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Europameisterschaft

Spanien vs. Frankreich bei EM 2024: Deutsche Blamage und ein Sieg für den Fußball - Kommentar

  • Aktualisiert: 10.07.2024
  • 17:04 Uhr
  • Martin Volkmar
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Spanien steht verdient im EM-Finale, weil es auch gegen Frankreich auf Sieg statt auf Ergebnis spielt. Zweiter Verlierer neben der Equipe Tricolore an diesem Abend sind die deutschen Fans, die sich komplett daneben benehmen. Ein Kommentar.

Aus München berichtet Martin Volkmar.

Vor dem ersten Halbfinale waren sich fast alle Beobachter sicher, dass das Duell zwischen Spanien und Frankreich ungeachtet der hochkarätig besetzten Teams zu einer zähen Angelegenheit werden würde.

Zu sehr hatte die "Equipe Tricolore" die Fans in den bisherigen EM-Spielen mit seinem fast schon zynischen Ergebnis-Fußball gequält, bei dem trotz milliardenschwerer Offensive gerade mal drei Törchen durch Elfmeter und Eigentore zustande gekommen waren,

Gleichwohl war es offensichtlich das Konzept von Weltmeistercoach Didier Deschamps, erstmal hinten sicher zu stehen und vorne auf den lieben Gott zu setzen, da der eigene "Fußballgott" Kylian Mbappé nach seinem Nasenbeinbruch unter Ladehemmungen leidet.

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Das Wichtigste zur EM in Kürze

Mbappe zu schwach für Spaniens Abwehrriegel

Nur aber sollten die Spanier leiden, die ausgerechnet gegen den pfeilschnellen Mbappe mangels Alternativen ihren 38 Jahre alten Ersatzmann Jesus Navas stellen mussten – und in Nacho und Laporte zwei weitere Ü30-Legionäre aus Saudi-Arabien in der Innenverteidigung.

Komplettiert wurde die Viererkette links von "Deutschland-Schreck" Marc Cucurella, der aus ganz anderen Gründen an seiner Bestleistung gehindert werden sollte – aber dazu später mehr.

Es passte jedenfalls ins Bild, dass die Franzosen schon nach fünf Minuten ihr erstes "echtes" Turniertor erzielten – durch Kolo Muani nach Mbappe-Flanke und einer Fehlerkette der gesamten spanischen Abwehr.

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Lamine Yamals Vorgänger: Diese Barcelona-Talente haben es nicht geschafft

