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DFB-Frauen gegen Südkorea unter Zugzwang

Frauen-WM: Lea Schüller - Edeljokerin und vielleicht sogar mehr?

  • Aktualisiert: 03.08.2023
  • 22:02 Uhr
  • 90Min
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Die DFB-Frauen sind im letzten Gruppenspiel gegen Südkorea unter Zugzwang. Lea Schüller war bislang noch nicht im Fokus, aber die Edeljokerin könnte zum X-Faktor werden.

Von 90-Min-Autorin Helene Altgelt

"Ich habe, ehrlich gesagt, auch nicht damit gerechnet", sagte Lea Schüller 2017 zu ihrer ersten Nominierung in die Nationalmannschaft, damals noch unter der Leitung von Steffi Jones. Kurz vor der EM durfte sie vor fünf Jahren das erste Mal an einem Lehrgang teilnehmen - eine Überraschung für die damals 19-Jährige.

Für die EM reichte es dann doch nicht, der Rest ist bekannt: Deutschland schied im Viertelfinale gegen Dänemark aus, Steffi Jones musste bald danach ihren Hut nehmen. Ob es etwas genützt hätte, Schüller mitzunehmen? Im Nachhinein schwer zu sagen, aber falsch wäre es wohl nicht gewesen - denn keine einzige der deutschen Stürmerinnen erzielte vor fünf Jahren ein Tor, Innenverteidigerin Babett Peter war mit zwei Treffern beste Torschützin des deutschen Teams.

Dieses Jahr war Schüller von ihrer WM-Nominierung wohl weniger überrascht. Auch wenn sie hinter Alex Popp die Nummer zwei in der deutschen Sturm-Rangordnung ist, weiß Schüller um ihre Qualitäten als Edeljoker und könnte in den K.o.-Spielen den Unterschied machen. Bereits gegen Kolumbien zeigte sie nach ihrer Einwechslung eine gute Leistung mit vielen vielversprechenden Laufwegen.

Das Toreschießen lag Lea Schüller schon früh, zunächst schnürte sie beim Krefelder Verein Hülser SV in einer Jungenmannschaft die Schuhe. Den Traum, ihre Leidenschaft auch als Beruf zu haben, hatte sie aber zunächst nicht:

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"In meiner Jugend war es nicht so, dass man gesagt hat: Es gibt Frauenfußball. Es wurden auch kaum Spiele im Fernsehen gezeigt. Deshalb war die Idee, tatsächlich Profi zu werden, für mich nie richtig greifbar."

Mit ihrem Wechsel 2012 zur SGS Essen, die für ihre außergewöhnliche Talentförderung bekannt ist und auch Spielerinnen wie Lena Oberdorf oder Linda Dallmann zum Durchbruch verhalf, kam ihr die Idee, Profifußballerin zu werden, erst so richtig in den Sinn. Schüller machte dort schnell auf sich aufmerksam und kam im Alter von 16 Jahren zu ihrem Bundesliga-Debüt.

Erst Essen, dann München

Bei der SGS verbrachte die Mittelstürmerin acht sehr erfolgreiche Jahre, zweimal war sie auch nah dran, einen Titel zu gewinnen. Beim Pokalfinale 2014 wurde Schüller eingewechselt, konnte an der 0:3-Niederlage gegen den 1. FFC Frankfurt aber auch nichts mehr ändern. 2020 war es noch knapper und die SGS musste sich erst im Elfmeterschießen den Seriensiegerinnen aus Wolfsburg geschlagen geben. Schüller erzielte dabei nach nur zwölf Sekunden das schnellste Pokaltor der Geschichte und verwandelte auch ihren Elfmeter.

Ein trauriger Abschied aus Essen - denn im folgenden Sommer schloss sich Schüller dem FC Bayern an. Damit hätte sie früher nicht gerechnet, denn Schüller ist Dortmund-Fan gewesen und war fest entschlossen, nie zum FC Bayern München zu gehen. Dann überzeugte sie das Angebot des FCB aber doch.

