier Deschamps, der einer etwas erfolgreichen Version von Englands Gareth Southgate gleicht.

„Solidität“ ist wohl das am häufigsten propagierte Wort von Deschamps, der für destruktiven, aber ergebnisorientierten Fußball steht. Das Frankreich der EM 2024 ist jedoch nicht mehr solide, sondern ein fußballerischer Offenbarungseid. Im Fokus steht ein müdes Ballgeschiebe, Standfußball und das Verlassen darauf, dass es Mbappé oder ein anderer Offensivkünstler schon richten wird. 

Doch was können individuelle Einzelkönner ausrichten, wenn es in großen Teilen der Mannschaft krankt? Für einen großen Titelgewinn hat es schon immer ein funktionierendes Konstrukt benötigt, in dem die Stars lediglich die Kirsche auf der Sahnetorte sind. 

Spätestens jetzt ist eines klar: Frankreich ist seine Favoritenrolle los.

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