<strong>Gescheiterte Barca-Talente</strong><br>La Masia: Die Talentschmiede des FC Barcelona ist auf der ganzen Welt berühmt für Legenden wie Andres Iniesta, Sergio Busquets oder natürlich Lionel Messi. Doch nicht alle Barca-Juwele konnten ihre Vorschusslorbeeren rechtfertigen. <em><strong>ran</strong></em> zeigt euch eine Auswahl an Talenten, die einst große Zukunftshoffnungen der Katalanen waren, diesen Erwartungen aber aus den verschiedensten Gründen nicht gerecht wurden.
Gescheiterte Barca-Talente
La Masia: Die Talentschmiede des FC Barcelona ist auf der ganzen Welt berühmt für Legenden wie Andres Iniesta, Sergio Busquets oder natürlich Lionel Messi. Doch nicht alle Barca-Juwele konnten ihre Vorschusslorbeeren rechtfertigen. ran zeigt euch eine Auswahl an Talenten, die einst große Zukunftshoffnungen der Katalanen waren, diesen Erwartungen aber aus den verschiedensten Gründen nicht gerecht wurden.
© PIXATHLONPIXATHLONSID
<strong>Ansu Fati</strong><br>Der Flügelstürmer galt lange als das, was Lamine Yamal aktuell ist: Die hochtalentierte Nachwuchshoffnung der spanischen Nationalmannschaft. Bei seinem Profidebüt mit gerade einmal 16 Jahren verzückte Fati das Camp Nou, auch Lionel Messi gratulierte in den Katakomben. in der Folge schnellte sein Marktwert in die Höhe, Ende 2020 lag er bei 80 Millionen Euro. Folgen sollten verletzungsgeprägte Jahre.
Ansu Fati
Der Flügelstürmer galt lange als das, was Lamine Yamal aktuell ist: Die hochtalentierte Nachwuchshoffnung der spanischen Nationalmannschaft. Bei seinem Profidebüt mit gerade einmal 16 Jahren verzückte Fati das Camp Nou, auch Lionel Messi gratulierte in den Katakomben. in der Folge schnellte sein Marktwert in die Höhe, Ende 2020 lag er bei 80 Millionen Euro. Folgen sollten verletzungsgeprägte Jahre.
© Photo Players Images
Nach Meniskusriss und 300 Tagen Pause gehörte Fati bei seinem Jugendklub nicht mehr zum Stammpersonal. Deshalb entschied sich das "Wunderkind" im Sommer 2023 zu einer Leihe, ein Jahr in Brighton sollte ihm helfen, sein altes Niveau wiederzufinden. Doch auch unter Roberto de Zerbi konnte sich Fati nicht durchsetzen, zwei Tore aus 19 Einsätzen überzeugten nicht. Nach Rückkehr zu Barca steht der Youngstar vor dem Aus, Fenerbahce soll interessiert sein.
Nach Meniskusriss und 300 Tagen Pause gehörte Fati bei seinem Jugendklub nicht mehr zum Stammpersonal. Deshalb entschied sich das "Wunderkind" im Sommer 2023 zu einer Leihe, ein Jahr in Brighton sollte ihm helfen, sein altes Niveau wiederzufinden. Doch auch unter Roberto de Zerbi konnte sich Fati nicht durchsetzen, zwei Tore aus 19 Einsätzen überzeugten nicht. Nach Rückkehr zu Barca steht der Youngstar vor dem Aus, Fenerbahce soll interessiert sein.© PA Images
<strong>Bojan Krkic</strong><br>Nur wenige Jahre, nachdem bei Barcelona die Ära Messi eingeläutet wurde, gab es schon einen Nachfolger. Bojan Krkic, der "serbische" Messi. In La Masia soll der Offensivspieler über 800 Tore erzielt haben. Dementsprechend groß waren die Vorschusslorbeeren, als er mit 17 Jahren für die Blaugrana debütierte. Unter Coach Frank Rijkaard sammelte Bojan Einsatzzeit - der Entwicklungssprung zum Superstar blieb jedoch aus.
Bojan Krkic
Nur wenige Jahre, nachdem bei Barcelona die Ära Messi eingeläutet wurde, gab es schon einen Nachfolger. Bojan Krkic, der "serbische" Messi. In La Masia soll der Offensivspieler über 800 Tore erzielt haben. Dementsprechend groß waren die Vorschusslorbeeren, als er mit 17 Jahren für die Blaugrana debütierte. Unter Coach Frank Rijkaard sammelte Bojan Einsatzzeit - der Entwicklungssprung zum Superstar blieb jedoch aus.
© Getty Images
Krkic gestand, dass ihm Erwartungshaltung und Druck zu schaffen machten. Es folgten hoffnungsgetriebene Transfers zum AS Rom, eine Leihe zu Ajax, dann der permanente Wechsel zu Stoke City. Zeitweise wusste der Spanier bei den Potters sogar zu überzeugen, nach 5 Jahren musste Krkic dann dennoch gehen. Nach Saisons bei Mainz 05, Deportivo Alaves, Montreal Impact und zuletzt Vissel Kobe beendete Bojan 2023 seine Karriere - nicht nur er selbst hatte sich mehr erhofft.