Die sportliche Leiterin des FCB, Bianca Rech, bezeichnete sie damals als "Vollblutstürmerin, die den richtigen Riecher hat". Dieser Bezeichnung konnte Schüller in ihrer Anfangszeit an der Isar allerdings noch nicht ganz gerecht werden, sie brauchte ein wenig Eingewöhnungszeit und ihr Riecher kam ihr teilweise etwas abhanden.

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Ende 2020 startet Schüller durch

In den ersten elf Spielen kam sie auf nur zwei Tore, wurde öfters auch nur eingewechselt. Ab Dezember 2020 startete sie bei Bayern dann aber durch, erzielte in den verbleibenden elf Spielen ganze 14 Treffer und etablierte sich als Stammspielerin.

<strong>Milliarden-Deal für Manchester United</strong><br><br>Manchester United hat einen neuen Ausrüstervertrag mit adidas unterschrieben. Die "Red Devils" kassieren in den kommenden zehn Jahren 900 Millionen Pfund (1,045 Mrd Euro). Der Trikot-Deal ist der teuerste in der Geschichte der Premier League, zum europäischen Spitzenplatz reicht es aber nicht. Die "Daily Mail" hat die Top 10 der lukrativsten Ausrüsterverträge zusammengetragen. (Stand August 2023)
Milliarden-Deal für Manchester United

Manchester United hat einen neuen Ausrüstervertrag mit adidas unterschrieben. Die "Red Devils" kassieren in den kommenden zehn Jahren 900 Millionen Pfund (1,045 Mrd Euro). Der Trikot-Deal ist der teuerste in der Geschichte der Premier League, zum europäischen Spitzenplatz reicht es aber nicht. Die "Daily Mail" hat die Top 10 der lukrativsten Ausrüsterverträge zusammengetragen. (Stand August 2023)
© 2023 Getty Images
<strong>Platz 10: FC Bayern München (adidas)</strong><br><br>42,5 Mio Pfund (49,38 Mio Euro) pro Saison bis 2030
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© 2023 Getty Images
<strong>Platz 9: Juventus Turin (adidas)</strong><br><br>46 Mio Pfund (53,45 Mio Euro) pro Saison bis 2028
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© 2023 Getty Images
<strong>8. Platz: FC Chelsea (Nike)</strong><br><br>60 Mio Pfund (69,71 Mio Euro) pro Saison bis 2032
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<strong>7. Platz: Manchester City (Puma)</strong><br><br>65 Mio Pfund (75,52 Mio Euro) pro Saison bis 2029
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<strong>6. Platz: Paris St. Germain (Nike)</strong><br><br>68 Mio Pfund (79,01 Mio Euro) pro Saison bis 2032
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© 2023 Getty Images
<strong>5. Platz: FC Arsenal (adidas)</strong><br><br>75 Mio Pfund (87,14 Mio Euro) pro Saison bis 2030
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© ZUMA Wire
<strong>4. Platz: FC Liverpool (Nike)</strong><br><br>80 Mio Pfund (92,95 Mio Euro) pro Saison bis 2030
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© 2023 Getty Images
<strong>3. Platz: Manchester United (adidas)</strong><br><br>90 Mio Pfund (104,57 Mio Euro) pro Saison bis 2033
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<strong>2. Platz: FC Barcelona (Nike)</strong><br><br>100 Mio Pfund (116,19 Mio Euro) pro Saison bis 2028
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© 2023 Icon Sportswire
<strong>1. Platz: Real Madrid (adidas)</strong><br><br>110 Mio Pfund (127,81 Mio Euro) pro Saison bis 2028
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<strong>Milliarden-Deal für Manchester United</strong><br><br>Manchester United hat einen neuen Ausrüstervertrag mit adidas unterschrieben. Die "Red Devils" kassieren in den kommenden zehn Jahren 900 Millionen Pfund (1,045 Mrd Euro). Der Trikot-Deal ist der teuerste in der Geschichte der Premier League, zum europäischen Spitzenplatz reicht es aber nicht. Die "Daily Mail" hat die Top 10 der lukrativsten Ausrüsterverträge zusammengetragen. (Stand August 2023)
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<strong>5. Platz: FC Arsenal (adidas)</strong><br><br>75 Mio Pfund (87,14 Mio Euro) pro Saison bis 2030
<strong>4. Platz: FC Liverpool (Nike)</strong><br><br>80 Mio Pfund (92,95 Mio Euro) pro Saison bis 2030
<strong>3. Platz: Manchester United (adidas)</strong><br><br>90 Mio Pfund (104,57 Mio Euro) pro Saison bis 2033
<strong>2. Platz: FC Barcelona (Nike)</strong><br><br>100 Mio Pfund (116,19 Mio Euro) pro Saison bis 2028
<strong>1. Platz: Real Madrid (adidas)</strong><br><br>110 Mio Pfund (127,81 Mio Euro) pro Saison bis 2028