Krkic gestand, dass ihm Erwartungshaltung und Druck zu schaffen machten. Es folgten hoffnungsgetriebene Transfers zum AS Rom, eine Leihe zu Ajax, dann der permanente Wechsel zu Stoke City. Zeitweise wusste der Spanier bei den Potters sogar zu überzeugen, nach 5 Jahren musste Krkic dann dennoch gehen. Nach Saisons bei Mainz 05, Deportivo Alaves, Montreal Impact und zuletzt Vissel Kobe beendete Bojan 2023 seine Karriere - nicht nur er selbst hatte sich mehr erhofft.© 2014 Getty Images
<strong>Riqui Puig</strong><br>Als Generationentalent wurde Puig zugegebenermaßen nie bezeichnet, dennoch galt der Mittelfeldspieler lange als ungeschliffenes Juwel der La Masia-Schmiede. In seiner Debütsaison für Barcelona sammelt Puig immerhin 14 Einsätze, sein Marktwert wird mit 20 Jahren auf 25 Millionen Euro taxiert. Der Durchbruch gelang dem hochveranlagten Rechtsfuß jedoch nie.
Riqui Puig
Als Generationentalent wurde Puig zugegebenermaßen nie bezeichnet, dennoch galt der Mittelfeldspieler lange als ungeschliffenes Juwel der La Masia-Schmiede. In seiner Debütsaison für Barcelona sammelt Puig immerhin 14 Einsätze, sein Marktwert wird mit 20 Jahren auf 25 Millionen Euro taxiert. Der Durchbruch gelang dem hochveranlagten Rechtsfuß jedoch nie.
© Getty
In der Folgesaison kam Puig auf gerade einmal 282 Einsatzminuten, nach einer weiteren Spielzeit als Ergänzungsspieler verabschiedete sich der ehemalige U21-Nationalspieler in Richtung MLS - dort heuerte er bei LA Galaxy an. Außerhalb Europas lässt der Spanier sein Potenzial immer wieder aufblitzen, stand 2024 sogar im All-Star-Roster der amerikanischen Profiliga.
In der Folgesaison kam Puig auf gerade einmal 282 Einsatzminuten, nach einer weiteren Spielzeit als Ergänzungsspieler verabschiedete sich der ehemalige U21-Nationalspieler in Richtung MLS - dort heuerte er bei LA Galaxy an. Außerhalb Europas lässt der Spanier sein Potenzial immer wieder aufblitzen, stand 2024 sogar im All-Star-Roster der amerikanischen Profiliga.© USA TODAY Network
<strong>Munir El Haddadi</strong><br>"Manchester City, Getafe, Osasuna, aber für mich ist Barcelona die erste Wahl." So sprach El Haddadi als 15-jähriger über alle Klubs, die an ihm interessiert waren. Durch 29 Tore in 32 Spielen für seinen Jugendverein hatte sich Munir ins Rampenlicht des europäischen Fußballs gespielt. Bei Barca angekommen, machte der Flügelstürmer einfach so weiter: Youth League-Sieger plus Nominierung für den Golden Boy-Award.
Munir El Haddadi
"Manchester City, Getafe, Osasuna, aber für mich ist Barcelona die erste Wahl." So sprach El Haddadi als 15-jähriger über alle Klubs, die an ihm interessiert waren. Durch 29 Tore in 32 Spielen für seinen Jugendverein hatte sich Munir ins Rampenlicht des europäischen Fußballs gespielt. Bei Barca angekommen, machte der Flügelstürmer einfach so weiter: Youth League-Sieger plus Nominierung für den Golden Boy-Award.
© 2014 Getty Images
Durchsetzen konnte er sich in der ersten Mannschaft aber nie. Es folgten Leihen innerhalb der La Liga, bis Barca es mit dem Spanier mit marokkanischen Wurzeln aufgab. Für eine mickrige MIllion ging es weiter zum FC Sevilla, aber auch sein Engagement dort war nicht von Erfolg gekrönt. Es folgte der FC Getafe, dann nach einem Jahr UD Las Palmas - jeweils ablösefrei. Aktuell ist El Haddadi vereinslos. Für Marokko brachte er es auf elf Länderspiele.
Durchsetzen konnte er sich in der ersten Mannschaft aber nie. Es folgten Leihen innerhalb der La Liga, bis Barca es mit dem Spanier mit marokkanischen Wurzeln aufgab. Für eine mickrige MIllion ging es weiter zum FC Sevilla, aber auch sein Engagement dort war nicht von Erfolg gekrönt. Es folgte der FC Getafe, dann nach einem Jahr UD Las Palmas - jeweils ablösefrei. Aktuell ist El Haddadi vereinslos. Für Marokko brachte er es auf elf Länderspiele.© Ricardo Larreina Amador