In der Saison danach wurde Schüller mit 16 Treffern zur besten Torschützin der Liga, in der vergangenen Saison erzielte sie 14 Tore. Damit ist sie eine verlässliche Stürmerin, auch wenn sie noch die ein oder andere Chance mehr hätte nutzen können. Allerdings ist es nicht fair, Schüller nur an der Anzahl ihrer Tore zu messen, denn die 25-Jährige will auch im Spiel eingebunden sein und lässt sich häufig ins Mittelfeld fallen oder weicht auf die Flügel aus. Trotzdem ist Schüller sehr selbstkritisch, sagte nach der Saison 2021/22 trotz der Torjägerkanone:

"Ich habe kontinuierlich nicht so gut gespielt: Mal habe ich von Anfang an gespielt, dann wieder nicht. Wenn ich dann mal ein gutes Spiel gemacht habe, habe ich in der darauffolgenden Partie nicht von Beginn auf dem Platz gestanden. Zudem habe ich in allen wichtigen Spielen entweder nicht von Anfang an oder auf meiner Position gespielt."

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Lea Schüller hat "großes Potenzial"

Ein wenig klingt in dem Zitat auch leise Kritik an Jens Scheuer durch. Unter dem Ex-Trainer von Bayern spielte Schüller in wichtigen Spielen oft auf dem Flügel statt im Zentrum, was nicht ihren Stärken entspricht. So blieb Schüller meist ein wenig isoliert und war sichtbar weniger in ihrem Element - das im gegnerischen Sechzehner liegt.

Unter Scheuers Nachfolger, dem Norweger Alexander Straus, ist sie im Sturmzentrum wieder gesetzt. Straus sieht großes Potenzial in der 25-Jährigen: "Sie hat das Potenzial, eine der besten Stürmerinnen der Welt zu werden", sagte er diese Saison. Große Worte - aber Straus hat selbst einen großen Anteil an ihrer Weiterentwicklung.

<strong>Noten zur DFB-Pleite gegen Kolumbien</strong><br>Die DFB-Frauen haben ihr zweites Vorrundenspiel bei der WM gegen Kolumbien durch ein Last-Minute-Gegentor mit 1:2 verloren. Insgesamt eine enttäuschende Leistung des Teams, vor allem zwei Spielerinnen fallen deutlich ab. <em><strong>ran</strong></em> zeigt die Noten in der Einzelkritik.
Noten zur DFB-Pleite gegen Kolumbien
Die DFB-Frauen haben ihr zweites Vorrundenspiel bei der WM gegen Kolumbien durch ein Last-Minute-Gegentor mit 1:2 verloren. Insgesamt eine enttäuschende Leistung des Teams, vor allem zwei Spielerinnen fallen deutlich ab. ran zeigt die Noten in der Einzelkritik.
© AAP
<strong>Merle Frohms</strong><br>Die deutsche Torfrau erlebt insgesamt eine recht ruhige Partie. Im ersten Durchgang muss Merle Frohms kaum einmal eingreifen und wenn, agiert sie sehr souverän. Bei beiden&nbsp; Gegentreffern im zweiten Durchgang ist Frohms ohne Chance. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
Merle Frohms
Die deutsche Torfrau erlebt insgesamt eine recht ruhige Partie. Im ersten Durchgang muss Merle Frohms kaum einmal eingreifen und wenn, agiert sie sehr souverän. Bei beiden  Gegentreffern im zweiten Durchgang ist Frohms ohne Chance. ran-Note: 3
© Beautiful Sports
<strong>Svenja Huth</strong><br>Außenverteidigerin Svenja Huth schaltet sich vermehrt gut mit in die Offensive ein, macht dort aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Vor dem 0:1 sieht sie zudem im Strafraum gegen Torschützin Caicedo schlecht aus. Huth attackiert die Kolumbianerin zu direkt und wird durch eine Körpertäuschung von Caicedo aus dem Spiel genommen. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
Svenja Huth
Außenverteidigerin Svenja Huth schaltet sich vermehrt gut mit in die Offensive ein, macht dort aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Vor dem 0:1 sieht sie zudem im Strafraum gegen Torschützin Caicedo schlecht aus. Huth attackiert die Kolumbianerin zu direkt und wird durch eine Körpertäuschung von Caicedo aus dem Spiel genommen. ran-Note: 4
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<strong>Kathrin Hendrich</strong><br>Im Abwehrzentrum macht Kathrin Hendrich einen insgesamt recht soliden Job, hat aber im Aufbauspiel den ein oder anderen Abspielfehler dabei. Immer wenn die körperlich sehr robusten Kolumbianerinnen nach der Pause schnell spielten, wirkte die Defensive nicht wirklich sattelfest. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
Kathrin Hendrich
Im Abwehrzentrum macht Kathrin Hendrich einen insgesamt recht soliden Job, hat aber im Aufbauspiel den ein oder anderen Abspielfehler dabei. Immer wenn die körperlich sehr robusten Kolumbianerinnen nach der Pause schnell spielten, wirkte die Defensive nicht wirklich sattelfest. ran-Note: 4
© AAP
<strong>Sara Doorsoun</strong><br>Die deutsche Innenverteidigerin agiert sehr konsequent in der Zweikampfführung, wie auch schon zuvor im Auftaktspiel gegen Marokko. Nach einer halben Stunde verletzt sich Sara Doorsoun aber, kann anschließend immerhin noch bis zur Pause weitermachen. Dann bleibt sie nach starken 45 Minuten angeschlagen in der Kabine. <strong><em>ran</em>-Note: 2</strong>
Sara Doorsoun
Die deutsche Innenverteidigerin agiert sehr konsequent in der Zweikampfführung, wie auch schon zuvor im Auftaktspiel gegen Marokko. Nach einer halben Stunde verletzt sich Sara Doorsoun aber, kann anschließend immerhin noch bis zur Pause weitermachen. Dann bleibt sie nach starken 45 Minuten angeschlagen in der Kabine. ran-Note: 2
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<strong>Chantal Hagel</strong><br>Auf der linken Abwehrseite rückt Chantal Hagel im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Marokko für die verletzte Felicitas Rauch in die DFB-Startelf. Nach vorne gelingt Hagel nicht so viel, defensiv erledigt sie ihre Aufgabe allerdings zumeist ordentlich. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
Chantal Hagel