<strong>Seung-Woo Lee</strong><br>Ein weiterer Messi, dieses Mal der koreanische. Mit 13 Jahren trat Lee der Barca-Talentschmiede bei, in Korea war er bereits ein großer Star im U13 und U15-Fußball. Als Wunderkind bezeichnet bestätigte er die Lobeshymnen der Presse bei der U16-Asienmeisterschaft und führte sein Land bis ins Finale. Zu seinem Pech wurde der FC Barcelona 2014 mit einer Strafe für Transferaktivitäten belegt, die auch ihn betraf.
Seung-Woo Lee
Ein weiterer Messi, dieses Mal der koreanische. Mit 13 Jahren trat Lee der Barca-Talentschmiede bei, in Korea war er bereits ein großer Star im U13 und U15-Fußball. Als Wunderkind bezeichnet bestätigte er die Lobeshymnen der Presse bei der U16-Asienmeisterschaft und führte sein Land bis ins Finale. Zu seinem Pech wurde der FC Barcelona 2014 mit einer Strafe für Transferaktivitäten belegt, die auch ihn betraf.
© 2016 Getty Images
Da Barca gegen die UEFA-Richtlinien zur Verpflichtung ausländischer Jugendspieler verstieß, durfte der Südkoreaner bis zu seinem 18. Geburtstag nicht mit den Jugendteams der Blaugrana trainieren und auch nicht für sie auflaufen. So reichte es nie für einen Einsatz in Barcas erster Mannschaft 2017 gab man den damals 19-jährigen an Hellas Verona ab, über St. Truiden und Portimonense landete Lee 2022 wieder in seiner Heimat bei Suwon FC.
Da Barca gegen die UEFA-Richtlinien zur Verpflichtung ausländischer Jugendspieler verstieß, durfte der Südkoreaner bis zu seinem 18. Geburtstag nicht mit den Jugendteams der Blaugrana trainieren und auch nicht für sie auflaufen. So reichte es nie für einen Einsatz in Barcas erster Mannschaft 2017 gab man den damals 19-jährigen an Hellas Verona ab, über St. Truiden und Portimonense landete Lee 2022 wieder in seiner Heimat bei Suwon FC.© Penta Press
<strong>Dennis Krol</strong><br>Einer der wenigen deutschen Fußballer, die die Ehre hatten, in La Masia zu spielen, war Dennis Krol. Aus der Leverkusener Jugend wagte der talentierte Linksfuß den Sprung in die spanische Fußballmetropole. In den Jugendmannschaften der Blaugrana spielte Krol unter anderem mit Thiago Alcantara oder Marc Bartra zusammen. Zu einem Einsatz für die Profimannschaft sollte es jedoch nie reichen.
Dennis Krol
Einer der wenigen deutschen Fußballer, die die Ehre hatten, in La Masia zu spielen, war Dennis Krol. Aus der Leverkusener Jugend wagte der talentierte Linksfuß den Sprung in die spanische Fußballmetropole. In den Jugendmannschaften der Blaugrana spielte Krol unter anderem mit Thiago Alcantara oder Marc Bartra zusammen. Zu einem Einsatz für die Profimannschaft sollte es jedoch nie reichen.
© Moritz Müller
Stattdessen folgte der Wechsel in die Heimat zu seinem Jugendklub: In der U19 und zweiten Mannschaft der Leverkusener sammelte Krol noch einige Einsätze, von dort ging es zum Zweitteam Fortuna Düsseldorfs. Doch auch bei der Fortuna gehörte der Mittelfeldspieler nicht zum Stammpersonal. Über mehrere Stationen landete Krol in der Landesliga beim 1. FC Wülfrath, für den er nun seit 2019 die Schuhe schnürt.
Stattdessen folgte der Wechsel in die Heimat zu seinem Jugendklub: In der U19 und zweiten Mannschaft der Leverkusener sammelte Krol noch einige Einsätze, von dort ging es zum Zweitteam Fortuna Düsseldorfs. Doch auch bei der Fortuna gehörte der Mittelfeldspieler nicht zum Stammpersonal. Über mehrere Stationen landete Krol in der Landesliga beim 1. FC Wülfrath, für den er nun seit 2019 die Schuhe schnürt.© Funke Foto Services
<strong>Jonathan dos Santos</strong><br>Als eines der größten mexikanischen Talente aller Zeiten gepriesen, machte dos Santos die Barca-Scouts als Jugendlicher durch seine feine Technik auf sich aufmerksam. Der Südamerikaner spielte sich durch Barcas Jugendmannschaften - U16, U18, U19, dos Santos war Teil des Teams. In der Saison 13/14 kam dos Santos dann zu seinem Profidebüt, Experten bescheinigten ihm eine große Zukunft.
Jonathan dos Santos
Als eines der größten mexikanischen Talente aller Zeiten gepriesen, machte dos Santos die Barca-Scouts als Jugendlicher durch seine feine Technik auf sich aufmerksam. Der Südamerikaner spielte sich durch Barcas Jugendmannschaften - U16, U18, U19, dos Santos war Teil des Teams. In der Saison 13/14 kam dos Santos dann zu seinem Profidebüt, Experten bescheinigten ihm eine große Zukunft.