Auf der linken Abwehrseite rückt Chantal Hagel im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Marokko für die verletzte Felicitas Rauch in die DFB-Startelf. Nach vorne gelingt Hagel nicht so viel, defensiv erledigt sie ihre Aufgabe allerdings zumeist ordentlich. ran-Note: 3
© Beautiful Sports
<strong>Lena Oberdorf</strong><br>Statt Melanie Leupolz darf Lena Oberdorf im Spiel gegen Kolumbien in der Startelf mitwirken und sie ist sofort eine der stärksten Spielerinnen im deutschen Team. Am Ball stark und gegen den Ball sehr aggressiv - so holt sie sich auch nach ungefähr einer Stunde für ein gestrecktes Bein auch die Gelbe Karte ab. Kurz danach hat sie nach einer Ecke den Ausgleich auf dem Fuß, ehe sie kurz vor Schluss den Elfmeter zum 1:1 herausholt. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
Lena Oberdorf
Statt Melanie Leupolz darf Lena Oberdorf im Spiel gegen Kolumbien in der Startelf mitwirken und sie ist sofort eine der stärksten Spielerinnen im deutschen Team. Am Ball stark und gegen den Ball sehr aggressiv - so holt sie sich auch nach ungefähr einer Stunde für ein gestrecktes Bein auch die Gelbe Karte ab. Kurz danach hat sie nach einer Ecke den Ausgleich auf dem Fuß, ehe sie kurz vor Schluss den Elfmeter zum 1:1 herausholt. ran-Note: 3
© Shutterstock
<strong>Sara Däbritz</strong><br>Wie Oberdorf, so ist auch Sara Däbritz gegen Kolumbien vor allem in der Balleroberung bärenstark. Allerdings fehlen ihr dann mit Ball oftmals die Ideen in der Offensive. Vor dem 0:1 ist Däbritz zudem im Strafraum gegen Torschützin Caicedo etwas zu zaghaft, kommt nicht in den Zweikampf. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
Sara Däbritz
Wie Oberdorf, so ist auch Sara Däbritz gegen Kolumbien vor allem in der Balleroberung bärenstark. Allerdings fehlen ihr dann mit Ball oftmals die Ideen in der Offensive. Vor dem 0:1 ist Däbritz zudem im Strafraum gegen Torschützin Caicedo etwas zu zaghaft, kommt nicht in den Zweikampf. ran-Note: 4
© Beautiful Sports
<strong>Lina Magull</strong><br>Mittelfeldspielerin Lina Magull erlebt gegen Kolumbien ein eher unglückliches Spiel. Nach gut 20 Minuten ist sie infolge eines Zweikampfes mit Montoya angeschlagen, kurz danach fällt ihr im Strafraum das Leder vor die Füße, doch sie vergibt diese Riesenchance auf den Führungstreffer, tritt über den Ball. Nach 65 Minuten ist ihr Arbeitstag vorzeitig zu Ende. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
Lina Magull
Mittelfeldspielerin Lina Magull erlebt gegen Kolumbien ein eher unglückliches Spiel. Nach gut 20 Minuten ist sie infolge eines Zweikampfes mit Montoya angeschlagen, kurz danach fällt ihr im Strafraum das Leder vor die Füße, doch sie vergibt diese Riesenchance auf den Führungstreffer, tritt über den Ball. Nach 65 Minuten ist ihr Arbeitstag vorzeitig zu Ende. ran-Note: 4
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<strong>Jule Brand</strong><br>Nach ihrem guten Auftritt gegen Marokko kann Jule Brand dies gegen Kolumbien nicht bestätigen. Sie kommt gegen die Südamerikanerinnen überhaupt nicht in die Partie, darunter leidet insgesamt das deutsche Offensivspiel. <strong><em>ran</em>-Note: 5</strong>
Jule Brand
Nach ihrem guten Auftritt gegen Marokko kann Jule Brand dies gegen Kolumbien nicht bestätigen. Sie kommt gegen die Südamerikanerinnen überhaupt nicht in die Partie, darunter leidet insgesamt das deutsche Offensivspiel. ran-Note: 5
© Shutterstock
<strong>Klara Bühl</strong><br>Ähnliche wie Brand, so fällt auch Klara Bühl, gegen Marokko noch Torschützin, in der zweiten Partie gegen Kolumbien eher negativ auf. Nur in der Anfangsphase kommen von ihr ab und an Vorstöße über die Außen, danach taucht sie komplett ab. <strong><em>ran</em>-Note: 5</strong>
Klara Bühl
Ähnliche wie Brand, so fällt auch Klara Bühl, gegen Marokko noch Torschützin, in der zweiten Partie gegen Kolumbien eher negativ auf. Nur in der Anfangsphase kommen von ihr ab und an Vorstöße über die Außen, danach taucht sie komplett ab. ran-Note: 5
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<strong>Alexandra Popp</strong><br>Die Kapitänin hat gegen die robusten Kolumbianerinnen einen schweren Stand, wird oft hart angegangen. Schon in der Anfangsviertelstunde bekommt sie abseits des Balles einen Bodycheck, muss behandelt werden. Im weiteren Spielverlauf leidet Popp dann unter dem lahmenden DFB-Flügelspielerinnen, bekommt so kaum brauchbare Bälle. Bei ihrem Ausgleichstor per Elfmeter zeigt sie aber ihre ganze Routine. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
Alexandra Popp
Die Kapitänin hat gegen die robusten Kolumbianerinnen einen schweren Stand, wird oft hart angegangen. Schon in der Anfangsviertelstunde bekommt sie abseits des Balles einen Bodycheck, muss behandelt werden. Im weiteren Spielverlauf leidet Popp dann unter dem lahmenden DFB-Flügelspielerinnen, bekommt so kaum brauchbare Bälle. Bei ihrem Ausgleichstor per Elfmeter zeigt sie aber ihre ganze Routine. ran-Note: 3
© AAP
<strong>Sjoeke Nüsken</strong><br>Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Doorsoun kommt Sjoeke Nüsken mit Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel. Sie macht ihre Sache ordentlich, hat aber mit der körperlich robusten Ramirez immer wieder Probleme im Zweikampf. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
Sjoeke Nüsken
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Doorsoun kommt Sjoeke Nüsken mit Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel. Sie macht ihre Sache ordentlich, hat aber mit der körperlich robusten Ramirez immer wieder Probleme im Zweikampf. ran-Note: 4
© Laci Perenyi
<strong>Lea Schüller</strong><br>Um die Offensive beim Stand von 0:1 zu verstärken, bringt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der 67. Minute Lea Schüller als weitere Stürmerin ins Spiel. Allerdings gelingt der Angreiferin des FC Bayern kaum etwas bei ihrem Joker-Einsatz. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
Lea Schüller
Um die Offensive beim Stand von 0:1 zu verstärken, bringt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der 67. Minute Lea Schüller als weitere Stürmerin ins Spiel. Allerdings gelingt der Angreiferin des FC Bayern kaum etwas bei ihrem Joker-Einsatz. ran-Note: 4
© Eibner
<strong>Nicole Anyomi</strong><br>Sie kommt in der 76. Minute für Bühl in die Partie. <strong><em>ran</em>-Note:</strong> <strong>ohne Bewertung</strong>
Nicole Anyomi
Sie kommt in der 76. Minute für Bühl in die Partie. ran-Note: ohne Bewertung
© Beautiful Sports
<strong>Noten zur DFB-Pleite gegen Kolumbien</strong><br>Die DFB-Frauen haben ihr zweites Vorrundenspiel bei der WM gegen Kolumbien durch ein Last-Minute-Gegentor mit 1:2 verloren. Insgesamt eine enttäuschende Leistung des Teams, vor allem zwei Spielerinnen fallen deutlich ab. <em><strong>ran</strong></em> zeigt die Noten in der Einzelkritik.
<strong>Merle Frohms</strong><br>Die deutsche Torfrau erlebt insgesamt eine recht ruhige Partie. Im ersten Durchgang muss Merle Frohms kaum einmal eingreifen und wenn, agiert sie sehr souverän. Bei beiden&nbsp; Gegentreffern im zweiten Durchgang ist Frohms ohne Chance. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
<strong>Svenja Huth</strong><br>Außenverteidigerin Svenja Huth schaltet sich vermehrt gut mit in die Offensive ein, macht dort aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Vor dem 0:1 sieht sie zudem im Strafraum gegen Torschützin Caicedo schlecht aus. Huth attackiert die Kolumbianerin zu direkt und wird durch eine Körpertäuschung von Caicedo aus dem Spiel genommen. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
<strong>Kathrin Hendrich</strong><br>Im Abwehrzentrum macht Kathrin Hendrich einen insgesamt recht soliden Job, hat aber im Aufbauspiel den ein oder anderen Abspielfehler dabei. Immer wenn die körperlich sehr robusten Kolumbianerinnen nach der Pause schnell spielten, wirkte die Defensive nicht wirklich sattelfest. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