© imago sportfotodienst
Am Ende der Saison gab Barca dos Santos trotzdem ab, an Ligakonkurrent Villareal, wo der Mexikaner mit seinem Bruder vereint, zum Stammspieler mutierte. Nach zwei Jahren dann die Trennung - das große Geld rief in Form der MLS und LA Galaxy. Seit 2021 kickt dos Santos wieder in der heimischen Liga MX bei Club America.
Am Ende der Saison gab Barca dos Santos trotzdem ab, an Ligakonkurrent Villareal, wo der Mexikaner mit seinem Bruder vereint, zum Stammspieler mutierte. Nach zwei Jahren dann die Trennung - das große Geld rief in Form der MLS und LA Galaxy. Seit 2021 kickt dos Santos wieder in der heimischen Liga MX bei Club America.© Agencia-MexSport
<strong>Martin Montoya</strong>&nbsp;<br>Er sollte der neue Dani Alves werden. Als Achtjähriger hatte sich Martin Montoya La Masia angeschlossen, er durchlief alle Jugendteams beim katalanischen Klub und war im Jahr 2010 einer der wichtigsten Pfeiler bei Barcelona II - mit ihm stieg das B-Team in Spaniens zweite Liga auf. Nach seinem Debüt für Barcas erste Mannschaft weckte Montoya Begehrlichkeiten in ganz Europa.
Martin Montoya 
Er sollte der neue Dani Alves werden. Als Achtjähriger hatte sich Martin Montoya La Masia angeschlossen, er durchlief alle Jugendteams beim katalanischen Klub und war im Jahr 2010 einer der wichtigsten Pfeiler bei Barcelona II - mit ihm stieg das B-Team in Spaniens zweite Liga auf. Nach seinem Debüt für Barcas erste Mannschaft weckte Montoya Begehrlichkeiten in ganz Europa.
© 2015 Getty Images
An einen Verkauf dachte Barcelona nie. Zu groß die Hoffnung auf einen neuen starken Rechtsverteidiger. Doch ausgerechnet Dani Alves sollte Montoya zum Verhängnis werden, indem er dem jungen Verteidiger die Spielzeit wegnahm. Frustriert machte der Rechtsfuß den Abgang, eine semi-erfolgreiche Tour durch ganz Europa sollte folgen: Betis Sevilla, Inter Mailand, Valencia, Brighton - seit dieser Saison Aris Thessaloniki in Griechenland.
An einen Verkauf dachte Barcelona nie. Zu groß die Hoffnung auf einen neuen starken Rechtsverteidiger. Doch ausgerechnet Dani Alves sollte Montoya zum Verhängnis werden, indem er dem jungen Verteidiger die Spielzeit wegnahm. Frustriert machte der Rechtsfuß den Abgang, eine semi-erfolgreiche Tour durch ganz Europa sollte folgen: Betis Sevilla, Inter Mailand, Valencia, Brighton - seit dieser Saison Aris Thessaloniki in Griechenland.© ANE Edition
<strong>Sergi Samper</strong>&nbsp;<br>Auf dem Papier ist der inzwischen 29-Jährige Champions League-Sieger, Spanischer Meister und Pokalsieger - sein Anteil daran ist allerdings marginal. In der Jugend mit Andres Iniesta verglichen, weil er das Mittelfeld ähnlich an sich riss wie der Altmeister, schaffte Samper nie den Durchbruch im hochkarätig besetzten Mittelfeld des FC Barcelona.
Sergi Samper 
Auf dem Papier ist der inzwischen 29-Jährige Champions League-Sieger, Spanischer Meister und Pokalsieger - sein Anteil daran ist allerdings marginal. In der Jugend mit Andres Iniesta verglichen, weil er das Mittelfeld ähnlich an sich riss wie der Altmeister, schaffte Samper nie den Durchbruch im hochkarätig besetzten Mittelfeld des FC Barcelona.
© 2016 Getty Images
Nach zwei Leihen innerhalb Spaniens zum FC Granada und UD Las Palmas ließ Barca seine ehemals große Mittelfeld-Hoffnung ziehen. Bis zu dessen Karriereende zockte Samper bei Vissel Kobe mit seinem Idol Andres Iniesta zusammen, 2023 folgte der Wechsel zu Gerard Piques Klub FC Andorra. Nach einem Tor in 19 Einsätzen für den Zweitligisten ist Samper seit Saisonende ohne Arbeitgeber.
Nach zwei Leihen innerhalb Spaniens zum FC Granada und UD Las Palmas ließ Barca seine ehemals große Mittelfeld-Hoffnung ziehen. Bis zu dessen Karriereende zockte Samper bei Vissel Kobe mit seinem Idol Andres Iniesta zusammen, 2023 folgte der Wechsel zu Gerard Piques Klub FC Andorra. Nach einem Tor in 19 Einsätzen für den Zweitligisten ist Samper seit Saisonende ohne Arbeitgeber.© AFLOSPORT