<strong>Sara Doorsoun</strong><br>Die deutsche Innenverteidigerin agiert sehr konsequent in der Zweikampfführung, wie auch schon zuvor im Auftaktspiel gegen Marokko. Nach einer halben Stunde verletzt sich Sara Doorsoun aber, kann anschließend immerhin noch bis zur Pause weitermachen. Dann bleibt sie nach starken 45 Minuten angeschlagen in der Kabine. <strong><em>ran</em>-Note: 2</strong>
<strong>Chantal Hagel</strong><br>Auf der linken Abwehrseite rückt Chantal Hagel im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Marokko für die verletzte Felicitas Rauch in die DFB-Startelf. Nach vorne gelingt Hagel nicht so viel, defensiv erledigt sie ihre Aufgabe allerdings zumeist ordentlich. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
<strong>Lena Oberdorf</strong><br>Statt Melanie Leupolz darf Lena Oberdorf im Spiel gegen Kolumbien in der Startelf mitwirken und sie ist sofort eine der stärksten Spielerinnen im deutschen Team. Am Ball stark und gegen den Ball sehr aggressiv - so holt sie sich auch nach ungefähr einer Stunde für ein gestrecktes Bein auch die Gelbe Karte ab. Kurz danach hat sie nach einer Ecke den Ausgleich auf dem Fuß, ehe sie kurz vor Schluss den Elfmeter zum 1:1 herausholt. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
<strong>Sara Däbritz</strong><br>Wie Oberdorf, so ist auch Sara Däbritz gegen Kolumbien vor allem in der Balleroberung bärenstark. Allerdings fehlen ihr dann mit Ball oftmals die Ideen in der Offensive. Vor dem 0:1 ist Däbritz zudem im Strafraum gegen Torschützin Caicedo etwas zu zaghaft, kommt nicht in den Zweikampf. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
<strong>Lina Magull</strong><br>Mittelfeldspielerin Lina Magull erlebt gegen Kolumbien ein eher unglückliches Spiel. Nach gut 20 Minuten ist sie infolge eines Zweikampfes mit Montoya angeschlagen, kurz danach fällt ihr im Strafraum das Leder vor die Füße, doch sie vergibt diese Riesenchance auf den Führungstreffer, tritt über den Ball. Nach 65 Minuten ist ihr Arbeitstag vorzeitig zu Ende. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
<strong>Jule Brand</strong><br>Nach ihrem guten Auftritt gegen Marokko kann Jule Brand dies gegen Kolumbien nicht bestätigen. Sie kommt gegen die Südamerikanerinnen überhaupt nicht in die Partie, darunter leidet insgesamt das deutsche Offensivspiel. <strong><em>ran</em>-Note: 5</strong>
<strong>Klara Bühl</strong><br>Ähnliche wie Brand, so fällt auch Klara Bühl, gegen Marokko noch Torschützin, in der zweiten Partie gegen Kolumbien eher negativ auf. Nur in der Anfangsphase kommen von ihr ab und an Vorstöße über die Außen, danach taucht sie komplett ab. <strong><em>ran</em>-Note: 5</strong>
<strong>Alexandra Popp</strong><br>Die Kapitänin hat gegen die robusten Kolumbianerinnen einen schweren Stand, wird oft hart angegangen. Schon in der Anfangsviertelstunde bekommt sie abseits des Balles einen Bodycheck, muss behandelt werden. Im weiteren Spielverlauf leidet Popp dann unter dem lahmenden DFB-Flügelspielerinnen, bekommt so kaum brauchbare Bälle. Bei ihrem Ausgleichstor per Elfmeter zeigt sie aber ihre ganze Routine. <strong><em>ran</em>-Note: 3</strong>
<strong>Sjoeke Nüsken</strong><br>Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Doorsoun kommt Sjoeke Nüsken mit Beginn der zweiten Halbzeit ins Spiel. Sie macht ihre Sache ordentlich, hat aber mit der körperlich robusten Ramirez immer wieder Probleme im Zweikampf. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
<strong>Lea Schüller</strong><br>Um die Offensive beim Stand von 0:1 zu verstärken, bringt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in der 67. Minute Lea Schüller als weitere Stürmerin ins Spiel. Allerdings gelingt der Angreiferin des FC Bayern kaum etwas bei ihrem Joker-Einsatz. <strong><em>ran</em>-Note: 4</strong>
<strong>Nicole Anyomi</strong><br>Sie kommt in der 76. Minute für Bühl in die Partie. <strong><em>ran</em>-Note:</strong> <strong>ohne Bewertung</strong>

"Seit ich im Sommer gekommen bin, ist Lea eine andere, sehr viel komplettere Spielerin geworden. Sie war schon immer eine Torjägerin, aber jetzt ist sie mehr involviert, sie hat ihrem Spiel mehr Farben hinzugefügt."

Schüller schoss diese Saison für Bayern Tore, aber opferte sich auch defensiv auf, klärte zum Beispiel gegen den FC Arsenal einen Ball von der Linie. Im Pressing läuft Schüller extrem viel, dazu ist sie eine selbstlose Stürmerin, die an ihrer Übersicht gearbeitet hat. Gerade mit Klara Bühl hat sie immer besser harmoniert. Kurz: Es mag in der Statistik nicht so erscheinen, aber Schüller hat nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Raumdeuterin Schüller

Schüllers Stärken liegen, neben ihren neu erworbenen Fähigkeiten, im Kopfballspiel und im geschickten Nutzen der Lücken, die sich ihr bieten. Schüller ist eine Raumdeuterin - nicht umsonst haben die Bayern-Fans, in Anlehnung an das "Es müllert" für Thomas Müller, bei ihren Toren die Zuschreibung "Es schüllert" etabliert. Sie findet immer wieder intelligente Laufwege und entwischt den Verteidigerinnen schnell.

Ihre Tore erzielt Schüller, genau wie Alexandra Popp, besonders gerne per Kopf und ist damit für Deutschland bei Freistößen und Ecken gefährlich. Diese Qualität ist aber Fluch und Segen zugleich für die 25-Jährige, denn Popp ist in dieser Disziplin nochmal einen Ticken besser, und so hat Schüller aktuell wenig Chancen, an ihr vorbeizukommen.

Für Schüller war es zunächst nicht ganz einfach, die Rolle als Joker anzunehmen, wie sie in der Serie "Born for this" verriet. Schließlich sollte sie eigentlich als Stammspielerin in die EM gehen - das bisherige Karrierehighlight. Doch eine Corona-Erkrankung führte dazu, dass Alex Popp sie ersetzte, und es mit sechs Treffern so gut machte, dass Schüller sich auf der Bank wiederfand.

Voss-Tecklenburg mit Plan B?

Das liegt auch daran, dass Bayerns Nummer Neun trotz aller Stärken noch zu inkonstant ist. In manchen Spielen taucht sie fast komplett ab, dann fällt es Schüller schwer, zurück ins Spiel zu finden. Oft hadert sie auch noch mit vergebenen Chancen. Was das Selbstbewusstsein betrifft, ist Alexandra Popp sicher ein anderer Typ, sie haucht allein mit ihrer Präsenz den Gegnerinnen Angst ein. Gegen Popp will niemand verteidigen, das beschrieb etwa Tanja Pawollek im 90min-Interview. Schüller hat diese Ausstrahlung aktuell noch nicht so, ist auch physisch weniger stark.

Trotzdem kann die 25-Jährige von der Bank aus den Unterschied machen, besonders wenn sich Popp, wie gegen Kolumbien, nicht so sehr in Szene setzen kann. Oder auch mit Popp zusammen, als Doppelspitze: Martina Voss-Tecklenburg hat das schon öfters als "Plan B" bezeichnet. Auch Lea Schüller ist für diese Variante offen: "Ich habe das Gefühl, dass, wenn wir beide zusammen trainieren, es auch gut funktioniert."

Schüller könnte gut mit Popp harmonieren und der Wolfsburgerin durch ihre Übersicht auch die Bälle auflegen. Sie könnte damit ein Bindeglied zwischen Mittelfeld und Sturmspitze sein, das bis jetzt gefehlt hat. Bei Chaos im Strafraum ist Schüller oft zur Stelle und befördert den Ball gedankenschnell ins Tor. Eine echte Edeljokerin eben - aber vielleicht auch noch mehr.

Dieser Artikel stammt von unserer Partnerseite 90Min.de

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