<strong>Gescheiterte Barca-Talente</strong><br>La Masia: Die Talentschmiede des FC Barcelona ist auf der ganzen Welt berühmt für Legenden wie Andres Iniesta, Sergio Busquets oder natürlich Lionel Messi. Doch nicht alle Barca-Juwele konnten ihre Vorschusslorbeeren rechtfertigen. <em><strong>ran</strong></em> zeigt euch eine Auswahl an Talenten, die einst große Zukunftshoffnungen der Katalanen waren, diesen Erwartungen aber aus den verschiedensten Gründen nicht gerecht wurden.
<strong>Ansu Fati</strong><br>Der Flügelstürmer galt lange als das, was Lamine Yamal aktuell ist: Die hochtalentierte Nachwuchshoffnung der spanischen Nationalmannschaft. Bei seinem Profidebüt mit gerade einmal 16 Jahren verzückte Fati das Camp Nou, auch Lionel Messi gratulierte in den Katakomben. in der Folge schnellte sein Marktwert in die Höhe, Ende 2020 lag er bei 80 Millionen Euro. Folgen sollten verletzungsgeprägte Jahre.
Nach Meniskusriss und 300 Tagen Pause gehörte Fati bei seinem Jugendklub nicht mehr zum Stammpersonal. Deshalb entschied sich das "Wunderkind" im Sommer 2023 zu einer Leihe, ein Jahr in Brighton sollte ihm helfen, sein altes Niveau wiederzufinden. Doch auch unter Roberto de Zerbi konnte sich Fati nicht durchsetzen, zwei Tore aus 19 Einsätzen überzeugten nicht. Nach Rückkehr zu Barca steht der Youngstar vor dem Aus, Fenerbahce soll interessiert sein.
<strong>Bojan Krkic</strong><br>Nur wenige Jahre, nachdem bei Barcelona die Ära Messi eingeläutet wurde, gab es schon einen Nachfolger. Bojan Krkic, der "serbische" Messi. In La Masia soll der Offensivspieler über 800 Tore erzielt haben. Dementsprechend groß waren die Vorschusslorbeeren, als er mit 17 Jahren für die Blaugrana debütierte. Unter Coach Frank Rijkaard sammelte Bojan Einsatzzeit - der Entwicklungssprung zum Superstar blieb jedoch aus.
Krkic gestand, dass ihm Erwartungshaltung und Druck zu schaffen machten. Es folgten hoffnungsgetriebene Transfers zum AS Rom, eine Leihe zu Ajax, dann der permanente Wechsel zu Stoke City. Zeitweise wusste der Spanier bei den Potters sogar zu überzeugen, nach 5 Jahren musste Krkic dann dennoch gehen. Nach Saisons bei Mainz 05, Deportivo Alaves, Montreal Impact und zuletzt Vissel Kobe beendete Bojan 2023 seine Karriere - nicht nur er selbst hatte sich mehr erhofft.
<strong>Riqui Puig</strong><br>Als Generationentalent wurde Puig zugegebenermaßen nie bezeichnet, dennoch galt der Mittelfeldspieler lange als ungeschliffenes Juwel der La Masia-Schmiede. In seiner Debütsaison für Barcelona sammelt Puig immerhin 14 Einsätze, sein Marktwert wird mit 20 Jahren auf 25 Millionen Euro taxiert. Der Durchbruch gelang dem hochveranlagten Rechtsfuß jedoch nie.
In der Folgesaison kam Puig auf gerade einmal 282 Einsatzminuten, nach einer weiteren Spielzeit als Ergänzungsspieler verabschiedete sich der ehemalige U21-Nationalspieler in Richtung MLS - dort heuerte er bei LA Galaxy an. Außerhalb Europas lässt der Spanier sein Potenzial immer wieder aufblitzen, stand 2024 sogar im All-Star-Roster der amerikanischen Profiliga.
<strong>Munir El Haddadi</strong><br>"Manchester City, Getafe, Osasuna, aber für mich ist Barcelona die erste Wahl." So sprach El Haddadi als 15-jähriger über alle Klubs, die an ihm interessiert waren. Durch 29 Tore in 32 Spielen für seinen Jugendverein hatte sich Munir ins Rampenlicht des europäischen Fußballs gespielt. Bei Barca angekommen, machte der Flügelstürmer einfach so weiter: Youth League-Sieger plus Nominierung für den Golden Boy-Award.
Durchsetzen konnte er sich in der ersten Mannschaft aber nie. Es folgten Leihen innerhalb der La Liga, bis Barca es mit dem Spanier mit marokkanischen Wurzeln aufgab. Für eine mickrige MIllion ging es weiter zum FC Sevilla, aber auch sein Engagement dort war nicht von Erfolg gekrönt. Es folgte der FC Getafe, dann nach einem Jahr UD Las Palmas - jeweils ablösefrei. Aktuell ist El Haddadi vereinslos. Für Marokko brachte er es auf elf Länderspiele.
<strong>Seung-Woo Lee</strong><br>Ein weiterer Messi, dieses Mal der koreanische. Mit 13 Jahren trat Lee der Barca-Talentschmiede bei, in Korea war er bereits ein großer Star im U13 und U15-Fußball. Als Wunderkind bezeichnet bestätigte er die Lobeshymnen der Presse bei der U16-Asienmeisterschaft und führte sein Land bis ins Finale. Zu seinem Pech wurde der FC Barcelona 2014 mit einer Strafe für Transferaktivitäten belegt, die auch ihn betraf.
Da Barca gegen die UEFA-Richtlinien zur Verpflichtung ausländischer Jugendspieler verstieß, durfte der Südkoreaner bis zu seinem 18. Geburtstag nicht mit den Jugendteams der Blaugrana trainieren und auch nicht für sie auflaufen. So reichte es nie für einen Einsatz in Barcas erster Mannschaft 2017 gab man den damals 19-jährigen an Hellas Verona ab, über St. Truiden und Portimonense landete Lee 2022 wieder in seiner Heimat bei Suwon FC.
<strong>Dennis Krol</strong><br>Einer der wenigen deutschen Fußballer, die die Ehre hatten, in La Masia zu spielen, war Dennis Krol. Aus der Leverkusener Jugend wagte der talentierte Linksfuß den Sprung in die spanische Fußballmetropole. In den Jugendmannschaften der Blaugrana spielte Krol unter anderem mit Thiago Alcantara oder Marc Bartra zusammen. Zu einem Einsatz für die Profimannschaft sollte es jedoch nie reichen.
Stattdessen folgte der Wechsel in die Heimat zu seinem Jugendklub: In der U19 und zweiten Mannschaft der Leverkusener sammelte Krol noch einige Einsätze, von dort ging es zum Zweitteam Fortuna Düsseldorfs. Doch auch bei der Fortuna gehörte der Mittelfeldspieler nicht zum Stammpersonal. Über mehrere Stationen landete Krol in der Landesliga beim 1. FC Wülfrath, für den er nun seit 2019 die Schuhe schnürt.
<strong>Jonathan dos Santos</strong><br>Als eines der größten mexikanischen Talente aller Zeiten gepriesen, machte dos Santos die Barca-Scouts als Jugendlicher durch seine feine Technik auf sich aufmerksam. Der Südamerikaner spielte sich durch Barcas Jugendmannschaften - U16, U18, U19, dos Santos war Teil des Teams. In der Saison 13/14 kam dos Santos dann zu seinem Profidebüt, Experten bescheinigten ihm eine große Zukunft.
Am Ende der Saison gab Barca dos Santos trotzdem ab, an Ligakonkurrent Villareal, wo der Mexikaner mit seinem Bruder vereint, zum Stammspieler mutierte. Nach zwei Jahren dann die Trennung - das große Geld rief in Form der MLS und LA Galaxy. Seit 2021 kickt dos Santos wieder in der heimischen Liga MX bei Club America.
<strong>Martin Montoya</strong>&nbsp;<br>Er sollte der neue Dani Alves werden. Als Achtjähriger hatte sich Martin Montoya La Masia angeschlossen, er durchlief alle Jugendteams beim katalanischen Klub und war im Jahr 2010 einer der wichtigsten Pfeiler bei Barcelona II - mit ihm stieg das B-Team in Spaniens zweite Liga auf. Nach seinem Debüt für Barcas erste Mannschaft weckte Montoya Begehrlichkeiten in ganz Europa.
An einen Verkauf dachte Barcelona nie. Zu groß die Hoffnung auf einen neuen starken Rechtsverteidiger. Doch ausgerechnet Dani Alves sollte Montoya zum Verhängnis werden, indem er dem jungen Verteidiger die Spielzeit wegnahm. Frustriert machte der Rechtsfuß den Abgang, eine semi-erfolgreiche Tour durch ganz Europa sollte folgen: Betis Sevilla, Inter Mailand, Valencia, Brighton - seit dieser Saison Aris Thessaloniki in Griechenland.
<strong>Sergi Samper</strong>&nbsp;<br>Auf dem Papier ist der inzwischen 29-Jährige Champions League-Sieger, Spanischer Meister und Pokalsieger - sein Anteil daran ist allerdings marginal. In der Jugend mit Andres Iniesta verglichen, weil er das Mittelfeld ähnlich an sich riss wie der Altmeister, schaffte Samper nie den Durchbruch im hochkarätig besetzten Mittelfeld des FC Barcelona.
Nach zwei Leihen innerhalb Spaniens zum FC Granada und UD Las Palmas ließ Barca seine ehemals große Mittelfeld-Hoffnung ziehen. Bis zu dessen Karriereende zockte Samper bei Vissel Kobe mit seinem Idol Andres Iniesta zusammen, 2023 folgte der Wechsel zu Gerard Piques Klub FC Andorra. Nach einem Tor in 19 Einsätzen für den Zweitligisten ist Samper seit Saisonende ohne Arbeitgeber.

Doch da der Vize-Weltmeister danach wieder in den Verwaltungsmodus schaltete, kamen die Iberer zurück. Weil sie quasi als Gegenentwurf zu Frankreich wie schon im ganzen Turnier auch diesmal versuchten, aktiven statt passiven und offensiven statt defensiven Fußball zu zeigen.

Daher profitierten die Spanier im Gegensatz zum Gegner von ihrer spielerischen Klasse. Wunderkind Lamine Yamal und Topscorer Dani Olmo rissen die Partie an sich und drehten selbige durch zwei herrliche Treffer binnen fünf Minuten.

Und hinten räumten die "Oldies" dank ihrer Routine danach alles ab, allen voran der bisherige Real-Kapitän Nacho, und brachten den Erfolg ins Ziel. Am Ende ein Sieg für den "schönen" gegen den zweckmäßigen Fußball.

Deutschland-Fans haben ihren Sündenbock

Doch neben den Franzosen gab es an diesem Abend in München noch einen weiteren Verlierer: Diejenigen deutschen Zuschauer, die so unfair waren, Cucurella bei jedem Ballkontakt auszupfeifen.

Er sollte offenbar als Sündenbock herhalten für das deutsche Ausscheiden gegen die Spanier und vermutlich auch den Frust, nun auf teuren Plätzen nicht der DFB-Auswahl zujubeln zu dürfen.

Doch fürs Protokoll: Cucurella konnte nichts dafür, dass Schiedsrichter Anthony Taylor am Freitag den Elfmeterpfiff verweigerte, als Jamal Musiala Cucurella den Ball aus nächster Nähe an die Hand geschossen hatte.

Es ist ein Armutszeugnis für die Gastgeber-Nation, dass einige Verstörte das Fairplay so mit Füßen treten und am Ende einer bisher friedlichen und fröhlichen Europameisterschaft für ein derart peinliches Bild im Ausland sorgen.

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EM 2024: Spanien-Fans verspotten Deutschland mit Fangesang

Wer sich so verhält, darf sich nicht über Pfiffe anderer Fanlager bei Nationalhymnen echauffieren und ist schlicht und ergreifend ein schlechter Verlierer.

Man kann nur hoffen, dass sich das deutsche Finalpublikum am Sonntag in Berlin gegenüber Cucurella angemessener und würdig verhält.

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